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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 10.03.2008

Thea Dorn - Mädchenmörder
Sharon Adler

"Ein Liebesroman", so der Untertitel von "Mädchenmörder". Die Einser-Abiturientin Julia Lenz wird von einem Sadisten und Frauenmörder entführt. Sie verliebt sich in ihn und mordet mit. Zwiespältig.



Nachdem die 19-jährige Julia auf dem Nachhauseweg von der Party ihrer besten Freundin Carina an der Haltestelle für den Nachtbus von einem Mann in einem zitronengelben Porsche entführt wird, wird später nichts mehr so sein, wie es vorher war. "Mein Peiniger" nennt sie den ehemaligen, eher erfolglosen Radprofi, der vor ihr schon drei Mädchen in seine Gewalt gebracht, vergewaltigt und bestialisch ermordet hat. Der Entführer zwingt Julia, die Unterwäsche der getöteten Mädchen zu tragen, demütigt, vergewaltigt und quält sie – lässt sie aber am Leben.

Der Serienmörder nimmt die wehrlose, aber furchtlose Frau - denn sie beobachtet genau und analysiert die Situation zu jeder Zeit - mit auf die Flucht und Suche nach immer neuen Opfern quer durch Südeuropa: Von Deutschland nach Belgien, die Heimat des von ihm bewunderten brutalen Kindermörders Dutroux, über Frankreich bis nach Spanien.
Während dieser "Tour de Force" sterben weitere Mädchen. Julia führt ihm schließlich seine Opfer zu und wird von einer hilflosen Beobachterin zur aktiven Mittäterin.

Zur Autorin: Thea Dorn, geboren 1970 bei Frankfurt am Main, machte eine Ausbildung in klassischem Gesang. Anschließend wandte sie sich dem Studium der Philosophie und Theaterwissenschaft in Frankfurt, Wien und an der Freien Universität Berlin zu, wo sie eine Zeitlang Dozentin für Philosophie war. Schon mit 24 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Roman "Berliner Aufklärung", für den sie den Raymond-Chandler-Preis erhielt. Es folgten "Ringkampf" und "Marleni", ein Theaterstück über Marlene Dietrich und Leni Riefenstahl, und ihr dritter, mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichneter Roman "Die Hirnkönigin". Für die Reihe Tatort schrieb Thea Dorn ein Drehbuch, das 2002 von Radio Bremen verfilmt wurde. Ein weiteres Mal sorgte sie 2004 mit "Die Brut", einem Roman, der die Höllenfahrt einer modernen Karrieremutter beschreibt, für Furore. Zuletzt erschien von ihr "Die neue F-Klasse. Wie die Zukunft von Frauen gemacht wird". Seit Oktober 2004 moderiert sie die Bücher-Talk-Sendung Literatur im Foyer im SWR und seit Januar 2008 den ARTE-Kulturtalk "Paris-Berlin. Die Debatte". Thea Dorn lebt als freie Autorin in Berlin. Weitere Infos und Kontakt: www.theadorn.de

AVIVA-Fazit: Eine gekidnappte Frau verliebt sich in ihren Entführer. Das ist nicht neu und die Leserin bleibt etwas ratlos mit "Mädchenmörder" zurück. Was will uns die Autorin hiermit sagen? Gibt es einen tieferen Sinn dieses "Liebesromans" und wenn ja, welcher könnte das sein? Leicht ermüdend sind auch die endlosen Liebeserklärungen in Form der Briefe, die Julia später an ihren nun-nicht-mehr–Peiniger ins Gefängnis schreibt, denn Sympathie mit der Protagonistin oder ihrem sadistischen Entführer empfindet die Leserin bereits nach den ersten 20 Seiten nicht mehr. Auch sprachlich bleibt Thea Dorn hinter ihrem gewohnten brillanten sezierendem Stil zurück und die Innenansichten ihrer Protagonsistin verlieren sich leider in unzähligen Einschüben, die sie in Klammern ))) setzt oder durch drei Pünktchen ins Leere laufen lässt. Das ist auf Dauer beim Lesen störend und ärgerlich.

Machen Sie sich selbst ein Bild bei der Lesung am
25.04.2008, 20.15 Uhr
Veranstaltungsort: Lehmanns Fachbuchhandlung
Hardenbergstraße 5
10623 Berlin
Fon: 030/617911-0

Lesen Sie auch unser Interview mit Thea Dorn aus 2002.


Thea Dorn
Mädchenmörder
Ein Liebesroman

Manhattan Verlag, erschienen 25. Februar 2008
Gebunden, 336 Seiten
Euro 19,95 [D] / Euro 20,60 [A] / SFr 34,90 (UVP)
ISBN 978-3-442-54583-4

Literatur Beitrag vom 10.03.2008 Sharon Adler 

   




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