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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 08.10.2007

Golem stiller Bruder
Annegret Oehme

Mirjam Pressler reiht sich mit ihrem neuen Buch in die lange Tradition der Golemgeschichten ein und erzählt von einer ungewöhnlichen Freundschaft im Prag Kaiser Rudolfs. Gänsehaut inklusive.



"Wie Brot Nahrung für den Leib ist, sind Geschichten Nahrung für Herz und Seele, und wenn sie nicht erzählt werden, müssen sie sterben"

Es war Nacht als Jankel übermüdet sein Schwesterchen Rochele auf die Erde setzte. Wie lange war es wohl schon her, seit sie die Tante verlassen und sich nach Prag aufgemacht hatten? Die Mutter war bei Rocheles Geburt gestorben und der Vater, ein Buchhändler, von seiner letzten Reise nicht zurückgekehrt. Deshalb hatte die Tante das Geschwisterpaar in die sagenumwobene Stadt gesandt, um im Haus ihres Großonkels, des hohen Rabbi Löw, ein neues Heim zu finden.

In ganz Prag war der hohe Rabbi verehrt und sogar die Christen fürchteten seinen Namen. Kein Wunder, dass auch Jankel großen Respekt empfand, mehr noch aber vor dem Synagogendiener Josef. Der grobe Riese, dem Gott die Sprache verwehrt hatte, brachte ihn jedes Mal wieder dazu, am ganzen Leib zu erzittern.
Erst ganz allmählich kommt Jankel hinter das Geheimnis dieser furchteinflößenden Gestalt und erkennt, dass vieles nicht ist, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.

Mirjam Pressler nimm die LeserInnen mit hinein in das legendäre Prag des 16. Jahrhunderts, mit all seinen Geheimnissen, Geschichten über Alchemie, dem mysteriösen Kaiser Rudolf und dem reichen Reb Meisel, aber auch in eine Zeit der Pogrome, christlicher Hassprediger und gefährlichen Aberglaubens.

Die Situation in der Judenstadt bot die Grundlage der viel bearbeiteten und immer wieder neu erzählten Legende über den aus Lehm geschaffenen Golem. In Zeiten der Angst und Verfolgung gab er den Menschen Hoffnung. Wenn schon nicht der Messias kam, stellte zumindest er einen irdischen Helfer dar, der, einem großen Bruder gleich, gegen Feinde aufsteht und die ihm Anbefohlenen schützt.

Zur Autorin: Mirjam Pressler wurde 1940 in Darmstadt geboren und wuchs bei Pflegeeltern auf. Nach dem Studium an der Akademie für Bildende Künste in Frankfurt und in München, lebte sie für ein Jahr in einem Kibbuz in Israel.
Sie hat drei inzwischen erwachsene Töchter und lebt heute als freie Autorin und Übersetzerin bei München.
Mirjam Pressler verfasste mehr als 30 eigene Kinder- und Jugendbücher und übersetzte über 200 Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus dem Niederländischen, Flämischen, Hebräischen, Afrikaans und Englischen.
Für ihr Werk wurde sie mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet, darunter der Deutsche Jugendliteraturpreis, der Deutsche Bücherpreis, und der Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises. (Quelle: Beltz & Gelberg Verlag)
Lesen Sie auch unsere Rezensionen zu Mirjam Presslers Romanen "Rosengift" und "Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen" auf AVIVA.

AVIVA-Tipp: Mirjam Pressler gelingt es, einen spannenden Gruselroman über Freundschaft zu schreiben, ohne dabei das schwere Leben der Juden in Prag aus dem Auge zu verlieren. In einem hilfreicheren Glossar werden zudem wichtige Begriffe der jüdischen Religion erklärt.
"Golem stiller Bruder" ist eine spannende Geschichte für Groß und Klein. Wer heimlich-unheimliche Geschichten mag und ein Faible fürs nächtliche Prag hat, wird dieses Buch lieben. Die perfekte Bettlektüre!

Lesen Sie auch unsere Rezension zu "Der Golem - Jüdische Sagen und Märchen aus dem alten Prag" auf AVIVA.

Mirjam Pressler
Golem stiller Bruder

Beltz & Gelberg Verlag, erschienen August 2007
Ab 12 Jahre
ISBN 978-3-407-81021-2
376 Seiten, gebunden
16,90 Euro

Literatur Beitrag vom 08.10.2007 AVIVA-Redaktion 

   




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