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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 17.10.2007

Arabella Kiesbauer – Mein afrikanisches Herz
Silvy Pommerenke

Die österreichische Talkmasterin geht in ihrem Buch den großen W-Fragen nach: "Wer bin ich? Woher stamme ich? Was ist meine Identität?" Drei Fragen, die sich wahrscheinlich jeder schon mal...



... gestellt hat, bei jemandem mit afrodeutscher – in diesem Fall natürlich afro-österreichischer - Herkunft jedoch von besonderer Tragweite ist.

Viel wusste die Autorin bisher nicht von ihrem Vater, denn die Mutter trennte sich früh von dem geliebten Mann und zog ihre Tochter allein auf. Er war für ein Maschinenbaustudium aus Ghana nach Deutschland gekommen und lernte dort die Schauspielerin Hannelore Kiesbauer kennen. Doch die Beziehung ging in die Brüche, auch wenn sich Arabellas Mutter hochschwanger für eine kurze Zeit auf ein Leben in Ghana einließ.

Ihren afrikanischen Wurzeln ist Kiesbauer erst mit Ende dreißig nachgegangen, als ein Attentat auf sie geplant war, die geliebte Großmutter in Deutschland starb, sie selbst schwanger wurde und auch ihr Vater starb. Eine Zeit des Nachdenkens und der Identitätssuche fing an, bis sie sich entschloss, dem zweiten Teil ihres Herzens nachzugehen, dem afrikanischen.

In einer sehr bewegenden Rückschau erzählt Arabella Kiesbauer die Geschichte ihrer Reise mit ihrer Mutter nach Ghana, zum Stamm der Fanti, dem der Vater angehörte. Es ist ein Land voller Schönheit und Gegensätze. Mit Traditionen und Gepflogenheiten, die für die Wurzelsucherin manchmal schwer nachzuvollziehen sind, aber oft auch Bewunderung hervorrufen. Arabella wird als "Obruni", als Weiße, herzlich und warm von ihrer neuen großen Familie aufgenommen, die schon lange auf die europäische Schwester, Nichte, Enkelin gewartet hat, und die einer privilegierten Schicht angehört. Schrittweise nähert sie sich dem Land, den Bräuchen und vor allem ihrem Vater an. Am Ende der Reise steht die Erkenntnis, dass dies nicht der letzte Besuch in Ghana gewesen sein wird, schließlich kann man nicht in wenigen Wochen ein ganzes Leben nachholen.

Zur Autorin: Arabella Kiesbauer, geboren 1969, wuchs bei ihrer Großmutter Elisabeth auf. Ihre Mutter Hannelore ist Schauspielerin, ihr Vater Sammy Ammissah war Maschinenbauingenieur. Arabella Kiesbauer maturierte 1988 am Lycée Francais und studierte anschließend Publizistik und Theaterwissenschaften. Zum Fernsehen kam sie bereits während ihres Studiums, große Bekanntheit und Beliebtheit erlangte sie von 1994 bis 2004 mit ihrer Talkshow Arabella auf Pro7, für die sie unter anderem 1994 mit dem Bayerischen Fernsehpreis als "Beste Talk-Newcomerin" und 1996 mit dem Medienpreis "Das Goldene Kabel" der Programmzeitschrift Gong ausgezeichnet wurde. Arabella Kiesbauer verabschiedete sich daraufhin vom Tagesfernsehen, um auf N24 erfolgreich die Polit-Talkshow Arabella Kiesbauer. Talk ohne Show zu moderieren. (Verlaginfos)

Arabella Kiesbauer im Netz: www.arabella-kiesbauer.at

Weitersehen: Mo Asumang "Roots Germania" (im ZDF "Das kleine Fernsehspiel" am 05.November 2007 um 0:20 Uhr)

AVIVA-Tipp: Arabella Kiesbauer hat ihre Wurzelsuche sehr offenherzig und persönlich niedergeschrieben. Für die Lektüre muss man kein ausgesprochener Fan der Moderatorin sein, denn es geht in diesem Fall nicht um die Frau als Talkmasterin, sondern um eine Frau, die ihren Roots väterlicherseits nachgeht.

Arabella Kiesbauer
Mein afrikanisches Herz

Pendo Verlag, erschienen September 2007
Gebunden, 250 Seiten
ISBN: 3866121326
19,95 Euro

Literatur Beitrag vom 17.10.2007 Silvy Pommerenke 

   




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