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AVIVA-BERLIN.de im November 2017 - Beitrag vom 02.01.2002

Lebe lieber ungewöhnlich. In - The Mars Canon - wird um die Liebe gekämpft
Kirsten Böttcher

Eine kleine Nachtmusik auf japanisch: "The Mars Canon" beschreibt den ach so menschlichen Lebenszirkel um Liebe, Sex und Frust ...



Musikalisch und astrologisch den Filmtitel gedeutet, den die 36jährige Regisseurin aus Japan auswählte, kommt frau beim ungefähren Inhalt des Streifens an: Mars steht im astrologischen System für Kampf, Sex und Liebe. Der Kanon symbolisiert die meistens nicht synchronen Gefühle oder Beziehungsansprüche, die dennoch und deswegen immer wieder um dieselben Mars-Themen kreisen.

Die Liebe

Die anfängliche Zweisamkeitsidylle auf einem Hügel von Tokio trügt. Die 29 jährige Kinoko (Kuno Makiko) unterhält eine "Immer-nur-dienstags-Affäre" mit dem 14 Jahre älteren, verheirateten Büroangestellten Kohei (Kohinata Fumiyo).
Die schüchterne Hijiri (Nakamura Mami) und der Straßenpoet Manabe (Kee), scheinbar Kinokos einziger sozialer Umgang außer Job und Affäre, versuchen, sie von dieser Beziehung, "die sie ja nur deprimieren würde", abzubringen.
Um nur in groben Zügen den "Mars Kanon" anzudeuten:
Manabe ist an Kinoko interessiert, wollte früher mal was von Hijiri, die will aber einzig und allein was von Kinoko, die allerdings nur Augen für den verheirateten Kohei zu haben scheint. In ihrem Einsamkeitsfrust köpft sie schon mal ein bis zwei Flaschen Wein.

Der Kampf

Hijiri zieht in die Nachbarwohnung ihrer Freundin und versucht Kinoko mittels Kochkunst und Zärtlichkeit zu verzaubern und sie für sich zu gewinnen. Die alternde Affäre Kohei dagegen lädt Kinoko zu einem Badewochenende ein und gönnt ihr damit das lang ersehnte Zusammensein als "richtiges" Paar. Hijiri kontert mit einem Brief an Koheis Ehefrau, der sie über das umtriebige Verhalten ihres Gatten in Kenntnis setzen soll...

Der Frust

...der allerdings von Kohei abgefangen wird. Dennoch ist Kinoko enttäuscht von ihrem Geliebten, der sie keinesfalls heiraten wird. Nach einem Heul- und Weingelage fallen sich Kinoko und die stets (hilfs-)bereite Hijiri endlich in die Arme. Der Kanon scheint wieder neu zu beginnen...

Prinzip "weniger ist mehr"

Kazama Shiori erzählt in geduldigen Bildern eine einfache Liebesgeschichte, verzichtet auf Spezialeffekte oder musikalischem Hintergrund. Jedoch bleiben mir die Figuren fremd, etwas distanziert, wofür die wenigen Dialoge des Films mitverantwortlich sein könnten.
Wieso Kinoko ihr Herz an Kohei mit seinem Familien-Van verloren hat, erscheint mir wie ein Akt der Einsamkeitsüberwindung.
In einer schönen Tischtennis-Szene zwischen Kinoko und Kohei spricht sie endlich eine kleine Wahrheit aus, indem sie sinngemäß formuliert, dass dieses Hin - und Hergetitsche ihrer Beziehung ähnelte. Keiner wolle den ersten Schritt machen, deswegen plätschere ihr Leben so vorsichtig und ritualisiert dahin.
Gerade darum ist die Figur Hijiri viel interessanter: Sie scheint zielstrebig ihren großen Traum vom bescheidenen Glück mit Kinoko zu verfolgen und wartet nicht passiv auf Himmelsentscheidungen.
Dennoch: Als die beiden Frauen endlich zueinander finden, ist Hijiri ständig mit einem Kochtopf im Bild und mimt die perfekte Küchenfee...da muss frau einfach Distanz aufbauen!



The Mars Canon
(Japan 2001)
Regie: Kazama Shiori
DarstellerInnen: Kuno Makiko (Kinuko), Kohinata Fumiyo (Kohei), Nakamura Mami (Hijiri), Kee (Manabe)
Buch: Ogawa Tomoko, Oikawa Shotara
Japanisch (OmU), Farbe, 121 Minuten
Freunde der dt. Kinemathek
Filmstart: 2.1.2003
im fsk am Oranienplatz in Kreuzberg
www.fsk-kino.de

Kultur > Film Beitrag vom 02.01.2002 AVIVA-Redaktion 

   




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