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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 31.03.2006

LOve and MOtion
Karin Effing

Der Dokumentarfilm über die Lomo-Kamera von Christian Schmidt-David ist ganz den ProtagonistInnen der Lomo-Bewegung gewidmet. Wortreich sprechen diese über die Besonderheiten ihres liebsten Stücks.



Die Lomo ist zunächst eine unscheinbare, russische Kompaktkamera, produziert von der LOMO LCA. In den letzten ca. 20 Jahren gelangte sie zu weltweiter Bekanntheit. Ihre Geschichte beginnt in den Perestroika-Zeiten als sie als "Abfallprodukt" der Forschungsabteilung eines russischen Mischkonzerns in St. Petersburg beinahe den Einsparungsplänen der Unternehmensberatung McKinsey zum Opfer gefallen wäre. Durch die politischen Wirren des Jahres 1989 gelang es der Kamera jedoch plötzlich, im Westen als Erfolgsmodel Karriere zu machen. Dies vor allem Dank zweier Studenten aus Wien, Matthias Fiegl und Wolfgang Stranzinger, die sich, von der Einfachheit und der speziellen Bildqualität der LOMO begeistert, der Promotion der Kamera annahmen. Und anhand der besonderen Art mit der Kamera zu knipsen, den Begriff der LOMOgrafie ins Leben riefen, mit Leben erfüllten und rund um den Globus etablierten.

Millionen Menschen wurden seither und werden immer noch mit Hilfe der zehn goldenen Regeln der LOMOgrafie vom Zwang der alten Kameraschule befreit, immer ein möglichst perfektes Bild machen zu müssen. Um sich die Weltvertriebsrechte an der Kamera zu sichern, scheuten die beiden sich nicht, die russische Politik zu involvieren. Und tatsächlich: die beiden Studenten sorgten mit dafür, dass die Lomo weiter produziert wird.

Weltweit gibt es eine weltweit aktive Fangemeinde, die ihre Werke in Sammelausstellungen dem interessierten Publikum zeigen oder auch im Internet veröffentlichen. Dabei steht nicht die Autorin (bzw. der Autor) im Vordergrund, sondern sozusagen die Linse des kleine technischen Kunstwerkes Lomo-Kamera. Ungefähr 1.000 Fotos sind im Film zu sehen.

So weit so gut, wäre da nicht die konventionelle Umsetzung der viel versprechenden Thematik. Die (größtenteils männlichen) GesprächspartnerInnen reden und reden und zeigen ihre speziellen Lomo-Techniken. Die zahlreichen wiedergegebenen Lomobilder halten nicht ein, was die Herren (und ein, zwei Damen) uns da von der Neuartigkeit und Demokratie der Lomografie vermitteln wollen. Unfreiwillig komisch wird es, wenn einer der Lomografen vom Jagen der Motive spricht und dann seine Freundin anruft, damit sie ihm nackig in der Badewanne als eben solches Motiv zu dienen.

AVIVA-Tipp: LOve & MOtion von Christian Schmidt-David lässt die ProtagonistInnen der Lomo-Bewegung zu Wort kommen. Der Dokumentarfilm kann, trotz des interessanten Themas, nicht überzeugen. Allein die Begegnung der Lomo-Bewegung mit den russischen HerstellerInnen der Kamera bietet komische und spannende Momente.

Infos zur Lomographic Society International im Netz: www.lomography.com


Love & Motion
Deutschland 2004, 79 Minuten
Regie: Christian Schmidt-David
ProduzentInnen: Monika Kintner, Christian Schmidt-David
Musik: Stephan Ziethen
Kinostart: 30. März 2006
www.kinostar.com/lomo


Kultur Beitrag vom 31.03.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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