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AVIVA-BERLIN.de im August 2017 - Beitrag vom 24.02.2005

Rosenhügel
Julia Richter

Am 03.03.2005 kommt der neue Film der ungarischen Regisseurin Mari Cantu über den Aufstand in Ungarn 1956 in die Kinos. Mit Erika Marozsán. Ein sensibel erzähltes Drama.



Genosse Gabor Palfi ( Péter Andorai) führt mit seiner Frau Teresa (Erika Marozsán), seiner 10jährigen Tochter Panka (Naomi Rósza) und seinem 6jährigen Sohn Mischka (Ábel Fekete) ein privilegiertes Leben in Budapest. Gabors Stellung als führender Politiker ermöglicht es der Familie, eine Villa mit Telefon und mehreren Bediensteten auf dem Rosenhügel zu bewohnen. Die Kinder verbringen eine idyllische Kindheit im Garten des streng bewachten Anwesens.

Doch im Sommer 1956 ändert sich alles. Die Auseinandersetzungen zwischen dem gottesfürchtigen Personal und den Eltern, die mit ihren kommunistischen Idealen anachronistisch-großbürgerlich leben und gleichzeitig "die neue Welt" bauen wollen, nehmen zu. Schließlich verlassen die Angestellten die Familie - zur großen Enttäuschung der Kinder, die ein vorbehaltloses Vertrauensverhältnis zu den Bediensteten aufgebaut hatten. Als Panzer vor der Villa auffahren und der Vater, der sich für die Ideale einer längst nicht mehr menschenfreundlichen Partei eingesetzt hatte und deshalb seiner Ämter enthoben wird, nach nächtelanger Abwesenheit völlig verändert zurückkehrt, scheint die Welt der Kinder völlig aus den Fugen geraten zu sein.

Sie sind selbst schuld daran - das glauben Panka und Mischka zumindest. Sie haben einen an den Vater adressierten Brief aus Israel heimlich geöffnet und behalten. Darin befand sich das Bild einer jungen, blondhaarigen Frau. Die sich überstürzenden, chaotischen Ereignisse, die zu einer plötzlichen Verarmung der Familie führen, stehen für die Kinder in unmittelbarem Zusammenhang mit der Entwendung des Schreibens. Ihr schlechtes Gewissen lässt Panka und Mischka keine Ruhe und schließlich übergeben sie Gabor den Brief, der dessen krampfhaft verdrängte Vergangenheit ans Licht bringt.

Die Regisseurin Mari Cantu zeigt die Ereignisse aus der Perspektive der Kinder, deren idyllische Jugend am Ende des Films endgültig vorbei ist. "Rosenhügel" ist ein sensibel erzähltes Drama, das jedoch etliche Schwächen aufweist. Die Auswahl der DarstellerInnen ist teilweise unbefriedigend gelöst. Erika Maroszan als Teresa Palfi und Naomi Rósza als ihre Tochter sind keine guten Besetzungen im Mutter-Tochter-Verhältnis.
Der Film wird seinem Anspruch, die Ereignisse des Aufstandes von 1956 aus der Sicht zweier Kinder zu zeigen, nur bedingt gerecht. Panka und Mischka nehmen nur die Veränderungen in ihrem unmittelbaren Umfeld war, das einen sehr beschränkten Personenkreis umfasst, denn Ort der Handlung ist ausschließlich das Anwesen auf dem Rosenhügel.

Zur Regisseurin:
Mari Cantu
wurde 1958 in Budapest geboren, wo sie Kinderpsychologie studierte. 1980 zog sie nach Berlin und begann ein Studium an der Deutschen Film & Fernseh Akademie, das sie 1989 abschloss. Zu ihren Regiearbeiten gehören:
Ein Kuss fürs Leben (TV, 1985), Familienbande (1986), Macht ohne Gesicht (1992), Der hellblaue Engel (TV, 1996) und Rosenhügel (2003).



Rosenhügel
Regie: Mari Cantu

DarstellerInnen: Péter Andorai, Ábel Fekete, Erika Marozsán, Naomi Rózsa
Ungarn / Deutschland 2004
Dauer: 97 min
Kinostart: 03.03.2005

Kultur > Film Beitrag vom 24.02.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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