Shortbus - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Juden, Christen und Muslime. Im Dialog der Wissenschaften 500-1500 DIE FLÜGEL DER MENSCHEN Happy End
Aviva-Berlin > Kultur AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Chanukka 5778




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 16.10.2006

Shortbus
Barbara Lanz

Unverkrampft und schonungslos offen werden die Liebes- und Lebensgeschichten der ProtagonistInnen vor dem Hintergrund von Musik, Kunst und Politik erzählt. Eine skurril-dramatische Mischung



Seit dem 11. September 2001 ist in New York nichts mehr so wie es einmal war. Intensiver denn je suchen Menschen nach Liebe und Sex, Anerkennung und Befriedigung. "Shortbus’" ProtagonistInnen laufen sich alle irgendwann in einem exklusiven Club über den Weg, wo der Sex in all seinen Spielarten regiert.

Nach seinem Debütfilm "Hedwig and the angry Inch", der 2001 beim Sundance Film Festival mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet wurde, provoziert John Cameron Mitchell nun mit einem tabubrechenden Thema über Sex, Liebe, Erotik und die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Dabei verknüpft er raffiniert die Einzelschicksale unterschiedlichster Individuen miteinander und lässt diese in dem Club "Shortbus" aufeinander treffen.

Mitchell ist weniger an der Ausübung spezieller Sexpraktiken interessiert, als an den Figuren selbst, die wiederum von engagierten New Yorker SchauspielerInnen verkörpert werden. Stars kamen für diesen Film gar nicht in Frage, weil sie, laut Mitchell, zum einen, "keinen Sex haben", und zum anderen war ein einjähriger Workshop Prozess geplant, auf den sich Stars eher nicht einlassen.
Schauspielerische Erfahrung war nicht von Nöten. Vielmehr interessierten den Regisseur sexuelle Erfahrungen, die die einzelnen Personen gemacht haben und die auch willens waren, darüber zu berichten.

"I like to take my time in making films. We worked for 2 ½ years with the actors. We cast them first. I cast the most interesting people I knew and then we got into workshop and started creating characters and story. Some people dropped out, we had new people half way through. I don`t think that too much time is ever a problem in developing a script. We did have to wait a long time to get financed... It`s a sort of adventure and we feel happy with the result."

Dieser kontroverse Film sorgte bereits bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes für Aufsehen.

AVIVA-Tipp: Lassen Sie sich nicht abschrecken. Hinter diesem Film steckt mehr als nur harte Sexszenen in den kuriosesten Stellungen. Sex ist ein großes und wichtiges Thema, das uns manchmal mehr bestimmt, als uns lieb ist. In diesem Film zeigt Mitchell die verschiedensten sexuellen Bedürfnisse seiner Figuren und lässt diese vollkommen für sich gelten. Er belehrt nicht, sondern erzählt.
Man spürt die absolute Stimmigkeit der Figuren, so als würden sie nicht spielen, sondern nur sein. Und wir dürfen für anderthalb Stunden als VoyeurInnen in ihr Leben tauchen.


Shortbus (The Sex Film Projekt - working titel)
Regie und Drehbuch: John Cameron Mitchell
DarstellerInnen: Raphael Barker, Lindsay Beamish, Jay Brannan, Paul Dawson, PJ DeBoy, Sook-Yin Lee, Peter Stickles
98 Minuten, USA, 2006
Verleih: Senator
Kinostart: 19.10.2006
www.shortbusthemovie.com


Kultur Beitrag vom 16.10.2006 AVIVA-Redaktion 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken