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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 25.07.2003

Von Büchern bis Bollywood
Jana Scheerer

Merle Kröger, Filmemacherin und Autorin des Krimis "Cut!". Ein elektronisches Interview mit AVIVA-Berlin



AVIVA-Berlin: Sie sind ursprünglich Filmemacherin. Was war die Motivation, für diesen Stoff das Medium "Buch" zu wählen?
Merle Kröger:
Egal, ob man Dokumentarfilme macht oder Krimis schreibt - letzten Endes geht es immer darum, Geschichten zu erzählen. Manche Geschichten entfalten sich, indem man verschiedene "Realitäten" dokumentarisch miteinander verknüpft. Manche brauchen vielleicht den "Kick" in die Fiktion. In diesem Fall ging es mir darum, die Projektionen zwischen zwei Realitäten - Deutschland und Indien - aus dem Blickwinkel verschiedener Zeiten und Personen zu erzählen. Viele der entstandenen Perspektiven und Bilder sind sehr persönliche - und gerade deshalb in einem Buch besser aufgehoben als in der filmischen Umsetzung.
Außerdem lese ich manisch Krimis, seit ich denken kann.

AVIVA-Berlin: In "Cut!" spielt sowohl stilistisch als auch inhaltlich "Bollywood" eine Rolle. Können Sie den Begriff genauer erklären? Wie war Ihre erste Begegnung mit Bollywood?
Merle Kröger:
"Bollywood" steht für das nordindische Mainstreamkino und die Filmindustrie in Bombay, die zu den größten und wichtigsten der Welt zählt. Ich habe 5 Jahre lang Filmwissenschaft studiert und keine Silbe davon gehört. Dann bin ich durch Zufall in Bombay gelandet, habe Freunde kennen gelernt, die auch Filme machen und bin in eine filmische Welt geraten, die mindestens so interessant ist wie die amerikanische oder europäische. Und in eine Realität, in der Kino mit unserer Popkultur vergleichbar ist und Säle mit 2000 Plätzen jeden Abend ausverkauft sind.

AVIVA-Berlin: Eine Frage an die Spezialistin: In vielen Bollywood-Filmen wird im Wechsel Hindi und Englisch gesprochen. Wie ist das zu erklären?
Merle Kröger:
Weder habe ich in Indien gelebt noch bin ich Spezialistin, aber die sprachliche Realität in Indien ist offensichtlich. In einem Land, in dem allein offiziell 26 Sprachen gesprochen werden, ist Englisch ein wichtiges Kommunikationsmittel (zumindest der Mittelschicht) und der Wechsel zwischen verschiedenen Sprachen gehört zum Alltag. Wahrscheinlich wird es uns in einem vereinigten Europa irgendwann ähnlich ergehen.

AVIVA-Berlin: Welcher Film hat Ihnen in letzter Zeit besonders gut gefallen?
Merle Kröger:
Kaum einer. Am ehesten vielleicht die schwedischen Krimiverfilmungen nach Mankell.

AVIVA-Berlin: Was lesen Sie zur Zeit und warum?
Merle Kröger:
Ich lese immer, also mit dem "warum" wird es schwierig. Zadie Smith "White Teeth" habe ich gerade verschlungen und finde es einfach grandios erzählt. Krimis von Mc Dermid und Izzo, wegen der guten detaillierten Plots und Schauplätze. Ach ja, und den neuen Harry Potter. Hat mich drei schlaflose Nächste gekostet.

AVIVA-Berlin: Auf welche Neuerscheinung von welcher Autorin oder von welchem Autor sind Sie gespannt? Was würden Sie gerne als Nächstes lesen?
Merle Kröger:
Ein neues Buch von Amitav Ghosh, aber das kann noch dauern. Arundhati Roy. Das neue Buch von Zadie Smith hab ich schon, aber noch nicht gelesen.

AVIVA-Berlin: Welches Buch verborgen Sie niemals?
Merle Kröger:
"Calcutta Chromosome" und "Glass Palace" von Amitav Ghosh verleihe und kaufe ich immer wieder.

AVIVA-Berlin: Stellen Sie sich vor, Sie bekämen heute 1 Million € für Berlin. Welches Projekt würden Sie sofort retten oder in´s Leben rufen?
Merle Kröger:
Kulturelle Filmförderung, eine Videothek für Dokumentarfilme und Videokunst. Und die aktuelle Legalisierungskampagne "Wir sind unter euch" mit der Forderung: Papiere für alle. Aber die kann man nicht mit Geld kaufen.

Die Rezension zu "Cut" von Merle Kröger finden Sie hier.

Kultur Beitrag vom 25.07.2003 AVIVA-Redaktion 

   




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