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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 07.08.2006

Martin Munkácsi - Berlin - Budapest - New York
Jana Muschick

Er revolutionierte die Modefotografie und beeinflusste das Bild der modernen, selbständigen und dynamischen Großstadtfrau. Retrospektive des jüdischen Fotografen im Martin-Gropius-Bau bis 06.11.2006



Dort werden mehr als 350 Fotografien Munkácsis aus den Jahren 1923 bis 1963 gezeigt. Unter diesen großartigen Aufnahmen befinden sich 300 Originalabzüge. Er fotografierte SportlerInnen und TänzerInnen in Aktion. Für die Berliner Illustrierte reiste er in die Türkei, nach London, New York, Sizilien und Ägypten. Sowohl Fred Astaire, Jean Harlow als auch Katharine Hepburn und Marlene Dietrich gehörten zu seinen Bildobjekten.

Er war der bestbezahlte Starfotograf seiner Zeit. Martin Munkácsis (1896-1963) Erfolgsstationen waren Budapest, Berlin und New York. Seine Karriere begann in Ungarn, wo er sich als junger Reporter aus ärmeren Verhältnissen durch Berichte und Fotos von Sportereignissen einen Platz im Sportjournalismus schuf. 1928 kam er nach Berlin. Der Zeitungsmarkt war groß und die Berliner Redakteure pflegten engen Kontakt zu ihren ungarischen Nachbarn. Munkácsi machte in dieser Zeit Fotos für die Mode-Magazine Die Dame, in Koralle, Uhu und auch anderen ausländischen Blättern.

Der jüdische Journalist war anfangs einer unter vielen. Doch er setzte das statische Medium der Fotografie in Bewegung. Munkácsi verlieh seinen Bildern eine Dynamik, die vorher nicht da gewesen war. So avancierte er zu einem der begehrtesten Fotografen seiner Zeit. Er arbeitete für das damals größte Blatt der Welt. Die Berliner Illustrierte war mit zwei Millionen Auflagen ein Tummelplatz für die besten Journalisten. Munkácsi selbst bezeichnete sich als "Mädchen für alles". Er schaffte es mit Hilfe seiner Kamera, aus vielen Alltagsereignissen wundervolle Momente in Bildern festzuhalten.

Seine drei Leidenschaften waren der Fußball, der Tanz und natürlich die Frauen. Dadurch, dass er die Menschen seiner Fotografie nicht starr darstellen wollte, sondern in allen seinen Aufnahmen die Bewegung der "Objekte" die bedeutendste Rolle spielte, wurde er zu einem der hervorragendsten Vertreter des "Neuen Sehens" und der Moderne in der Fotografie.

Im Jahre 1933 musste Munkácsi nach Amerika emigrieren. Er arbeitete damals für Harper´s Bazaar und für Ullstein. Obwohl ein Großteil seiner jüdischen KollegInnen bereits aus ihren Berufen gedrängt worden war, blieb der talentierte Fotograf vorerst weiter für Ullstein tätig. Er erhielt im November 1933 sogar noch einen 6-Monatigen Vertrag von Harper´s Bazaar, der von ihm aber nicht mehr wahrgenommen werden konnte.

Seine Tochter, Joan Munkácsi (58), sagte: Er wäre ohne die Nazis nie aus Deutschland weggegangen. Als er ging, war er angewidert und wütend und wusste, dass alles nur schlimmer werden würde. (Berliner Illustrierte Zeitung, 30. Juli 2006)

Zahlreiche Aufnahmen des Starfotografen wurden kein zweites Mal veröffentlicht >und sind heute nahezu unbekannt. Durch den Wandel des Zeitgeschmacks und die Veränderungen in der Fotografie erhielt er zunehmend schlechtere Aufträge.

Martin Munkácsi starb 1963 beim Besuch eines Fußballspiels in New York an einem Herzinfarkt. Obwohl er einer der größten Fotografen seiner Zeit gewesen war, geriet er viel zu schell in Vergessenheit.

AVIVA-Tipp: Eine großartige Ausstellung mit vielen bewegten und bewegenden Bildern. Ein Ausblick in eine Zeit, die heute nur noch aus Büchern beschrieben wird. Munkácsis Berlin- Budapest- New York ist ein Muss für alle FotografInnen und alle, die starke Kontraste und dynamische Aussichten lieben.



Martin Munkácsi
Berlin-Budapest-New York

05. August bis 06. November 2006
Öffnungszeiten:
Bis 04. September 2006: Do., Fr., Sa.: 10.00 - 21.00 Uhr
Ab 06. September 2006: Mittwoch - Montag 10.00 - 20.00 Uhr
(Dienstag geschlossen)
Dienstag, 03.11.2006 geöffnet
Eintritt:
6 Euro / erm.: 4 Euro
Familienkarte: 12 Euro
Gruppen (ab 10 Personen) p.P.: 4 Euro
Martin-Gropius-Bau
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin
Anmeldung: www.fuehrungsnetz.de
Zur Ausstellung ist der Katalog Martin Munkácsi, erschienen im Steidl-Verlag, zu einem Preis von 48 Euro erhältlich

Kultur Beitrag vom 07.08.2006 Jana Muschick 

   




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