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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 21.08.2008

Ingrid Noll - Kuckuckskind - Hörbuch
Silvy Pommerenke

Die 72-jährige Autorin wird vielfach als die deutsche Patricia Highsmith betitelt. In ihrem neuesten Roman gibt es zwar auch Tote und einiges Blut fließt, aber dem Genre des Krimis ...



...ist "Kuckuckskind" nicht zuzurechnen. Vielmehr geht es um verletzte Eitelkeiten, um Grabenkämpfe unter vermeintlichen Freundinnen und um ein modernes Familienkonzept: die Patchworkfamilie lässt grüßen.

Dreh- und Angelpunkt der amüsanten Geschichte ist Anja, eine Enddreißigerin, die Deutsch- und Französischlehrerin ist. Statt glücklich verheiratet und Mutter von eigenen Kindern zu sein, stürzt sie sich auf das Lösen von Sudoku-Rätseln und ertappt zu allem Überfluss ihren Mann in flagranti mit einer Liebhaberin auf dem häuslichen Sofa. Dass das nicht gut gehen kann, ist verständlich, und wie aus Versehen landet dem balzenden Paar eine Kanne heißen Tees auf den nackten Bäuchen. Nach der Scheidung zieht Anja in die Dachgeschosswohnung einer ihrer Schüler, dessen charmanter Vater es ihr alsbald angetan hat. Als die leidenschaftliche Sudoku-Anhängerin ihre letzten Möbel aus dem Haus ihres Ex-Mannes holt, wird sie Zeugin eines Telefonanrufs, der ihr – scheinbar – die Augen öffnet. Ihre beste Freundin hat doch gerade einen kerngesunden und lebensfrohen Sohn zur Welt gebracht, obwohl ihr Mann zeugungsunfähig ist. Somit, schnell geschlussfolgert, bleibt nur Anjas Exmann als Vater übrig. Heimlich lässt sie einen Vaterschaftstest durchführen, aber das Ergebnis lässt zu wünschen übrig. Es bleibt nicht bei diesem einzigen Vaterschaftstest - denn es gibt viele potenzielle Väter -, aber die (nun nicht mehr) beste Freundin kann nicht mehr befragt werden, da sie spurlos verschwunden ist. Lediglich Blutspuren im Haus zeugen von einem Gewaltverbrechen. Oder sollte doch alles anders sein, wie es scheint?

Zur Autorin: Ingrid Noll wurde 1935 in Shanghai geboren und studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Sie ist Mutter dreier inzwischen erwachsener Kinder. Nachdem die Kinder das Haus verlassen hatten, begann sie Kriminalgeschichten zu schreiben, die allesamt sofort zu Bestsellern wurden. "Die Häupter meiner Lieben" wurde mit dem Glauser-Preis ausgezeichnet und, wie andere ihrer Romane, auch erfolgreich verfilmt. (Quelle: Verlagsinformation).

Zur Sprecherin: Franziska Pigulla, 1964 in Neuss, Nordrhein-Westfalen geboren, debütierte 1990 in dem Film "Dr. M" von Claude Chabrol vor der Kamera. In der Folgezeit arbeitete sie für den Hörfunk und als Moderatorin beim Nachrichtensender "n-tv". Franziska Pigulla ist eine der bekanntesten Hörbuch- und Synchronsprecherinnen. (Quelle: Verlagsinformation)

Weiterhören: "Ladylike" von Ingrid Noll

Weiterlesen: "fein und gemein. Rachegeschichten." hrsg. von Andrea Krug und Dagmar Schadenberg

AVIVA-Tipp: Auch wenn es in "Kuckucksei" keine fiesen und blutigen Morde gibt, so findet sich die leichte und amüsante Erzählweise Nolls in diesem Roman wieder. Vor allem aber lebt dieses Hörbuch durch die wandelbare und ausdrucksstarke Stimme von Franziska Pigulla, die perfekt intoniert und die nötige Dramatik in dieses wenig dramatische Buch hineinbringt, so dass sich das Hörbuch deutlich von der Printversion abhebt. Was bleibt, ist kurzweilige Unterhaltung, die immer wieder ein Schmunzeln hervorruft.

Ingrid Noll
Kuckuckskind

Diogenes Verlag, erschienen Juli 2008
6 Audio CDs
Lauflänge: 409 Minuten
ISBN: 978-3257801897
29,90 Euro

Literatur Beitrag vom 21.08.2008 Silvy Pommerenke 

   




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