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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 23.06.2006

Molly`s Way
Tatjana Zilg

Eine Krankenschwester aus Irland fährt in die tiefste polnische Provinz. Sie sucht einen jungen Mann, von dem sie schwanger ist. Realistisch verfilmtes Melodram



Die Kleinstadt Walbrzych lädt nicht wirklich zum Urlaubmachen ein. Trist sind die Bilder, die Molly (Mairead McKinley) entgegenschlagen, als sie aus dem Zug steigt und sich auf die Suche nach einer geeigneten Unterkunft macht. In der Pension, die von der barschen Britta (Ute Gerlach) geleitet wird, bekommt sie ein Einzelzimmer. Bald merkt sie, dass ihre Zimmernachbarinnen als Prostituierte arbeiten.

Sie selbst hat auch ein erhebliches Problem. Sie ist nach Polen gekommen, um einen jungen Mann zu finden, mit dem sie in Irland eine unvergessliche Nacht verbracht hat und von dem sie nun schwanger ist. Die einzigen Hinweise sind sein Vorname, Marcin, seine Tätigkeit als Kohlearbeiter und eine Ansichtskarte.
Beharrlich besucht sie Tag für Tag die Kohlegruben, die größtenteils stillgelegt sind und hängt überall Anschläge auf. Die Menschen begegnen ihr eher unfreundlich und mit verhaltener Neugier. Langsam befreundet sie sich mit zwei der Prostituierten in der Pension, während die Dritte sich ständig wie ein zickiger Teenager benimmt.

Ihre Suche bleibt wochenlang erfolglos. Sie bittet ihre Wirtin Britta, sie für Kost und Logis als Putzfrau arbeiten zu lassen. Diese wehrt erst empört ab, nur um Stunden später durch ihren Mann das Angebot doch annehmen zu lassen. Molly arbeitet nun mit erstaunlichen Fleiß jeden Morgen in der Pension, wodurch sie den anderen BewohnerInnen näher kommt und sich kleine Freund- und Feindschaften entwickeln. Erst gegen Ende löst sich das Rätsel um den von Molly mittlerweile idealisierten Marcin (Jan Wieczorkowski) auf und die junge Irin findet den Mut, mit ihren ungelösten Problemen wieder in die Heimat zurückzukehren.

Emily Atef war Schauspielerin in London, bevor sie 2001 ihr Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin begann. Sie hat bereits zahlreiche Filme realisiert, darunter "Djibril und Zoran" (2004), "I Love You I Kill You" (2004), "Sundays" (2003) und "XX to XY Fighting to Be Jake" (2003). Für "Molly`s Way" bekamen Emily Atef und Esther Bernstorff den Förderpreis Deutscher Film in der Kategorie Drehbuch.

Beim Festival Cinéma Tout Ecran 2005 in Genf erhielt Mairead McKinley für ihre Interpretation der Molly den Preis als beste Darstellerin (Prix Tudor d` Interprétation Féminine), ebenso wurde sie als beste Schauspielerin beim 10. Ourense International Independent Film Festival 2005 in Spanien ausgezeichnet.

AVIVA-Tipp: Der Film hat ein sehr allmähliches Tempo. Dadurch ergeben sich zwar einige sensible Momentaufnahmen des Alltags in Polen, der von großer sozialer Ungleichheit gekennzeichnet ist. Molly selbst wirkt aber leider zu oft sehr naiv. Die Zuschauerin hofft schnell insgeheim, dass sich heutzutage keine junge Frau mehr so abhängig von einer einmaligen Begegnung mit einem Mann machen wird.


Molly`s Way
Deutschland 2005
84 Min.
Regie und Drehbuch: Emily Atef
Drehbuch: Emily Atef, Esther Bernstorff
Kamera: Patricia Lewandowska
Musik: Buncello
Produktion: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb)
DarstellerInnen: Mairead McKinley (Molly), Ute Gerlach (Britta), Geno Lechner (Sophia), Miroslaw Baka (Taxifahrer), Robert Gonera (Polizist), Beata Lehmann (Lilly), Jan Wieczorkowski (Marcin), Anna Ilczuk (Violetta), Adrianna Biedrzynska (Isabella), Maciej Robakiewicz (Szymon)
Kinostart: 22.06.2006

Der Film im Web: www.mollysway.com


Kultur Beitrag vom 23.06.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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