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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 05.06.2007

Ganges – Fluss zum Himmel
Stefanie Denkert

Regisseurin Gayle Ferraro begleitet in diesem Dokumentarfilm indische Familien und ihre todkranken Angehörigen zu dem Fluss, der ihre letzte Ruhestätte werden soll. Filmstart: 7. Juni 2007



Die jahrhundertealte Stadt Varanasi, einer der wichtigsten Plätze des Hindu-Glaubens, liegt am Fluss Ganges. Hierhin hat Regisseurin Gayle Ferraro vier indische Familien beleitet, die ihre todkranken Angehörigen in ein 1958 gegründetes Sterbehospiz am Ganges bringen, um ihnen den Wunsch nach dem Ganges als letzter Ruhestätte zu gewähren. Nach Hindu-Glaube kommt die Seele direkt in den Himmel, wenn der Leichnam im Ganges begraben wird - somit umgeht die/der Tote die Bürde der Wiedergeburt. In Varanasi, dem religiösen Herzen von Indien, glaubt man, dass die Göttin Ganga selbst wird kommen, um die Seele der Toten ins Jenseits zu überführen.

Dem Glauben der Hindus nach ist in der Stadt Varanasi (früher: Benarsi) die Macht von Ganga, der hinduistischen Gottmutter des Ganges, am größten. Mit jeder Morgendämmerung ruft Ganga ihre Kinder an die weltberühmten Ghats, die Stufen welche kilometerlang direkt zum Wasser des Flusses hinabführen. Tausende Gläubige reinigen täglich im spirituellen Sinne ihre Körper mit dem verschmutzten Wasser des Ganges. WissenschaftlerInnen überwachen die Kolibakteriendichte im bisweilen von Fäkalien stark überlasteten Gangeswasser. Erst seit wenigen Jahren untersuchen ChemikerInnen regelmäßig die Schadstoffwerte des Ganges-Wassers. Obwohl auch die indische Kultur sich verändert, und trotz der starken Wasserverschmutzung, bleibt der Ganges eine wichtige Anlaufstelle für viele Millionen Menschen.

Gayle Ferrara zeigt, wie die EinwohnerInnen der Millionenstadt Varanasi darum bemüht sind, aus den Notwendigkeiten der religiösen Gäste und der TouristInnen ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie sind Geistliche, MüllarbeiterInnen, BettlerInnen, AndenkenhändlerInnen, Kindermädchen. Die unterste Kaste in Varanasi organisiert das Verbrennen der Leichen am Flussufer im Sinne der Traditionen, darüber hinaus wollen die Angehörigen mit ihnen allerdings nichts zu tun haben.

AVIVA-Tipp: Mit "Ganges - Fluss zum Himmel" ist Gayle Ferraro ein bewegender Dokumentarfilm gelungen. Ferraro dokumentiert objektiv die außergewöhnliche und weltweit einmalige spirituelle Bindung dieses Volkes an einen Fluss, die für Menschen außerhalb des indischen Kulturkreises schwer nachvollziehbar ist.

Auszeichnungen
Fort Lauderdale International Film Festival (Special Jury Award)
Reel Women International Film Festival (Best Documentary)


Ganges – Fluss zum Himmel
Original-Titel: GANGES: River to Heaven
Länge: 80 Minuten
Sprachen: Hindi and English
Untertitel: Deutsch
Documentarfilm USA/Indien, 2004
Verleih: Kinostar

Weitere Infos finden Sie unter: www.gangesrivertoheaven.com


Kultur Beitrag vom 05.06.2007 AVIVA-Redaktion 

   




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