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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 12.09.2003

Empathy. Szenen einer Analyse
Hilde Meier

Vier ältere Psychoanalytiker beantworten brisante Fragen der jungen Filmemacherin Amie Siegel zum emotionalen Geschehen in einer Therapiesitzung. In gestellten Szenen wird Einfühlungsvermögen gezeigt



Zur Zeit ist es Mode, Dokumentarfilme mit Spielfilmszenen zu quälen.
Dieser Fall liegt auch in Amie Siegels Film Empathy vor, der auf der Berlinale 2003 bereits erfolgreich lief. Die Amerikanerin führt eine privat-öffentliche Auseinandersetzung mit vier "Herren der Couch", befragt sie nach ihrem Selbstverständnis, nach Handlungsform und Spielraum in einer Analyse-Sitzung, lotet die Grenzen aus und sucht den Randbereich der Intimität.

Der Anspruch, eine Analyse der Psychoanalyse zu zeigen, führt zu guten, stimmigen, interessanten Interviews mit weisen Männern. Freimütig geben sie Auskunft über Dinge, die man schon immer wissen wollte, sich aber nie zu fragen traute: Wie weit es mit ihrem Einfühlungsvermögen her ist und wie sich Gegenübertragung, vor allem bei weiblichen Personen, anfühlt.

Dann aber wird erklärt, was schon gesagt wurde.
In Spielfilmszenen wird eine Schauspielerin analysiert und Einfühlungsvermögen an der Patientin vorgeführt. Dies ist jedoch nicht nötig. Denn die gefilmten Interviews alleine reichen aus für einen höchst ergiebigen, unterhaltsamen und interessanten Dokumentarfilm mit einer kritischen Beleuchtung der Psychoanalyse - und derjenigen Menschen, die sie betreiben und damit ihr Geld verdienen. Ohne diese Einschübe würde der Film gewinnen.
So ist an diesem Werk ein guter, informativer und spannender Dokumentarfilm verloren gegangen.

Dennoch kann er gut zur Diskussion über die Psychoanalyse anregen.
Dazu ist am Freitag, den 12.09.2003, die Regisseurin Amie Siegel persönlich anwesend.
Und für Nimmermüde gibt es am 15.09.2003 im Anschluss an die Filmvorführung eine Diskussion zum Film mit Dr. Lutz Wohlrab.




Empathy
Amie Siegel
DarstellerInnen: Gigi Buffington, Dr. David Solomon, Maria Silvermann, Patricia Donegan
92 Minuten, 11. September 2003
USA, 2003
www.fdk-berlin.de


Kultur Beitrag vom 12.09.2003 AVIVA-Redaktion 

   




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