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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 12.02.2009

Revanche
Britta Leudolph

Alex, ein kleiner Ganove aus Wien, verliert seine Freundin bei einem Banküberfall. In seiner Verzweiflung begibt er sich auf die Suche nach dem Schuldigen und sinnt nach Vergeltung.



Im ländlichen Österreich leben Robert (Andreas Lust), ein Polizist und seine Frau Susanne (Ursula Strauss) im eigenen Haus im Grünen. Es ist beschaulich hier, zum großen Glück fehlt eigentlich nur ein Kind.

Alex (Johannes Krisch) arbeitet im Wiener Rotlichtmilieu als Handlanger eines Zuhälters. Hier hat er auch seine Freundin Tamara (Irina Potapenko) kennengelernt, eine junge Frau aus der Ukraine, die ihren Job nur auf Kokain erträgt. Sie treffen sich heimlich, Liebesbeziehungen unter Angestellten sind verboten und können unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen.

Für Alex wird es immer unerträglicher, Tamara Tag für Tag im Bordell arbeiten zu sehen, während er dort Hausmeistertätigkeiten u.a. verrichtet. Er will raus, mit Tamara noch einmal neu anfangen. Dafür brauchen sie Geld, und zwar schnell.
Um das Risiko so gering wie möglich zu halten, plant Alex einen Banküberfall in einer kleinen Stadt auf dem Land. Tamara ist zunächst dagegen, stimmt aber unter der Bedingung mitzukommen, zu. Der Überfall verläuft nach Plan, doch als Alex zum Wagen zurückkommt, steht ein Polizist davor: Robert. Alex zückt seine Waffe und flüchtet, doch Robert schießt auf das wegrasende Auto, wo Tamara auf dem BeifahrerInnensitz Tamara tödlich getroffen zusammensackt.

In seiner Verzweiflung fährt Alex in einen nahe gelegen Wald und lässt dort die tote Tamara im Wagen zurück. Er geht zu seinem Großvater (Hannes Thanheiser), der am Waldrand auf einem abgewirtschafteten Bauernhof lebt. Wie wahnsinnig beginnt er zu arbeiten, hackt Holz für den Winter. Dabei kreisen seine Gedanken unaufhörlich um den Tod Tamaras. Alex bewegt sich zwischen Trauer, Schmerz und Hass, auf den, der ihm das Wertvollste genommen hat.

Allerdings stürzt der Tod Tamaras auch Robert in eine schwere Krise. Immer wieder zieht er sich an einen Teich im Wald zurück und schaut sich ein Foto der getöteten Tamara an. Dort ist er nun nicht mehr allein, denn Alex hat sich auf seine Spur begeben, beobachtet ihn. Zudem lernt Alex zufälligerweise Roberts Frau Susanne kennen, die seinen Großvater sonntags immer zur Kirche abholt und geht eine Affaire mit ihr ein.

Tamaras Tod hat Auswirkungen auf das Leben dieser Menschen und sie werden drastischer sein, als sie es sich bis jetzt vorstellen können.

"Revanche" lief bereits erfolgreich auf mehreren Festivals und ist für den Oscar 2009 als bester nicht-englischsprachiger Film nominiert.

Zum Regisseur: Götz Spielmann, geboren 1961 in Wels, ist ein österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Bereits zwei seiner Filme, "Die Fremde" (1999) und "Antares" (2004) sind von Österreich für den Auslands-Oskar nominiert worden. Seit 2005 arbeitet Spielmann zudem als Autor und Regisseur am Theater.

AVIVA-Tipp: Mit "Revanche" ist Götz Spielmann ein beeindruckender, sehr emotionaler Film gelungen. Die Geschichte zweier durch den Todesschuss verbundener Paare verzichtet auf jegliche Effekthascherei und konzentriert sich auf den Umgang der Beteiligten mit Schuld und Rache. Dabei scheint sich alles auf eine unvermeidliches Ende zuzuspitzen, doch es kommt anders als erwartet. Besonders Johannes Krisch in der Rolle des Kleinstadtganoven Alex sticht durch sein authentisches Spiel hervor. Die Verzweiflung, der Schmerz und der Hass, den er durchlebt, sind für die Zuschauerin fast physisch spürbar.

Weitere Infos: www.revanche.at

Revanche
Österreich 2007, 121 Minuten
Regie und Drehbuch: Götz Spielmann
DarstellerInnen: Johannes Krisch, Ursula Strauss, Andreas Lust, Irina Potapenko
Kamera: Martin Gschlacht
ProduzentInnen: Götz Spielmann, Sandra Bohle, Heinz Stussak, Mathias Forberg
Verleih: Movienet Film GmbH
FSK: ab 12 Jahren




Kultur > Kino Beitrag vom 12.02.2009 Britta Leudolph 

   




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