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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 16.11.2006

Scoop – Der zweite London-Film von Woody Allen
Tatjana Zilg

Eine Journalistik-Studentin bekommt Karrierehilfe aus dem Jenseits: Reicher High-Society-Spross unter Verdacht, der langgesuchte Tarotkarten-Mörder zu sein. Mit Scarlett Johansson



"Ich dachte an die Murder Mystery Stories, die mir gefielen, als ich jünger war, egal ob die komisch waren, oder, häufiger, ernst. Einer meiner eigenen Lieblingsfilme ist Manhattan Murder Mystery – ich mag diese Art Filme. Ich mochte die Thin Man – Filme, als ich sie als junger Mann sah, ebenso Bob Hopes Murder Mysteries, und natürlich die Hochspannung von Hitchcock, die ganze Palette bis zu anderen guten Filmen, die im Lauf der Jahre entstanden.
Wissen Sie, wenn Sie einen komischen Film drehen, können Sie nicht so effektiv sein wie bei einem ernsten Film. Aber ich konnte nichts dagegen tun – dies hier war ein komischer Film, ich wollte ihn leicht, teilweise sogar derb. Es ist ein Film, der mir selbst Spaß macht, wenn ich ihn anschaue – und es machte mir Spaß, ihn zu realisieren. Dass das Publikum ebenso fühlt, kann ich nur hoffen"
beschreibt Woody Allen, der Regisseur mit einer der umfangreichsten Filmographien unserer Zeit, seinen zweiten Film, den er nicht in Amerika drehte, sondern in Good Old Europe.

"Scoop" ist in der Tat ein sehr witziger Film, und hat gleichzeitig in seinen besten Momenten einen Suspense-Faktor wie ein Hitchcock-Thriller. Damit unterscheidet er sich deutlich vom Vorgängerwerk "Matchpoint", das einen für Woody Allen erstaunlich ernsten Tenor hatte.
Denn diesmal ist die Handlung auch wieder viel offener gestaltet, die krimispezifischen Fragen: "Ist er der Mörder oder ist er es nicht?“ und „Ist unsere Heldin in höchster Gefahr oder erlebt sie die Liebe ihres Lebens?" bleiben bis zum letzten Akt unbeantwortet. Britisch eingefärbter Humor kommt vor allem durch den Show-Magier Sid Waterman ins Spiel – und kein anderer als der Regie-Meister selbst glänzt in dieser Rolle, die er der oft etwas voreiligen Hauptprotagonistin Sondra Pransky (Scarlett Johansson) als väterlichen Schutz zur Seite gestellt hat.

Die Journalistik-Studentin ist zu Besuch bei ihrer englischen Freundin in London. Als sie eine Interviewgelegenheit mit einem bekannten Regisseur vermasselt, nimmt diese sie zur Ablenkung am Abend mit zur Magie-Bühnenshow von Splendini alias Sid Waterman. Der holt Sondra auf die Bühne, um sie in einer Box zu "entmaterialisieren", und ausgerechnet in diesem Kasten erscheint der fassungslosen jungen Frau der tote Reporter Joe Strombel (Ian McShane). Zwar sagen ihr Namen und Fakten, die er ihr anvertraut, zunächst gar nichts. Aber die Infos aus dem Jenseits könnten ihr vielleicht zu einem journalistischen Knüller verhelfen - ihr Jagdinstinkt ist geweckt.

Sie hängt sich an die Fersen von Peter Lyman (Hugh Jackman), den Joe Strumbel ihr als den Tarotkarten-Mörder nannte – ein psychopathischer Killer, der London seit einiger Zeit in Angst und Schrecken versetzt. Als Verstärkung gewinnt sie nach anfänglichen Widerstreben Sid Waterman, der ursprünglich auch von der anderen Seite des Atlantiks kommt. Zu zweit forcieren sie die Bekanntschaft von Peter Lyman, der aus einer angesehenen Londoner Familie stammt. Er entpuppt sich als alles andere als ein introvertierter Einzelgänger, dem die grausame Mordserie zuzutrauen wäre. Er ist äußerst charmant, bald sind er und die Nachwuchsreporterin ein Paar - zur großen Besorgnis von Sid Waterman. Denn dass Psychopathen schwer zu durchschauen sind, soll Sondra, die sich nun als Jade Spence ausgibt, nicht unbedingt am eigenen Leib erfahren.

Es entwickelt sich ein amüsantes und spannendes Wechselspiel, das äußerst kurzweilig und mit vielen überraschenden Wendungen verfilmt wurde.

In der Hauptrolle brilliert Scarlett Johansson, die schon in "Matchpoint" überzeugte und derzeit als eine der talentiertesten Jungschauspielerinnen Hollywoods gilt.
Scoop wurde von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden mit dem Prädikat "Besonders Wertvoll" ausgezeichnet.

AVIVA-Tipp: Woody Allen verspricht nicht zuviel. Sein neuer Film ist gekonnte Unterhaltung mit Tiefgang, die Spaß macht und gleichzeitig viel Nervenkitzel bereithält.

Scoop – Der Knüller
Großbritannien/USA 2006
Regie: Woody Allen
Drehbuch: Woody Allen
DarstellerInnen: Scarlett Johansson, Hugh Jackman, Woody Allen, Ian McShane, Jody Halse, James Nesbitt, Robyn Kerr, Kevin McNally, Colin Salmon
Verleih: Concorde Filmverleih
Kinostart: 16.11.2006

Die offizielle US-Website: www.scoopmovie.net

Kultur Beitrag vom 16.11.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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