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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 27.01.2008

Eine kurze Geschichte des Nationalsozialismus - von 1919 bis heute
Annegret Oehme

Ernst Pipers Werk ermöglicht einen soliden Überblick über die Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft und ihrer Anfänge. Erschienen im Hoffmann und Campe Verlag



Schon seit Jahren ist der Markt mit Büchern zum Thema Nationalsozialismus nicht mehr zu überblicken. Von dünnen Büchlein bis zu vielbändigen Werken finden sich zahlreiche gute, mäßige und auch schlechte Darstellungen.
Nun hat der Hoffmann und Campe Verlag diesem Themenfeld ein weitere Lektüre hinzugefügt.

Der Historiker und Germanist Ernst Piper beginnt mit seinen Ausführungen beim Werkzeugschlosser Ernst Drexler, einem Mitglied der deutschen Vaterlandspartei, der am 19. März 1918 den "Freien Arbeitsauschuss für einen guten Frieden" gründete. Mit der Unterstützung des Sportreporters Karl Harrer sollte daraus bald eine Partei werden, die sich "Deutsche Sozialistische Arbeiterpartei" nannte und ab dem 16. September 1919 auch Adolf Hitler zu ihren Mitgliedern zählte.
Es war eine fruchtbare Zeit für anarchistische und antidemokratische Gruppierungen in jenen Jahren, denn dem noch jungen Staat fehlt es an Akzeptanz und Unterstützung von vielen Seiten. Piper schildert, wie das System der Weimarer Republik von innen und außen her unterlaufen und erschüttert wurde, bis es schließlich an sein Ende gelangte und die Feinde der Republik den Sieg davon trugen.
Am 30. Januar 1933 übernahm Hitler bekanntermaßen die Macht und führte das noch junge Deutschland in seine schwärzeste Epoche. Entgegen den Phantasien der neuen Machthaber sollte diese aber keine 1000, sondern nur 12 Jahre dauern. Am Ende lag alles in Schutt und Asche. Der Schuldfrage und der Rolle der Siegermächte widmet Piper ein ausführliches Kapitel am Ende des Buches.
Der Appell, sich der Verantwortung gegenüber der deutschen Geschichte nicht zu entziehen oder diese zu verdrängen beschließt sein Buch.

Es ist ein mutiges Unterfangen, die Geschichte des Nationalsozialismus auf 346 Seiten darstellen zu wollen, bei dem vieles unerwähnt bleiben muss. So ist schon die Tatsache problematisch, dass Piper mit seinen Darstellungen im Jahr 1919, wenn auch mit kurzen Rückblenden, beginnt. Was fehlt, ist ein kurzer Blick in die Zeit davor, um die Situation jener Zeit zu verdeutlichen.

Dennoch leistet das Buch, was der Titel verspricht in Form einer "Kurzen Geschichte des Nationalsozialismus". Mit der Darstellung der Schuldfrage leistet Piper gar aufklärerische Arbeit und zeigt Wurzeln gegenwärtiger Probleme.
Das am Schluss des Buches aufgeführte Namensregister, die Zeittafel und die Abkürzungserläuterung ermöglichen es, sich schnell im Buch zurechtzufinden. Die abschließende Liste weiterführender Literatur gestattet schließlich, was die kurze Geschichte aus Platzgründen nicht konnte: einen tieferen Einblick in die Entwicklung des Nationalsozialismus.

Zum Autor:
Der 1952 in München geborene, promovierte Historiker Ernst Piper war viele Jahre lang als Verleger aktiv. Er lebt heute mit seiner Familie in Berlin und ist als Privatdozent an der Universität Potsdam tätig. Pipers bisher veröffentlichte Bücher weisen ein breites Oeuvre auf, das von Alfred Rosenberg, Hitlers Chefideologen, über Theodor Herzls "Judenstaat" bis hin zur Geschichte der Stadt München reicht. Weitere Informationen unter: www.ernst-piper.de.

AVIVA-Tipp: Ernst Pipers "Kurze Geschichte des Nationalsozialismus" ermöglicht einen, wenn auch groben, Überblick über Ideologie und Entwicklung des Nationalsozialismus von 1919 bis in die Jahre nach 1945 und in Ansätzen bis in die Gegenwart. In verständlicher Sprache stellt Pipers populärwissenschaftliches Werk die grundlegenden Sachverhalte dar und macht mit den wichtigsten Personen vertraut.

Ernst Piper
Kurze Geschichte des Nationalsozialismus. Von 1919 bis heute

Hoffmann und Campe Verlag, erschienen November 2007
ISBN 978-3-455-50024-0
17, 95 Euro
352 Seiten, Hardcover, gebunden

Literatur Beitrag vom 27.01.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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