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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2016 - Beitrag vom 01.03.2010

Hier kommt Lola - Die Verfilmung des Kinderbuchbestsellers von Isabel Abedi
Nadja Grintzewitsch

Die Abenteuer der kessen Neunjährigen kommen nun auch auf die Kinoleinwand. Es ist das neueste Projekt von Produzentin und Drehbuchautorin Uschi Reich, die mit den "Wilden Hühnern" und...



..."Bibi Blocksberg" schon Millionen von ZuschauerInnen begeisterte.

"Neger gehören in den Dschungel" - dieser an die Hauswand geschmierte Satz ist es, der Lola, ihre Mutter Viktualia und ihren brasilianischen Vater Fabio alias Papai aus der idyllischen, aber fremdenfeindlichen Kleinstadt Plötze vertreibt. Im Großstadtdschungel von Hamburg angekommen, muss sich der blonde Lockenkopf mit Froschphobie und einer Leidenschaft für Kaugummis an völlig neue Lebensumstände anpassen. Nachts erträumt sie sich ein zweites Ich als gefeierter Kinderstar Jacky Jones und singt vor jubelndem Publikum.

Nichts wünscht Lola sich mehr als eine beste Freundin in der fremden Stadt. Interessante Mädchen gibt es da einige, aber nicht alle sind geeignet für die fantasievolle Lola. Anwärterin Nr. 1 entpuppt sich beim ersten Besuch als waschechte Zicke, die alle angebotenen Lebensmittel verschmäht ("Sind das denn Bioäpfel?") und sich weder für Lolas selbst gebasteltes Superweltallexpressraumschiff noch für deren zweite Staridentität interessiert. So spielt sie lieber mit ihrer "Mini Mindy", einer stark an "Polly Pocket" erinnernden Plastikfigur. Die potenzielle beste Freundin Nr.2 dagegen ist zwar ganz nett, aber andauernd mit Freizeitaktivitäten wie Jazztanz oder Voltigieren okkupiert: Sie hat einfach nie Zeit. Und dann ist da noch Flora, die auf Bäume klettert um Flugdrachen zu retten und dem ungeliebten Mathelehrer mutig die Meinung geigt. Nur leider haftet ihr ein Bratfischgeruch an, von dem Lola ganz schlecht wird...

Nach Überzeugung von Produzentin Uschi Reich ist es vor allem diese "extrem witzige Familienkonstellation", die den Erfolg der Kinderbuchreihe ausmacht. Der "Charme einer Multikulti-Familie", der farbenblinde Großvater, welcher mit dem Schwiegersohn ein brasilianisches Restaurant eröffnen will und die zweieinhalbjährige Tante, das alles sei "sehr schön ausgedacht".
Die in Hamburg lebende Autorin Isabel Abedi, die selbst mit einem Brasilianer verheiratet ist und sicherlich auch autobiografische Elemente in die Bücher einfließen ließ, äußert sich noch deutlicher dazu. Für sie sind die Lola-Bände "nicht zuletzt eine Hommage an die in Deutschland lebenden Kinder, deren Mütter oder Väter aus anderen Kulturen kommen."

Zugegeben, der Film wirkt durch die ständigen Gesangs- und Tanzeinlagen der Haupt- und NebendarstellerInnen etwas überladen, scheint jedoch in Zeiten von "Hannah Montana" und "High School Musical" den Nerv der Jugendlichen zu treffen. Mit Meira Durand wurde ein derart putziges Mädchen für die Rolle der Lola gecastet, dass frau sich unwillkürlich fragt, ob sie in Verbindung mit der bonbon-rosanen Traumwelt überhaupt noch der Protagonistin der Romanvorlage entspricht.

Viele Nebenparts sind jedoch durchaus glaubwürdig besetzt. Karoline Chmelensky spielt herrlich überzeugend die zickige Annalisa, die wandlungsfähige Julia Jentsch verkörpert Lolas Mutter Viktualia und ist nach Filmen wie "Sophie Scholl" und "Der Untergang" erstmals in einer Komödie zu sehen. Mit Musicaldarsteller Fernando Spengler landete Casterin Ann Dorte Braker einen absoluten Glückstreffer. Für den sympathischen Kubaner, der vorher den "Simba" im "König der Löwen" mimte, ist es die erste Kinorolle überhaupt. Lolas sambatanzenden "Papai" spielt er mit Witz und Feingefühl. Die zehnjährige Felina Czycykowski - im Film die wendige Flora - geht im wahren Leben auf eine Sport-Eliteschule für die Sportart Eiskunstlaufen und war schon mit Katarina Witt auf Tournee.

AVIVA-Tipp: Bei der Buchvorlage konnte nicht viel schief gehen. Ein Muss für alle Fans der Kinderbuchreihe und ein Film, den frau sich mit ihren Töchtern anschauen sollte. Allerdings nur bis zu einem gewissen Alter. Manche Gesangspassagen sind für den erwachsenen Geschmack zwar nun schwer tragbar, dafür wird frau teilweise mit herrlichen Sambarhythmen entlohnt. Übrigens sind auch zwei Kompositionen des brasilianischen Musikers Eduardo Macedo dabei, Isabel Abedis Mann - der echte "Papai" ihrer Kinder.

Hier kommt Lola!
Deutschland 2010
Buch: Isabel Abedi
Regie: Franziska Buch
DarstellerInnen: Meira Durand, Julia Jentsch, Fernando Spengler, Nora Tschirner, Margareta Broich, Axel Prahl
Verleih: Constantin Film
Lauflänge: keine Angabe
Kinostart: 04. März 2010
Weitere Infos finden Sie im Netz unter: www.hierkommtlola.film.de

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Kultur > Kino Beitrag vom 01.03.2010 AVIVA-Redaktion 

   




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