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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 07.08.2007

Asa Larsson – Der schwarze Steg
Silvy Pommerenke

Wie in ihren bisherigen Romanen hält sich die Autorin weniger mit blutrünstigen Tatvorgängen auf, sondern sie verstrickt und versteckt den Plot in einem subtilen Psychogramm. Das ist bisweilen...



...für den Leser oder die Leserin etwas mühsam aufzudröseln, da es ein großangelegtes Personal gibt, dessen Verstrickung vom kleinen idyllischen Kiruna, der nördlichsten Stadt Schwedens, bis nach Uganda im Osten Afrikas reicht.

Schweden-Krimis sind etwas besonderes, das haben bereits Sjöwall/Wahlöö oder Henning Mankell bewiesen. Sie zeichnen sich durch sozialkritische Blickwinkel aus, all zu menschelnde ProtagonistInnen und gleichzeitigem Modern Style, der in Verbindung mit den Traditionen des Landes – im Falle Larssons der Samen – zu einem beeindruckenden Leseerlebnis wird.

Der Plot rankt sich wieder einmal um Anwältin Rebecka Martinsson und Polizeikommissarin Anna-Maria Mella, die bereits in den beiden vorhergehenden Krimis von Larsson durch die Handlung führten. Nun hat sich allerdings einiges geändert, da Martinsson nach ihren letzten traumatischen Erlebnissen die Kanzlei in Stockholm verlassen hat und jetzt als Staatsanwältin in Kiruna arbeitet. Die beiden lösen manchmal mit-, manchmal gegeneinander den Fall, bei dem es um Bergwerke in Uganda, Konzessionen für Gruben, Geldschiebereien, Auftragsmorden, Emporkömmlinge, und nicht zuletzt um die (un)ausgelebte Liebesgeschichte zwischen Martinsson und ihrem ehemaligen Chef Måns geht.

Zuerst stoßen sie auf ein Mordopfer im tiefen Schnee, dann wird ein vermeintlicher Selbstmörder als Auftragsmord identifiziert, und zu guter Letzt bringen sie das alles in Zusammenhang mit Kallis Minning, der Minengesellschaft, die von Mauris Kallis und dem Geschwisterpaar Wattrang geführt wird.

Drogen, Geltungssucht und Macht spielen natürlich eine große Rolle, nicht zu vergessen die Ausbeutung der sogenannten Dritten Welt und natürlich dürfen Konflikte und Animositäten im privaten Heim auch nicht fehlen.

Ganz nebenbei vollbringt Larsson das literarische Kunststück, die Vergangenheit im Präsens – was zugegebenermaßen anfangs irritierend wirkt – und die Gegenwart im Präteritum zu schreiben. Erst als Vergangenheit und Gegenwart aufeinanderstoßen, sozusagen im finalen Endkampf, erfährt die Gegenwart das ihr zustehende Präsens. Literarisch sehr anspruchsvoll!

Wer nun aber hinter den Morden steckt, welche Motive vorliegen, und was es mit dem schwarzen Steg, dem titelgebenden Moment, auf sich hat, das erfahren Sie auf den letzten Seiten...

Zur Autorin: Åsa Larsson wurde 1966 in Kiruna geboren. Sie arbeitete lange Jahre als Steueranwältin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Mit ihrem ersten Krimimalroman "Sonnensturm" machte sie in Schweden sofort Furore. Ihr zweiter Krimi "Weiße Nacht" wurde mit dem Schwedischen Krimipreis ausgezeichnet und stand monatelang auf der Bestsellerliste. "Der schwarze Steg" ist ihr dritter Krimi. Laarsson lebt mit ihrem Lebensgefährten und zwei Kindern in der Nähe von Nyköping. (Verlagsinformation)

AVIVA-Tipp: Wieder einmal schafft es Larsson auf über vierhundert Seiten die LeserInnen mit ihren tiefsinnigen und hintergründigen psychologischen Studien zu fesseln. Ein Roman der Gattung Psychothriller, der für die gehobenen Ansprüche gedacht ist!

Åsa Larsson
Der schwarze Steg

Bertelsmann Verlag, erschienen Juli 2007
ISBN: 3570009895
19,95 Euro
Gebunden - 414 Seiten

Åsa Larsson
Weiße Nacht

Bertelsmann Verlag, erschienen 2006
ISBN: 3570008738
19,95 Euro
Gebunden - 382 S.

Åsa Larsson
Sonnensturm

Bertelsmann Verlag, erschienen 2005
ISBN: 3570008436
19,90 Euro
Gebunden - 347 S.

Literatur Beitrag vom 07.08.2007 Silvy Pommerenke 

   




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