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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 11.09.2003

"Schwesterseelenallein" - Irmgard Knef in der Bar Jeder Vernunft
Jana Scheerer

Nach dem Tod ihrer Schwester bleibt Irmgard Knef allein zurück - und kann doch immerhin das tragische Ereignis nutzen, um mit eigenen Songs aus dem "Li(e)dschatten" der erfolgreichen Hilde zu treten



"Auf dem langen Lauf zu mir selbst habe ich mir meistens ein Taxi genommen", verkündet Irmgard Knef, und wir glauben es ihr gerne. "Wenn Geld da war", setzt sie nach, "also bin ich meistens doch gelaufen."

Das ist charakteristisch für Irmgard Knef und den ihr eigenen Humor: Immer wenn man gerade dachte, sie beim Kalauern erwischt zu haben, setzt sie noch einen drauf und rettet die Pointe, auf die meist ein "Wennse wissen, was ich meine" folgt. Und weil Irmgard so selten Geld für ein Taxi hat, laufen ihr in ihrer "Wahlheimat" Kreuzberg ständig die eigenartigsten Leute über den Weg, von denen sie in ihrem Programm "Schwesterseelenallein" singend und nuschelnd erzählt.

Denn in Aussprache und Singstimme steht sie ihrer berühmten Schwester nicht nach. So wundert es eigentlich, dass Irmgard nur eine größere Sprechrolle erhielt - bei der Telekom. Na ja, Hilde hatte den Markt wohl schon gesättigt. Um so hungriger ist Irmgard: Nach Erfolg, nach jungen Männern, nach Applaus. Den bekommt sie in der Bar Jeder Vernunft reichlich - völlig zu Recht.

Ulrich Michael Heissig hat mit Irmgard Knef eine schlicht geniale Kunstfigur erschaffen: Anstatt eine reine Hildegard-Knef-Parodie hinzulegen - die er im übrigen perfekt beherrscht - vermeidet er die Klischeefalle und gewinnt mit Irmgard auch noch jede Menge dazu: Erfolglose Charaktere sind immer Sympathieträger, und die Art, mit der Irmgard zwischen Bewunderung und Neid auf die erfolgreiche Schwester blickt, reizt zwangsläufig zum Lachen.

Mit eigenen Songs emanzipiert sich Irmgard auch musikalisch von ihrer Schwester - und trifft doch immer genau den Hilde-Ton. So sollten Hildegard Knef-Fans vom 12. bis zum 24. September in die Bar Jeder Vernunft pilgern - und Irmgard Knef-Fans natürlich erst Recht. Denn aus dem Schatten der Schwester ist Irmgard schon lange getreten. Wennse wissen, was ich meine.




Irmgard Knef
Schwesterseelenallein

12.09.2003 - 24.09.2003
Di- Sa 20.30 Uhr, So 19.30 Uhr
Bar Jeder Vernunft
Schaperstraße 24
10719 Berlin
www.bar-jeder-vernunft.de
Karten-Telefon 030-883 15 82 oder reservierungen@bar-jeder-vernunft.de
Karten inkl. aller Gebühren: VVK € 20,00 / 25,00, Abendkasse € 17,40 / 21,70

Kultur Beitrag vom 11.09.2003 AVIVA-Redaktion 

   




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