Eine Frau muss eine Frau bleiben. Von Hille Karoline Herold - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Happy End AVIVA_gegen_AFD
Aviva-Berlin > Literatur
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Romane + Belletristik
   Biographien
   Jüdisches Leben
   Sachbuch
   Graphic Novels
   Art + Design
   Lesungen in Berlin
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 
  Hier suchen, oder zur Sucheseite!


AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
 


AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2017




Happy Birthday AVIVA




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in größerer Schrift!

TIPP: über den Zurück-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 11.01.2008

Eine Frau muss eine Frau bleiben. Von Hille Karoline Herold
Anna Tremper

"Gleichberechtigung zu Beginn des 21. Jahrhunderts" - Eine Bestandsaufnahme zu Frauen und ihren Karrieremöglichkeiten in der noch immer männlich dominierten Arbeitswelt in Deutschland



Hille Herold legt mit "Eine Frau muss eine Frau bleiben" eine Studie zu Karrierefrauen heutige und deren Selbstverständnis vor. Dazu hat sie 80 Personen im Alter von 30 bis 60 Jahren interviewt, wobei etwa ein Drittel der Befragten männlich war. Die Männer wurden in die Studie mit einbezogen um eine Kontrollgruppe zu haben, die die "Norm" stellt. Eine Gruppe, die nicht aufgrund ihres Geschlechts härter kämpfen muss, um es in die oberen Etagen eines Unternehmens zu schaffen.

Anhand der Antworten geht Karoline Hold der Frage auf den Grund, ob die Themen der Frauenbewegung aus den 70er Jahren heute noch greifen, ob sie umdefiniert wurden oder vielleicht sogar inzwischen abgelehnt werden. Ist die Forderung nach Gleichberechtigung überhaupt noch aktuell?
Anhand der 80 Interviews nähert sie sich dieser Fragestellung. Wobei es sich nicht um eine repräsentative Umfrage, sondern um ein Quoten-Sample handelt.

Einleitend wird eine Übersicht über die bisherigen Ziele der Emanzipation und die zwei Hauptströmungen des Feminismus gegeben. Nach einem kurzen Exkurs über das mögliche Vorhandensein eines "weiblichen" Führungsstils wird eine Auswertung der Interviews vorgenommen. Den ProbandInnen wurden Fragen zu sechs Aspekten des Themas "Frauen-Karriere" gestellt. Es wurde beispielsweise danach gefragt, ob die Frauenquote ihre Berechtigung hätte, oder mit welchen Hindernissen Frauen beim Erklimmen der Karriereleiter zu rechnen hätten. Hille Herold fasst hier grob zusammen, wie sich die Frauen und Männer zu diesen Aspekten geäußert haben.

Den Hauptteil des Buches bilden sechs ausgewählte Interviews mit jeweils einer Frau und einem Mann aus verschiedenen Altersgruppen, die eine für die ProbandInnen charakteristische Position zur "Frauen-Karriere" enthalten. Im Anschluss findet sich stets ein zusammenfassender Kommentar der Autorin.

"Eine Frau muss eine Frau bleiben!" macht klar, dass sich zwar vieles getan hat, was Frauen und ihre Möglichkeiten der beruflichen Selbstverwirklichung betrifft, von Gleichberechtigung jedoch noch lange nicht die Rede sein kann. "Freiwillig geben die Männer nichts her" und so bleibt offen, ob die Frauenquote, auch wenn sie bei den Befragten weitestgehend auf Ablehnung stößt, nicht doch weiterhin gefordert werden sollte. Zumal in der Auswertung der Interviews auch deutlich wurde, dass es in einigen Unternehmen für Frauen noch immer nicht möglich ist, bis ganz nach oben zu kommen.

Zur Autorin : Dr. Hille Karoline Herold studierte Slawistik, Romanistik und Germanistik. Sie ist langjährige Dozentin im Fach Deutsch für ausländische Studierende an der Universität Bremen.

AVIVA-Tipp: Es wäre schön gewesen, wenn die subjektiven Eindrücke der Befragten noch durch Fakten zu der Thematik ergänzt worden wären, um so eine mögliche Differenz aufzuzeigen. Ein wenig lang geraten ist auch der Interviewteil mit knapp 100 Seiten. Hille Karoline Held hat hier jedoch ein Buch verfasst, das deutlich macht, dass Frauen in der Arbeitswelt noch lange nicht gleichberechtigt sind, auch wenn sich in den vergangenen Dekaden vieles gebessert hat. Ein Buch, das wieder bewusst macht, dass wir noch lange nicht am Ziel sind und Frauen nach wie vor viele Türen verschlossen bleiben. Wie weit wir noch entfernt sind, zeigt die von Hille Herold angeführte Prognose der UNO, wonach die Gleichberechtigung erst im Jahre 2490 hergestellt sein wird oder der Global Gender Gap Report.

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:
Alice Schwarzer:
"Alice im Männerland"
Alice Schwarzer: "Die Antwort"
Desiree Nick: "Eva go home – Eine Streitschrift"
Grethe Nestor: "Die Badgirl Feministin"
Iris Radisch: "Die Schule der Frauen"
Katja Kullmann: "Interview mit Katje Kullmann"
Mirja Stöcker: (Hrsg.):"Das F-Wort – Feminismus ist sexy"
Silvana Koch-Mehrin: "Schwestern"
Thea Dorn: "Die neue F-Klasse


"Eine Frau muss eine Frau bleiben!"
Oder: "Gleichberechtigung" zu Beginn des 21. Jahrhunderts
Hille Karoline Herold
Donat Verlag, erschienen 2007
Paperback - 171 Seiten
ISBN: 978-3-938275-26-9
12,80 Euro

Literatur Beitrag vom 11.01.2008 AVIVA-Redaktion 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken