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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 26.03.2006

Zwei israelische Dokumentarfilme im Eiszeit-Kino
AVIVA-Redaktion

Ab dem 30.3. täglich um 19.00 im Doppelprogramm "All is very well" von Idit Samet und "Applefeld´s Table" von Adi Japhet Fuchs. Thema: die israelische Generation, die den Holocaust überlebt hat



"All´s very well" wird am 30.3. in Anwesenheit der Regisseurin Idit Samet gezeigt.

Mit den Filmen "All`s very well" und "Appelfelds Table" zeigt das Eiszeit Kino zwei Dokumentarfilme im Original mit englischen Untertiteln, die sich auf eine faszinierende Weise ergänzen. Unabhängig voneinander produziert von den beiden Frauen Idit Samet und Adi Japhet Fuchs befassen sich die Filme mit der israelischen Generation, die den Holocaust überlebt hat. "Appelfelds Table" und "All`s very well" ergeben zusammen einen Einblick und Antworten in das persönliche Schicksal dieser Generation in Israel, abseits von Daten, Fakten und Geschichtsbüchern.

Gerade in dieser Zeit, in der im Iran eine sogenannte "Holocaust-Konferenz" stattfindet, ist es mehr als wichtig, die Stimmen der Überlebenden und ihrer Kinder ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit zu holen und zu erkennen, mit wie viel Kreativität, Mut und Sinn für Humor sie ihre Last bis heute tragen.

Was motiviert eine Israeli mit einem deutschen SS-Veteranen zu verkehren? Was motiviert den Deutschen, sie sogar seinen Freunden aus der verrufenen Einheit von Damals vorzustellen?

"All`s very well" ist eine persönliche Reise auf die sich die Hauptperson und zugleich Filmemacherin - eine in Deutschland lebende Israelin - aufmacht. Eine Reise zwischen persönlichem Leid und Hoffnung auf Verzeihung. Vor vielen Jahren folgte sie ihrer Liebe nach Deutschland, trotzdem quält sie sich bis heute deswegen. Durch diese Entscheidung hat sie ihre Mutter, eine Holocaust- Überlebende, tief verletzt. Rückblickend auf die vergangenen Jahre erforschen die beiden Frauen ihre Beziehung zueinander. Während die Mutter allmählich den Schmerz überwindet und mit sich ins Reine kommt, dass ihre Tochter und Enkel in einem friedlichen, kleinen Dorf in der Nähe des Schwarzwalds leben, bleibt die Tochter Idit in einem Netz aus Reue und Schuldgefühlen gefangen. Sie wird vom Gefühl beherrscht, dass sie erst Frieden findet, wenn die Mutter ihr vergibt.

In einem Deutschen, einem freundlichen Schäfer, einem ehemaligen SS-Soldaten, findet sie einen Freund, auch er ist auf der Suche nach Verzeihung. Er gibt ihr Hoffnung, da sie glaubt, durch ihn ein außergewöhnliches Maß an Verständnis über Vergebung erreichen zu können. Einen Augenblick lang glaubt sie, der Schlüssel zur Lösung ihres Problems läge in ihrer Bekanntschaft mit ihm.

"All`s very well" ist ein Versuch die unerreichbare, uneingeschränkte Heilung zu erlangen. Der Film behandelt existenzielle Fragen der Hauptpersonen beziehungsweise aller Menschen. Fragen nach der wahren Versöhnung nach dem Wert von Reue und dem tiefsitzenden Begehren nach Annerkennung. Er scheut sich auch nicht die egoistischen Motive, die das Bedürfnis nach Erlösung und Versöhnung begleiten zu untersuchen, er gesteht sie sogar ein.

"All`s very well"
Israel, 2004, 46 Min.
Director, Producer: Idit Samet
- International Filmfestival Jerusalem 2004: Nominiert für den Mayor¹s Prize Best Documentary, "The Jewish Experience" - Syracuse International Film Festival NY 2005: Nominiert für den besten Dokumentarfilm.


"Appelfelds Table" erzählt die dramatische Lebensgeschichte von Aharon Appelfeld, einem der bekanntesten israelischen Schriftsteller.
Während der vergangenen drei Jahre traf sich die Regisseurin und Produzentin des Films, Adi Japhet Fuchs, mit Appelfeld in dem Jerusalemer Café, in dem er seit vielen Jahren tagtäglich und immer am gleichen Tisch zu Gast ist.

An "seinem" Tisch denkt Appelfeld, erinnert sich, wird inspiriert und ersinnt die Welt seiner Kindheit aufs Neue, die im 2. Weltkrieg über Nacht zerschellte.
"Appelfelds Table" ergründet in wunderschönen Bildern Erinnerung und Vorstellungskraft, Erfindung und Unterbewusstes, Kreativität und Unterdrückung.

Mit dem Einfangen dieses kreativen, schriftstellerischen Prozesses gelingt es dem Dokumentarfilm, die Tiefe der kollektiven israelischen Psyche aufzudecken und so den ZuschauerInnen ein besseres Verständnis davon zu geben, woher die Israelis kommen und was sie motiviert.

Appelfelds Table
Israel, 2004, 47 Min.
Hebrew with English subtitles
Director: Adi Japhet Fuchs
Producer: Catherine the Great Productions
Mayor´s Prize Best Documentary, "The Jewish Experience" Jerusalem Film Festival, 2004

EISZEIT Kino
Zeughofstr. 20
10997 Berlin
fon: +49 30 6116016
www.eiszeit-kino.de

Kultur Beitrag vom 26.03.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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