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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 19.09.2003

Das Interview mit den Geschwistern Pfister
Jennifer Gallagher

Die Menschen hinter der Show - Tobias Bonn und Andreja Schneider im virtuellen Gespräch mit AVIVA-Berlin



AVIVA-Berlin: Ihr habt euch eine fiktive Biographie geschaffen, die so glaubhaft ist, dass es fast überflüssig zu sein scheint, nach eurer "echten" Biographie zu fragen. Wer hat sich die Bühnenbiographie ausgedacht? Wirkt sie auch als Ablenkung von euren "wirklichen" Leben?
TONI:
Die Lebensgeschichten der Bühnenfiguren haben wir uns selber ausgedacht. Wir haben ja keinen Autor und keinen Regisseur, der diese Arbeit für uns erledigt, also müssen wir das selber machen. Ablenken sollen diese Figuren und ihre Geschichten nicht von irgendwas, sondern sie dienen ganz einfach als Basis und roter Faden für unsere Shows.

AVIVA-Berlin: Auf der Bühne versucht Toni immer, ernst und würdevoll zu bleiben, während Ursli wundervoll tuntig und narzisstisch ist und Fräulein Schneider auf ihre charmante bulgarische Weise den Ton angibt - was manchmal mit einem Verslust der Selbstkontrolle einhergeht... Was haben diese Rollen mit euren Persönlichkeiten Off Stage zu tun?
TONI:
Natürlich stecken in unseren Figuren auch private Charakterzüge, aber man kann das natürlich nicht 1:1 nehmen. Auf der Bühne arbeiten wir gerne mit Klischees und Übertreibungen. Die Zuschauer sollen sich ja schließlich amüsieren.

AVIVA-Berlin: Hattet ihr ein Leben vor den Geschwistern Pfister?
Fräulein Schneider:
Ich habe in Münster "Schein-Germanistik" und "Schein-Slavistik" studiert, bevor ich nach Berlin gezogen und dort dann das "Real-Leben" studiert habe. Bühnenerfahrung habe ich in diversen Off-Produktionen gesammelt, bis mich Ursli dann gewissermaßen vom Tresen weg (auf dem ich singender weise drauf stand) für seine erste Soloshow engagiert hat. Damals war ich zunächst "Back-up Sängerin". Heute habe ich mich inzwischen zur Frau in der Mitte "hochgeheiratet".
TONI: Ja, auch ich hatte ein Leben vor den Geschwistern Pfister (genau von 1964 bis 1991) und wir haben auch noch eins neben den Geschwistern Pfister. Auch wenn unsere Arbeit einen sehr großen Teil unseres Lebens bestimmt.

AVIVA-Berlin: Ursprünglich standen vier Geschwister-Pfister-Familienmitglieder zusammen auf der Bühne. Laut der fiktiven Geschwister-Pfister-Biographie ging "Willi" zurück zu Frau und Kindern, während Lilo das Glück auf einem Bauerhof in der Schweiz fand. Dann kamst du dazu. Könntest Du den AVIVA-LeserInnen erzählen, wie es zu deinem Einstieg bei den Geschwistern Pfister kam?
Fräulein Schneider:
Fräulein lebte mit ihrer (inzwischen verstorbenen) Tante Ljuba in Sofia, Bulgaria. Ihr 2-Frauen-Haushalt war praktisch und modern, es wurde viel gekocht und gesungen.
Fräulein arbeitete als Fahrerin in einer Glühbirnenfabrik. Sie lieferte die Ware mit ihrem Lastkraftwagen an die Kunden aus.
Eines Tages gab es einen großen Auftrag von der Oper-Sofia. Die großen Kronleuchter sollten komplett ausgestattet werden.
Während Frl.S. bei dieser Arbeit auf der Leiter stand und montierte, lauschte sie einer Probe, die im großen Saal stattfand.
Es war Herbert von Karajan mit den Berliner Philharmonikern. Fräulein durchzuckte es wie ein Blitz und es fand so etwas wie ein magischer Moment statt. "Ich will da sein, wo diese Musik ist". Dieser Satz wiederholte sich in ihrem Kopf ständig und schmolz sich dort regelrecht ein.
Der Rest ist schnell erzählt: Ohne zu überlegen was sie hinter sich ließ, schlich sie sich in die Musikergarderobe und versteckte sich in einem leerstehenden Bassgeigenkasten. So kam sie nach Berlin, wo sich durch Zufall gerade auch Ursli und Toni Pfister aufhielten. Sie casteten eine neue Sängerin.
Frl. Fand eine Anstellung in der Küche einer fünftklassigen Amüsierbar, aber für sie war das überhaupt nicht schlimm. Sie sah ihrer brandneuen Zukunft mit strahlendem Optimismus entgegen. Und so kochte sie und spülte sie und sang.
Und genau dieser "Cevapcici-Blues" drang durch die Gitter des Fensters der Küche auf die Straße, direkt in Urslis und Tonis Ohren….

AVIVA-Berlin: Bist du On Stage und Off Stage mit Andreja Schneider verheiratet?
Tobias Bonn:
Nein. Auf der Bühne sind Fräulein Schneider und Toni Pfister verheiratet. Privat aber lebe ich seit über 19 Jahren mit meinem Freund, Christoph Marti, zusammen. Wir haben im August 2001 geheiratet.

AVIVA-Berlin: Du kennst vielleicht den Song "don´t put your daughter on the stage, Mrs Worthington". Welchen Rat würdest du Frauen geben, die eine Bühnenkarriere planen? Oder deren Müttern?
Andreja Schneider:

Es ist ein harter, nervenaufreibender, egozentrischer Beruf. Aber verhindern kann man so was ja sowieso nicht. Mein Rat an beide:
Immer genügend Geld für eine Therapie zusammen haben!


Mehr zur Show hier.


Kultur Beitrag vom 19.09.2003 Jennifer Gallagher 

   




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