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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 01.02.2007

57. Berlinale – 30. Generation
Tatjana Zilg

Aus dem Kinderfilmfest wurde "Generation"! Zum 30. Jubiläum präsentiert sich der Festival-Spass für groß und klein im neuen Gewand. Riesenspektrum an Themen und Genres. Fantasy-Film zur Eröffnung



Seit der Einführung von 14 plus, der Unter-Sektion für Jugendliche, wurde die Zielgruppe von Kindern bis zu jungen Leuten um die 20 erweitert. Die Namensänderung betont den Fokus auf aktuelle Trends und innovative Filme, die sich nicht im klassischen Kinderfilm-Genre einreihen lassen.

Sehr vielseitig sind die Themen und die Art der filmischen Umsetzung bei den insgesamt 25 Spielfilmen aus 22 Ländern, darunter drei Weltpremieren und zehn internationale Premieren. Ergänzt wird das Programm von 21 Kurzfilmen aus 13 Ländern, in denen pointiert Einblick gewährt wird in den Alltag von Kindern aus aller Welt. Besonders unter die Haut geht beispielsweise "Land gewinnen" (Regie: Marc Brummund), ein 20minütiges deutsches Mini-Drama über Mischa, Sohn eines illegal in Hamburg lebenden russischen Ehepaares, der offiziell nicht eingeschult werden darf.

Dieses Jahr sind in sehr vielen Spielfilmen Mädchen die Heldinnen, in 14 plus spielt dabei natürlich auch erste aufkeimende Liebe eine wichtige Rolle.

Im Eröffnungsfilm für K plus - "The Last Mimzy" - ist Emma (Rhiannon Leigh Wryn) die Hauptperson. Erst 5 Jahre alt, sieht sie die Welt mit neugierigem und unbefangenem Blick. Als sie mit ihrem 10jährigen Bruder Noah am Strand eine geheimnisvolle Box findet, wird der Inhalt schnell zum neuen Spielzeug: Einige kristalline Steine und das große Stoffkaninchen Mimzy, das mit Emma spricht. Die beiden Geschwister entdecken, dass sie ihre Umgebung auf viel feinere Art und Weise wahrnehmen können als zuvor und beginnen mit erstaunlichen Experimenten, mit denen Noah in der Schule auffällt. Zunächst freuen sich die Eltern, dass ihre Kinder für hochbegabt eingeschätzt werden, doch dann beginnt Emma zu schweben und es kommt zu einem Elektrizitäts-Blackout in der Stadt. Nicht nur die Familie will nun dringend herausfinden, woher Mimzy kommt und was ihre ursprüngliche Aufgabe ist.
Ein Fantasy-Märchen, das in der heutigen Zeit angesiedelt ist und auch einige Science Fiction-Elemente enthält. Die Auflösung ist erstaunlich und gleichzeitig auch ein Appell an einen sensibleren Umgang mit der Umwelt. Mit raffinierter Tricktechnik umgesetzt von Regisseur Robert Shaye (USA).

Pferdenärrinnen gibt es seit jeher viele unter den kleinen Kinogängerinnen. Sie werden sich besonders über "Trigger" (Regie: Gunnar Vikene, Norwegen/Schweden/Dänemark) freuen, die Geschichte von einem Mädchen, dass Pferde über alles liebt, aber dennoch Angst vor ihnen hat. Ein entlaufenes Rennpferd ermöglicht ihr, sich selbst zu vertrauen und die Nähe zu den großen Tieren aufzubauen, die sie sich schon immer gewünscht hat.

Musik und Tanz spielt diesmal in vielen Filmen eine große Rolle.
"Love & Dance" (Regie: Eitan Anner, Israel) erzählt die Geschichte von dem 13jährigen Chen (Vladimir Volov), Sohn eines israelischen Vaters und einer russischen Mutter. Die Familie lebt in Ashdod, einer Stadt, die durch die vielen EinwanderInnen aus der ehemaligen Sowjetunion gespalten ist. In einer Tanzschule sieht er das russische Mädchen Natalie zum ersten Mal. Um in ihrer Nähe zu sein, belegt er einen Kurs in Standardtanz. Eigentlich ist Judo sein Lieblingssport, aber er ist bald fasziniert von dieser neuen Welt der rhythmischen Schritte und beginnt mit einem anderen Mädchen, Sharon, zu trainieren. Natalie scheint zunächst in festen Händen: Ihr Tanzpartner ist der tyrannische Artur. Aber Chen gibt nicht auf und versucht alles, um mit ihr näher in Kontakt zu kommen.

Für den Jugendfilm-Wettbewerb 14 plus wurde ein Musical-Drama über eine Girlie-HipHop-Gruppe als Eröffnungsfilm ausgewählt. Regisseurin Tata Amaral aus Brasilien startete ihre internationale Karriere vor zehn Jahren im Forum der Berlinale mit dem Spielfilm "Um Céu De Estrellas".
In "Antônia" inszeniert sie die Höhen und Tiefen, die vier brasilianische Mädchen auf dem Weg zu ihrem Traum vom großen Erfolg in der Musikbranche durchgehen müssen. Sie kennen sich, seit sie denken können, und als starke Clique im Alltag ist ihnen auf der Bühne bloß Backgroundgesang nicht genug. Talent und Hartnäckigkeit gewinnen, und sie werden zu einer eigenen Band, die von Liebe singt und im selben Atemzug Gegner in den Dreck rappen kann.

Das Leben in einem diktatorischen System und die kleinen und großen Widerstände sind Thema von "Cum Mi-Am Petrecut-Sfars,itul" ("The Way I Spent The End Of The World", Regie: Catalin Mitulescu). Die 17 jährige Eva (Dorotheaa Petre) muss die Schule verlassen, weil sie mit ihrem Freund Alex versehentlich ein Statue von dem rumänischen Diktator Ceausescu zerbrochen hat. Sie begegnet Andrei, Sohn einer Familie, die als regimefeindlich gilt. Die beiden jungen Leute fühlen sich voneinander angezogen, aber Eva wird auch von Alex, der als Polizisten-Sohn einen hohen sozialen Status hat, umworben.

Ein Film über das Leben im Kibbuz ist "Sweet Mud" (Regie: Dror Shaul, Israel). Wenn der zwölfjährige Dvir (Tomar Steinhof) sich aufs Rad schwingt und hinaus in die Wiesen fährt, erscheint ihm die Welt viel größer als er immer dachte. Hier ist nichts zu spüren von der Enge, die sein Kinderhaus im Kibbuz verströmt. Seine Mutter liegt in einem abgedunkelten Raum, regungslos in ihren Gedanken versunken. Auch sie träumte einst von der Weite, die sie im Kibbuz selbst suchte. Wie alle vermachte sie Hab und Herz, um fortan in Gleichheit und Gemeinschaft zu leben. Als sie aber Stephan zu sich holte – für Dvir wie ein Vater – war im Kreis der Kibbuzniks kein Platz für die Liebe mit einem fremden Nichtjuden. Von dem Tag an sah Dvir seine Mutter fast nie mehr lachen, bis heute. Der utopische Traum und sein Scheitern sind zwei Extreme, die im Kibbuz Bet Gvurot als Nachbarn wohnen. Dvir weiß, dass die Welt viel größer ist. Er schwingt sich aufs Rad, und schon auf dem Feldweg ist er nicht mehr allein.


Kultur Beitrag vom 01.02.2007 AVIVA-Redaktion 

   




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