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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 14.08.2006

Die Dreigroschenoper im Admiralspalast - Mitten in Berlin!
Tatjana Zilg

Ab dem 11.08.2006 kann im frisch renovierten Admiralspalast eine außergewöhnliche Inszenierung von dem Brecht-Klassiker bewundert werden. Campino, Jenny Deimling und Katrin Sass in den Hauptrollen



Das Theaterereignis der Zwanziger Jahr findet seinen Weg erneut in die Mitte Berlins, unter der künstlerischen Leitung von einer schillernden Persönlichkeit: Dem Theater- und Filmschauspieler Klaus Maria Brandauer, der nach zahlreichen Erfolgen auf deutschsprachigen Bühnen in den 60er Jahren seinen Weg in die glamouröse Hollywood-Filmwelt fand. Er spielte in „The Salzburg Connection“, im James Bond Streifen „Never Say Never Again“, in „Out Of Africa“, „White Fang“, „Streets Of Gold“, „Rembrandt“ und „Introducing Dorothy“, und etablierte sich bald auch als Regisseur, nachdem er „Georg Elser - Einer aus Deutschland“ und „Mario und der Zauberer“ von Thomas Mann verfilmte.
Seit 1972 ist er Mitglied am Wiener Burgtheater auf Lebenszeit.
Die Neuinszenierung eines der meist aufgeführten Theaterstücke lebt auf dem ersten Blick vor allem von dem hervorragenden Ensemble. Campino, Sänger von den Toten Hosen und Held mehrer Punk-Generationen, gibt sein Schauspieldebut in der Rolle des Mackie Messer. Allein die Frage, wie der temperamentvolle Rockkonzert-Boxen-Kletterer und intelligente Deutsch-Punk-Texteschreiber seine Energie und seinen ganz speziellen, jungenhaften Charme in die Herausforderung einer hochkarätigen Bühnenhauptrolle umsetzt, wird genügen, die Publikumsränge an vielen Abenden vollbesetzt werden zu lassen.

Ein Ur-Berliner Talent ist an seiner Seite zu sehen: Jenny Deimling in der Rolle der Lucy. Zu den besonderen Fähigkeiten, die ihre Künstleragentur neben der Schauspielerinnnen-Vita aufführt, gehört neben Englisch auch Berlinerisch. Und das ist eben nicht nur ein Akzent, sondern Ausdruck eines ganz besonderen Erfahrungshintergrund. Aufgewachsen im geteilten Berlin, absolviert sie ihre Schauspielspielausbildung im Theaterverein 1990 Berlin, in einer Stadt und zu einer Zeit, in der das kreative Experiment eine der bestimmenden Lebensformen ist. In der freien Theaterszene der Hauptstadt ist die junge Schauspielerin immer noch unterwegs, zuletzt in Mathias Stielers Inszenierung von „Die Frau vom Meer“. Zugleich ist sie aber auch längst auf den Bühnen, Fernsehschirmen und Kinoleinwänden der gesamten Republik angekommen: Am Maxim Gorki Theater spielt sie in „Top Girls“ von Caryl Churchill, am Theater Brandenburg nimmt sie das Publikum in der Klassiker-Rolle des Gretchen ein und ist in der Inszenierung des U-Bahn-Musicals „Linie 1“ zu erleben. Wer zumeist doch lieber im Kino- als im Theatersessel sitzt, wird sie in der weiblichen Hauptrolle der Komödie über die weltfremden Mönche - „Vaya Con Dios“ - in guter Erinnerung haben.

Ihre Rivalin im Kampf um das Herz von Gangster-Lover Mackie Messer wird gespielt von Birgit Minichmayer, die nach ihrem Debut in Schnitzlers „Reigen“ an der Burg 1999 in die erste Liga deutscher Theatergrößen aufgestiegen und seit 2004 im Ensemble von Castorfs Volksbühne zu sehen ist. Sie beeindruckte bereits als Ophelia in der „Hamlet“-Inszenierung von Klaus Maria Brandauer.
Jetzt spielt sie die Polly Peachum, Tochter von Jonathan Peachum, dem Inhaber der Firma „Bettlers Freund“ , in der Londons Bettler organisiert sind und gegen Abgabe der Hälfte ihrer Einnahmen Hilfsmittel und Unterstützung erhalten sollen.
Sie entflieht ihrem strengen Vater, um in einem Pferdestall ohne seine Einwilligung Mackie Messer das Ja-Wort zu geben. Aber ihr Vater kennt keine Gnade
und verrät vor lauter Wut ihren frisch-anvertrauten Ehegatten der Polizei.
Im Gefängnis wird er von Lucy, eine seiner früheren Geliebten und die Tochter des Polizeichefs, besucht . Mit Charme und Raffinesse überzeugt er sie, ihm bei der Flucht zu helfen.

