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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 06.09.2006

Sehnsucht
Tatjana Zilg

Zwei Frauen, ein Mann - Liebe, Zuneigung, sanfte Leidenschaft wird zur stillen Verzweiflung, abgelöst durch zarte Hoffnungsschimmer. Melodram aus der deutschen Gegenwart. Regie: Valeska Grisebach



Der Neue Deutsche Film sorgte bei der diesjährigen Berlinale wieder für viele positive Überraschungen. Schon im Vorfeld berichteten die Medien begeistert von der unerwarteten Aufnahme eines mit nonkonformer Methode verfilmten Melodrams
in den offiziellen Wettbewerb. Der Regisseurin Valeska Grisebach gelang mit ihrem zweiten Film „Sehnsucht“ der Sprung in die meistbesuchte Sektion des Filmfestivals. Erst 2001 betrat sie die Spielfilm-Szene mit ihrem Debut „Mein Stern“, welches u.a. mit dem First-Steps-Award 2001, als bester Film auf dem Torino International Filmfestival 2002 und mit dem Kritikerpreis auf dem Toronto Film Festival ausgezeichnet wurde.
„Mein Stern“ erzählt mit reduktiver Stilistik über die erste Liebe, die sich zwischen zwei Jugendlichen anbannt, und wurde mit LaienschauspielerInnen und nach einer aufwändigen Interviewrecherche gedreht.

Diesen beiden Grundsätzen blieb Valeska Grisebach auch mit „Sehnsucht“ treu:
Um zu ihrer Geschichte zu finden, führte sie über 200 Interviews mit Menschen auf der Straße durch, und entschloss sich nach einem intensiven Casting-Prozeß wieder für drei LaienschauspielerInnen in den Hauptrollen.

Eine nahezu archaische Geschichte ist entstanden: Ein junger Mann lebt relativ glücklich mit seiner hübschen Frau, die sehr bodenständig und selbstbewusst wirkt, in einem Dorf auf dem Land. Bei seinen Einsätzen mit der freiwilligen Feuerwehr wird er mit tödlichen Unfällen konfrontiert. Eines Tages fährt er zu einer Feier der freiwilligen Feuerwehr in die Kreisstadt.
Als er am nächsten Morgen aufwacht, findet er sich am Küchentisch einer fremden Frau wieder. Eine sanfte Affäre entsteht, aus der er sich - aufgrund seines schlechten Gewissens gegenüber seiner Ehefrau - versucht wieder herauszuziehen. Doch Gefühle sind nicht kontrollierbar und die Schicksalsfäden gleiten ihm langsam
aus der Hand.

AVIVA-Tipp: Sensible Beobachtung, lange Kameraeinstellungen, die Sprache auf das Wesentliche reduziert - die ganz besondere Stilistik konfrontiert die ZuschauerInnen mit den existenziellen Fragen, die von der Geschichte aufgeworfen werden.
Wie wird sich der Mann entscheiden? Wie gehen die Frauen damit um? Was löst die Sehnsucht in ihnen aus? Dennoch wird der Film nie zu tragisch oder zu schwer, wozu auch die augenzwinkernde Pointe ganz am Ende viel beiträgt und das Kinopublikum mit einem heiter-nachdenklichen Grundgefühl in den Alltag entlässt.

Lesen Sie auch unser Interview mit der Regisseurin Valeska Grisebach.

Sehnsucht
Deutschland 2006, 88 Minuten
Regie: Valeska Grisebach
Drehbuch: Valeska Grisebach
SchauspielerInnen: Andreas Müller (Markus), Ilka Welz (Ella), Anett Dornbusch (Rose), Jan Günzel, Harald Kuchenbecker, Ilse Lausch, Erika Lemke, Viola Hoffmann, Petra Lemke, Bernd Liske, Petra Müller, Detlef Baumann, Doritha Richter, Hartmut Schliephacke, Bernd Wachsmuth, Christa Wachsmuth, Karin Wachsmuth, Markus Werner
Filmstart: 07.09.2006
Verleih: Pfiffl Medien

www.sehnsucht-der-film.de

Kultur Beitrag vom 06.09.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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