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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 14.01.2004

Lies Lust Art & Fashion - eine Ausstellung zu Mode und Kunst
Sabine Grunwald

Kleider haben Signalwirkung, sie betonen unsere Individualität oder verstecken sie hinter einem Dresscode - mit diesem Phänomen setzen sich KünstlerInnen im Podewil vom 10. - 24. 1. 2004 auseinander



Kleidung bestimmt unser Leben und ist Teil unserer Identität. Egal was man trägt, die persönliche Bekleidung sendet Signale aus, die je nach Herkunft, persönlicher Vorlieben oder aktuellem Anlass von der Umgebung unterschiedlich akzeptiert werden.

Die Verbindung von Kunst und Mode wird für viele KünstlerInnen zunehmend interessant. Die Ausstellung "Lies Lust Art & Fashion", kuratiert von dem israelischen Künstler Dodi Reifenberg, hat wie die Mode - ein persönliches und gleichzeitig ein öffentliches Gesicht.
21 Werke von internationalen KünstlerInnen - die in einer Gruppenausstellung und sechs Einzelinstallationen präsentiert werden, belegen diese Aussage.
Teilweise wurden die Einzelinstallationen speziell für diese Ausstellung produziert. Eine davon ist die Video - und Disco - Installation von Ana Laura Aláez. In der die Wahrheit der Lüge, die Verzweiflung des Verlangens und die Einsamkeit durch persönliche Darstellung repräsentiert wird.
Tanja Ury verbindet in ihrer Fotografiearbeit Texte mit Bildern. Die Fotos sind eine Annäherung an die Modefotografie, in der Jugend und Schönheit ikonisiert werden.
In der Video-Performance "Kölnisch Wasser" setzt sie sich mit ihrem jüdischen Erbe auseinander. 4711 ist das "Markenzeichen" der Stadt, aus der ihre Eltern flüchten mussten. Sie konfrontiert durch Tattoos mit der Aussage: "Niemand jüdischen Glaubens darf mit einer Tätowierung auf einem jüdischen Friedhof begraben werden." Ihre Arbeiten handeln von prähistorischen Assoziationen des Geruchssinns und setzen sich mit der Sterblichkeit und der Illusion des körperlichen Vergnügens auseinander.
Lily Poran benutzt pure Materialien als Grundlage ihrer Arbeit. Ihre neun Schuhe und Sandalen, bestehen aus Rohstoffen (Holz, Pflanzen, Erde, Fasern, Schafwolle, Trockenfrüchte, alte orientalische Stoffe etc.), die sie in der Nähe ihres Hauses in Israel gefunden hat. Die Objekte, deren ursprüngliches Material durch Natur ersetzt ist, scheinen befremdlich und doch seltsam vertraut.
Lucy Ortas Installation "Connector Mobile Village iX" lässt sich mit dem Etikett "Sozialplastik" oder "Umwelt-Skulptur" beschreiben. Aus ihrer Arbeit spricht ihr soziales Bewusstsein, ihre Haltung zur Mode ist eher als subversiv zu beschreiben. Ihre Gewebe erinnern an Astronautenanzüge.
Susie Freeman und Liz Lee (eine Ärztin) arbeiten zusammen mit dem Videokünstler David Critchley. Ihre Gruppe nennt sich Pharmacopeia. Ausgestellt sind kostbar erscheinende Roben, die mit Antibabypillen oder Zigarettenstummeln dekoriert sind. Einerseits geht es um die Kontrolle die in den Entwicklungsländern ausgeübt wird und andererseits darum wie Wissenschaft und Medien die westliche Welt bestimmen.
Ein weiterer Augenschmaus, die luxuriösen Gewänder und Taschen von Georges-Pascal Ricordeau, sind allesamt aus Plastiktüten gearbeitet. Er ist eng mit der Pariser Modewelt verbunden und thematisiert mit seiner Materialwahl Fragen der Umwelt und die globale menschliche Situation.
Die Objekte von Amit Epstein in "JEWellery" assoziieren lebensbedrohliche Gefahr.
Sybille Kesslaus "Modell Partykleid" aus Kartoffelchips thematisiert den Widerspruch seiner Erscheinung. Sie schafft hoch ästhetische Objekte aus den gewöhnlichsten Konsumgütern. Einerseits assoziiert ihr Modell Panzerung und Fischschuppen, andererseits ist uns die große Zerbrechlichkeit des Materials bewusst und reizt zum Essen.
Die beteiligten KünstlerInnen kommen aus 11 verschiedenen Ländern und sind zwischen Mitte 20 und Ende 70 Jahre alt.

KünstlerInnen: Ana Laura Aláez (E), Jimmi Durham (USA), Amit Epstein (IL), Kristian Hornsleth (DK), Andreas Hofer (BRD), Fabrice Hybert (F), Sybille Kesslau (BRD), Milovan Destil Markovic (SCG), Chris Newman (GB), Erwin Olaf (NL), Lucy Orta (GB), Susie Freeman, Liz Lee &/ David Critchley (GB), Lily Poran (IL), Khalil Rabah (PSE), Jamie Reid (GB), Georges-Pascal Ricordeau (F), Antonio Riello (I), Peter Rösel (BRD), Tanya Ury (GB), Olav Westphalen (BRD), Emmett Williams (USA)




Lies, Lust, Art & Fashion
Signale der Kleidung
10 - 24. Januar 2004
Öffnungszeiten: 12.00 - 20. 00 Uhr
Eintritt 4 €/2,50 €
Podewil - Zentrum für aktuelle Künste Berlin
Klosterstraße 68 - 70
10179 Berlin
www.podewil.de

Die Ausstellung läuft zeitgleich zur Berlin Fashion Week 17/18 Januar 2004

Kultur Beitrag vom 14.01.2004 Sabine Grunwald 

   




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