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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 10.12.2003

Unzertrennlich - Stuck on you
Iris Wegner

Bobby und Peter Farrelly´s Film erzählt die Geschichte zweier Brüder: Bob und Walt. Ihre Verbindung ist trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere unlösbar. Sie sind siamesische Zwillinge



Die Komödie der Gebrüder Farrelly behandelt ein außergewöhnliches Thema: das Leben siamesischer Zwillinge. "Die Idee ist bereits 13 Jahre alt," merkt Bobby Farrelly an. "Dabei war es wichtig, sicher zu stellen, dass die Zwillinge nicht Inhalt billiger Witze werden - im Gegenteil. Sie sollten Gewinnertypen sein."

Mit Academy Award Gewinner Matt Damon in der Rolle des Bob und dem für den Oscar nominierten Greg Kinnear in der Rolle des Walt fanden die Regisseure das Team, das sie suchten. Die Schauspieler entwickelten eine Körperlichkeit, die mit glaubhaften Synchronchoreographien erzählt, dass diese zwei Menschen bereits ihr ganzes Leben teilen. Sie meistern es mit Schwung und Humor.

In Martha´s Vineyard betreiben sie gemeinsam ein Fast-Food Restaurant, das "Quikee Burger", in dem die Brüder mit viel Spaß und Synchronakrobatik die Küchenarbeit bewältigen. Am Feierabend stehen Bob und Walt erfolgreich im Tor des örtlichen Eishockey Vereins.

Während Walt bei einem One Night Stand mächtig bei der Sache ist, sitzt Bob hinter dem kleinen Vorhang der ihr Doppelbett trennt, und schreibt eine E-Mail an seine platonische Liebe May (gespielt von der Neuentdeckung Wen Yann Shih), die er aus einem Chatroom kennt.
Die Brüder sind sehr verschieden, doch kein Konflikt kann sie wirklich entzweien.
Als Walter beschließt, nach Hollywood zu gehen und Schauspieler zu werden, geht Bob natürlich mit. Dort befreunden sie sich schnell mit ihrer sexy Nachbarin. (Eva Mendes).

Bald laufen die beiden Cher (herself) in die Arme. Diese engagiert Walt für eine Serie, um diese zu sabotieren. Mit einem Freak als Co-Star hofft sie auf schlechte Einschaltquoten, um so von dem Vertrag entbunden zu werden. Sie ärgert sich nicht schlecht, als die Serie ein voller Erfolg wird.

Cher stellt in diesem Film nicht nur einmal mehr ihre Wandlungsfähigkeit unter Beweis, sondern auch die Fähigkeit, sich selbst zu karikieren. Denn hier wird die Zicke die sie spielt (und die sie privat nicht ist, wie die Regisseure versichern) erst gegen Ende des Films sympathisch.

"Überlege genau, was du am allerliebsten tun würdest und dann tu´ es."
Diesen kostbaren Tipp bekommt Walt von Cher persönlich. Lange Kameraeinstellung auf den Star, eine ebenso lange Sequenz auf Greg Kinnears Gesicht und Cut.
"So, genug gedacht für heute", um mit Robert Skupins Worten zu schreiben.

Inhaltlich ist dieser Streifen fast unerträglich oberflächlich. Wenn die Brüder als gut eingespieltes Team prügeln, Auto fahren, Damen verführen und Burger produzieren, fragt man sich, ob dieser Aktionismus möglich ist, wenn man sich 20cm Haut und eine Leber teilt. Der Humor solcher Szenen geht auf Kosten der Glaubwürdigkeit.

Tony Gardner als Maskenbildner hat mit der Verwachsung eine wahre Meisterleistung erbracht. Die Verbundstelle der Aneinander-Gewachsenen sieht sehr anatomisch aus. Wahrscheinlich hält sie besser als ein natürliches Hautstück.

Highlights des Films sind zwei kurze Szenen mit Meryl Streep. Sie brilliert in der Musical-Version von "Bonnie & Clyde", welches Walt am Ende des Films erfolgreich inszeniert. Meryl Streep zeigt in diesen kleinen Szenen eine Befremdung gegenüber Walt und Bob, die wichtig ist. Die spezielle einfühlsame Darstellungsweise, die sie auszeichnet, zeigt ein Zurückweichen vor dem Unnormalen, das vertuscht werden soll. Momente, die dem Streifen Wahrhaftigkeit und Größe verleihen. Hätte "Unzertrennlich" mehr Szenen im Meryl Streep Format, wäre es ein wichtiger Beitrag seines Genres geworden.

Unzertrennlich ist gut für einen unentschlossenen Mittwochabend vor dem Fernseher. Zumindest sorgt er für Zerstreuung.



Unzertrennlich - Stuck on you
Regie: Bobby und Peter Farrelly
DarstellerInnen: Matt Damon, Greg Kinnear, Eva Mendes, Seymour Cassel, Cher und Meryl Streep
Dauer: 120 Minuten
Kinostart: 01.01.2004
2003/ USA
www.unzertrennlich-derfilm.de

Kultur Beitrag vom 10.12.2003 AVIVA-Redaktion 

   




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