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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 08.01.2008

Sabine Kuegler. Gebt den Frauen das Geld
Sharon Adler

Die Autorin von "Dschungelkind" und "Ruf des Dschungels" will mit diesem Buch ein Plädoyer für eine moderne Arbeitsteilung und eine neue Balance zwischen Männern und Frauen liefern.



Frauen und Armut – ein Kapitel, so alt wie die Menschheit
Abgesehen von einigen wenigen Herrscherinnen gab es in der frühen und späten Vergangenheit kaum Frauen, die die Macht über Autorität, Geld und Zeit hatten.
In den meisten Entwicklungsländern haben sie keinen oder nur einen geringen Zugang zum Arbeitsmarkt, zum Bildungswesen, zur Politik und zum Finanzwesen. Als Lohnarbeiterinnen erhalten sie durchschnittlich nur 75 Prozent des Verdienstes, der Männern für die gleiche Tätigkeit gezahlt wird. Vielfach sind ihre Rechte so weit eingeschränkt, dass sie über keinen eigenen Besitz verfügen dürfen und sich ihren Ehemann nicht selbst aussuchen dürfen.

Ausgehend von ihrer eigenen Geschichte, die als Ureinwohnerin bei den Fayu beginnt, fragt Sabine Kuegler, bekannt als "Dschungelkind", in ihrem neuen Buch: "Sind Frauen die besseren Ökonomen?" und beantwortet im Untertitel von "Gebt den Frauen das Geld!" auch gleich diese Frage mit: "Und sie werden die Welt verändern".
Es steht sicher außer Frage, dass Frauen, hätten sie die alleinige Weltherrscherinnenmacht inne, wohl eher in der Lage wären, Kriege zu verhindern, Hungersnöte und Massenvergewaltigungen zu stoppen, Korruption zu unterbinden und möglicherweise auch weit- und umsichtiger zu handeln.

Sabine Kuegler führt diverse Beispiele eindrucksvoller Frauen und ihrer Fähigkeit auf, weiblich zu wirtschaften, so zum Beispiel in Entwicklungsländern wie Bangladesh, wo sie mithilfe der Kleinstkredite des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus nachhaltige Projekte etablieren konnten. Ein großer Teil der Haushalte in armen Ländern wird von allein wirtschaftenden Frauen geführt.
In ihrem Buch über die Weltwirtschaft und die unterschiedliche Rollenverteilung von Frauen und Männern lässt sie jedoch außer Acht, dass in Afrika und Europa, Asien oder Amerika andere Gesetze gelten, die nicht austausch- und übertragbar sind.

Global Gender Gap
Frauen verdienen weltweit weniger als Männer und sind häufiger von Altersarmut bedroht. Dies ist eine Tatsache, die es zu bekämpfen gilt. Frauen erhalten weniger häufig Darlehen von der Bank und falls doch, setzen sie mit ihrem Finanzierungsplan zu niedrig an. Dennoch zahlen sie, so die Statistiken, das geliehene Geld sehr viel verlässlicher zurück als die männlichen Kreditnehmer. So untersucht das Weltwirtschaftsforum in seiner jährlichen Studie die Gleichberechtigung von Männern und Frauen in 128 Ländern. Der Global Gender Gap Report untersucht vier Schwerpunkte: wirtschaftliche und politische Teilhabe, Bildungsstand, Gesundheit. Zudem fließen über dreißig Einzelindikatoren in die Studie ein, die sich auf amtliche Daten stützen.

Ihre These "Der Schlüssel, um die Armut zu besiegen und der nächsten Generation ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, liegt in den Händen der Frauen" untermauert die Autorin mit "Zehn guten Gründen, den Frauen das Geld zu geben".

Zur Autorin: Sabine Kuegler, 1972 in Nepal geboren, wuchs vom fünften bis zum 17. Lebensjahr als Missionarstochter mit ihren Eltern und Geschwistern im Dschungel von West-Papua auf. Nach ihrer Rückkehr in die westliche Welt absolvierte Sabine Kuegler eine Ausbildung in einem Schweizer Internat. Ihr außergewöhnliches Leben wurde weltweit durch ihre Millionenbestseller "Dschungelkind" und "Ruf des Dschungels" bekannt. Sie ist politisch engagiert, weit gereist und lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von München. Weitere Infos unter: www.dschungelkind.de.

AVIVA-Fazit: Anhand von Einzelschicksalen von Frauen in den ärmsten Regionen der Welt zeichnet Sabine Kuegler ein realistisches Bild von der Rolle der Frau und liefert dennoch nicht ausreichend Zahlen, Fakten und weiterführende Links, die als konkrete Argumentationshilfe auch in Europa eingesetzt werden könnten. "Gebt den Frauen das Geld!" bleibt leider an der Oberfläche und trotz des ehrenvollen Ansatzes wirkt es in der Ausführung leider häufig polemisierend.

Sabine Kuegler
Gebt den Frauen das Geld!

Zabert Sandmann Verlag, erschienen September 2007
Hardcover mit Schutzumschlag, 192 Seiten
Mit ca. 50 Schwarzweiß- und Farbbildern
16,95 Euro [D], 17,50 Euro [A], 29,95 sFr
ISBN: 978-3-89883-189-5

Literatur Beitrag vom 08.01.2008 Sharon Adler 

   




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