Emmas Glück - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Poryes 2017 Happy End Regina Schmeken. Blutiger Boden
Aviva-Berlin > Kultur
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 
  Hier suchen, oder zur Sucheseite!


AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
 


AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2017




Happy Birthday AVIVA




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in größerer Schrift!

TIPP: über den Zurück-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 16.08.2006

Emmas Glück
Christiane Müller

Emma ist eine vereinsamte Schweinebäuerin, die eines Tages dem krebskranken Max begegnet. Beide lernen endlich, was Glück ist. Mit Jürgen Vogel in Hochform und Neuentdeckung Jördis Triebel.



Seit der Opa gestorben ist, lebt die junge Emma (Jördis Triebel) völlig allein als Schweinebäuerin auf dem heruntergekommenen Hof. Durch die Vereinsamung ist die kräftige Frau verwahrlost, läuft auch außerhalb des Hofes nur noch in schmuddeligen Kitteln und verdreckten Stiefeln herum und ist voller Misstrauen ihren Mitmenschen gegenüber. Der einzige Verehrer, Dorfpolizist und Mamasöhnchen, wird schon mal mit vorgehaltener Waffe empfangen, wenn er die verschuldete Emma vor dem Gerichtsvollzieher warnt. Nur ihre Schweine, die liebt sie heiß und innig. Selbst wenn Emma eines der Tiere schlachtet, macht sie das auf ihre eigene, liebevolle Art.
Fast ebenso allein ist Autoverkäufer Max (Jürgen Vogel). Er hat keine Familie, nur einen Freund, den Kollegen Hans (Martin Feifel). Wie trostlos sein Leben ist, wird Max plötzlich klar, als er von seinem Arzt erfährt, dass er Bauchspeicheldrüsenkrebs hat. Jetzt weiß er, wovon er immer diese schlimmen Bauchschmerzen hat, aber er weiß auch, dass er die letzte Zeit seines noch jungen Lebens genießen will. Max träumt von Mexiko, Pelikanen und Traumstränden und bucht ein Ticket. Kurz entschlossen klaut er nachts die Kasse mit dem Schwarzgeld des Autohauses, das Hans angehäuft hatte. Prompt wird er erwischt und kann gerade noch mit einem gestohlenen Jaguar entkommen. Hans verfolgt ihn und Max kommt mit hoher Geschwindigkeit von der Straße ab. Er landet direkt vor Emmas Hof und bleibt bewusstlos in dem Autowrack liegen.
Emma kann ihr Glück nicht fassen - die realitätsfremde Jungbäuerin behandelt Max nicht wie ein verletztes Unfallopfer, sondern eher wie einen gestrandeten Prinzen, den sie auf jeden Fall behalten will. Außerdem findet sie die Schachtel mit dem Geld und versteckt sie vor ihm, um ihre Schulden zu bezahlen. Max erzählt sie später, das Geld sei mit dem Auto verbrannt.
Der todkranke Mann ist zunächst verstört und fühlt sich unwohl bei der burschikosen Emma. Doch allmählich erkennt er, dass er genau diese Frau und diese Umgebung braucht, um das Leben endlich einmal wirklich zu leben und glücklich zu sein. Auch Emma genießt die Zeit mit Max und lässt ihn die Krankheit zeitweise vergessen...

Allzu ernst darf man die Handlung des Films nicht nehmen, er wirkt zeitweise wie ein modernes, skurriles Märchen. Im wahren Leben wäre es wohl kaum denkbar, dass eine junge Frau Autos anzündet, Polizisten mit geladenen Waffen bedroht, Schweine auf unerlaubte Weise tötet, einen Mann einsperrt, Geld stiehlt und Schlimmeres, ohne dafür belangt zu werden. Aber in "Emmas Glück" wird sogar ein sterbender Mann glücklich gemacht und dies geschieht dank Jürgen Vogel sehr glaubhaft. Der bekannte Schauspieler übertrifft sich mit dieser Rolle selbst! Er ist hinreißend, attraktiv (jawohl!) und spielt so anrührend, dass viele ZuschauerInnen ein Taschentuch brauchen werden.
Jördis Triebel ist in ihrem ersten Kinofilm ebenfalls sehenswert. Es war eine gute Entscheidung von Regisseur Sven Taddicken die Hauptrolle neben Jürgen Vogel mit einem neuen Gesicht zu besetzen. Veronika Ferres wäre als Emma sicher auch klasse, aber ab und zu ein frisches Talent präsentiert zu bekommen, ist auch ganz schön.
Ein bitterer Wermutstropfen trübt jedoch das Filmvergnügen: Leider ist der Schluss des Films total daneben (wird aber natürlich nicht verraten). Eine solche Geschmacklosigkeit muss einem erstmal einfallen.

AVIVA-Tipp: Rührender Liebesfilm und skurriles Drama zugleich. Ein Film, der sich intensiv mit dem Leben und dem Tod auseinandersetzt. Jürgen-Vogel-Fans kommen voll auf ihre Kosten. "Emmas Glück" ist einer der deutschen Kinofilme, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen werden - hoffentlich nicht nur wegen des gruseligen Endes.

Weitere Informationen im Netz: www.Emmas-Glueck.de


AVIVA-Berlin verlost 3x den Soundtrack sowie 3x den Roman "Emmas Glück" aus dem Goldmann Verlag. Bitte nennen Sie uns einen weiteren Buchtitel der Autorin Claudia Schreiber und senden Sie bis zum 06.09.2006 eine eMail an folgende Adresse: gewinnspiel@aviva-berlin.de

Emmas Glück
Regie: Sven Taddicken
Buch: Ruth Toma, Claudia Schreiber (schrieb auch das gleichnamige Buch)
DarstellerInnen: Jördis Triebel, Jürgen Vogel, Martin Feifel, Hinnerk Schönemann, Karin Neuhäuser, Nina Petri
Deutschland 2006, 99 Minuten
Emmas Glück startet am 17. August 2006 im Verleih von Pandora Film in den Kinos.

Emmas Glück
Claudia Schreiber

Originalverlag: Reclam Leipzig
Taschenbuch, 192 Seiten, 12,5 x 18,3 cm
ISBN-10: 3-442-46303-3
ISBN-13: 978-3-442-46303-9
Euro 7,95 [D] / SFr 14,70
Goldmann Verlag
Erscheinungstermin: Juli 2006


Kultur Beitrag vom 16.08.2006 AVIVA-Redaktion 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken