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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 31.03.2008

Akademikerinnen im technischen Feld. Von Dr. phil. Franziska Schreyer
Britta Leudolph

In dieser Studie werden die Strukturen und Entwicklungen des Arbeitsmarktes für Ingeneurinnen und Naturwissenschaftlerinnen sowie die Karrierechancen von Absolventinnen..



..."männlich dominierter" Studienfächer untersucht.

Franziska Schreyer stellt sich in ihrer Dissertation folgende Fragen: "Inwieweit unterscheidet sich die Arbeitsmarktsituation der Geschlechter aus stark männerdominierten Ingenieur- und Naturwissenschaften, inwieweit ähnelt sie sich? Wenn [...] nach wie vor Ungleichheiten zuungunsten von Frauen bestehen: Haben sie sich im Zeitablauf zumindest verringert? Sind Geschlechter(un)gleichheiten im technisch-naturwissenschaftlichen Feld besondere oder sind sie einfach typisch für den Akademikerarbeitsmarkt generell? Wenn Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen gegenüber ihren männlichen Kollegen im Nachteil sind: Sind sie gegenüber den Frauen aus anderen `geschlechtstypischeren´ Fächern nicht doch im Vorteil? Inwiefern unterscheidet sich die Situation von Frauen in West- und Ostdeutschland [...]?"

Zur Beantwortung dieser Fragen untersucht sie den Arbeitsmarkt und die Beschäftigung von Frauen aus technisch-naturwissenschaftlichen Studienfächern und analysiert die Strukturen und Entwicklung der Erwerbstätigkeit sowie der Arbeitslosigkeit. Sie konzentriert sich insbesondere auf AbsolventInnen von "Männerfächern" also Fächern in denen der Absolventinnenanteil in den von ihr berücksichtigten Zeiträumen unter 25 Prozent lag.
In ihrer Analyse beleuchtet die Soziologin die (Un)gleichheiten zwischen den Geschlechtern. Weiterhin vergleicht sie die Situation von Frauen, die männlich dominierte Fächer studierten mit der von Frauen, die andere Studienfächer belegten. Die Autorin konzentriert sich auf die Untersuchung Westdeutschlands seit den 1980er Jahren bis 2000. Die ehemalige DDR mit ihrer speziellen Geschichte wird in einem Exkurs behandelt. Die Basis der empirischen Arbeit sind im Großen und Ganzen "[...] umfangreiche amtliche Statistiken und Großerhebungen, vor allem Mikrozensen und Arbeitslosenstatistiken."

Die Ergebnisse der Studie sind nicht überraschend, jedoch ernüchternd. Auch nach nunmehr 30 Jahren Bemühungen, mehr Frauen für männlich dominierte Berufe zu gewinnen, sind Frauen mit einem Abschluss beispielsweise in Informatik, Elektrotechnik oder Maschinenbau meist im Nachteil und doppelt so häufig arbeitslos wie ihre männlichen Kommilitonen. Sie erzielen niedrigere Einkommen und die Geburt von Kindern zieht oft die berufliche Desintegration nach sich.

Interessant ist der zwar kurze, aber aussagekräftige internationale Vergleich: "Weltweit ist der Frauenanteil (im Mathematikstudium, Anm. d. Red.) in den arabischen Ländern am höchsten, gefolgt von asiatischen und mittel- und südamerikanischen Ländern. Das Schlusslicht bilden die westlichen Industrienationen und Afrika."

Das Buch ist mit anschaulichen Tabellen und vielen Anmerkungen und Verweisen ausgestattet.

Zur Autorin: Dr. phil. Franziska Schreyer, Soziologin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.

AVIVA-Tipp: Franziska Schreyer legt mit "Akademikerinnen im technischen Feld" eine umfangreiche Untersuchung zur Situation von Absolventinnen männlich dominierter Studienfächer vor. Sie zeigt auf, wie die vorherrschende Arbeitskultur Frauen in ihren Karrierechancen behindert und dass sich die Arbeitswelt wandeln muss, um Chancengleichheit herbeizuführen. Eine Erklärung, warum sie die von ihr untersuchten Studienfächer ausgerechnet als "Männerfächer" bezeichnet, bleibt die Autorin leider schuldig.

Akademikerinnen im technischen Feld – Der Arbeitsmarkt von Frauen aus Männerfächern
Franziska Schreyer

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (Hg.)
Campus Verlag, erschienen 2008
300 Seiten
ISBN 978-3-593-38612-6
34,90 Euro

Literatur Beitrag vom 31.03.2008 Britta Leudolph 

   




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