Eine Großstadt zwischen Glanz, Straßenkampf und Wirtschaftskrise, zwischen Aufbruch und Abgrund - die Grundmotive des Brecht-Stückes sind aktueller denn je und finden im neu sanierten Admiralspalast den optimalen Aufführungsort.
Während der Goldenen Zwanziger wurde er als eine glänzende Kultur- und Vergnügungsstätte weltweit bekannt. Nach der Wende erfuhr das traditionsreiche Gebäude jedoch einen Abstieg ins Ungewisse und gelangte auf die Abwicklungsliste des Senats. Nach einer zweijährigen Intendanz von René Kollo wurde das Metropol-Theater - zu dem der Admiralspalast während der DDR-Zeit umgewandelt wurde - am 31. Juli 1997 geschlossen und stand fast zehn Jahre lang leer. Nach zahlreichen Protesten und Unterschriftenaktionen gegen den bevorstehenden Abriss entscheidet der Senat, den Gebäudekomplex als Kulturstandort zu erhalten.

Und zum Glück fand sich ein mit der urbanen Hauptstadtkultur äußerst erfahrener Käufer: Falk Walter, Betreiber der arena Berlin am Treptower Park.
Zusammen mit drei weiteren Gesellschaftern, Joachim Barth, Marcus Flügge und Jón Tryggvason, gründete er die Admiralspalast Produktions GmbH. Ihr mutiges und anspruchsvolles Konzept sieht eine langfristige kulturelle Nutzung völlig ohne Subventionsleistungen vor. Für „Die Dreigroschenoper“ wurde die Deutsche Bank als Hauptsponsor gewonnen.

Der 1911 errichtete Gebäudekomplex soll zu einer multifunktionellen Vergnügungsstätte entwickelt werden. Ziel ist ein hochwertiges und vielseitiges Programm rund um die Uhr anzubieten, das von großen Theaterproduktionen, Konzerten, Galas, Shows, Partys bis zu Jazzabenden und DJ-Sets reicht.
Neben dem großen Admiralspalast Theater wird das Admiralspalast Studio,
ein kleinerer Theater- und Konzertraum, das Admiralspalast Grand Café,
der Admiralspalast Club, die Galerie- und Konzerträume im Admiralspalast Foyer 101 und das aus eigener Solequelle gespeiste Admiralsbad in den kommenden Monaten eröffnet werden.

Zum 50. Todestag von Bertolt Brecht:
Klaus Maria Brandauer inszeniert
Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht und Kurt Weill


Initiator und Produzent: Lukas Leuenberger
Ensemble: Gottfried John, Katrin Sass, Birgit Minchmayer, Campino, Michael Kind, Jenny Deimling, Maria Happel, Walter Schmidinger, Hans-Jürgen Alf, Moritz Berg, Oli Bigalke, Jens Wassermann, Stephan Korves, Arno Waschk, Paul Sigmund, Romanus Fuhrmann, Monica Anna Cammerlander, Manuela Grabowski, Barbara Lehner, Ellen Schieß, Tatjana Skade, Maximilian Brockstedt, Florian Lebek

Mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg

Admiralspalast Berlin
Friedrichstraße 101 - 102
Berlin-Mitte
in unmittelbarer Nähe vom Bahnhof Friedrichstraße

Spielzeit:
11. August bis 24. September 2006
Dienstag bis Samstag 20.00 Uhr bis ca 22.00 Uhr
Sonntag 18.00 Uhr bis ca. 20.00 Uhr


Vorverkauf:
Karten unter 030-47997499
sowie deutschlandweit an allen bekannten Vorverkaufsstellen, direkt im Admiralspalast oder auf der Website

www.die-dreigroschenoper.de

www.admiralspalast.de

Kultur Beitrag vom 14.08.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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