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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 22.01.2008

Nomadenkind. Meine Flucht aus dem Sudan und mein Weg zum Topmodel. Von Alek Wek
Sabine Grunwald

Alek Wek wächst im krisengeschüttelten Sudan auf und schafft es, sich nach ihrer Flucht als Topmodel zu etablieren. Sie nutzt ihren Ruhm, sich für ihr Land in vielen Hilfsorganisationen zu engagieren



Alek kommt als siebtes von neun Kindern in der kleinen Stadt Wau, im Sudan zur Welt. Ihr Volk, die Dinka sind mit den Nuer und den Massai verwandt. Als sie 1977 das Licht der Welt erblickt, herrscht gerade für kurze Zeit Frieden.

Das Land ist in den islamisch-arabischen Norden und den animistischen und christlichen Süden geteilt. Zwischen diesen beiden Kulturen kommt es immer wieder zu Spannungen. 1950 brach ein brutaler Bürgerkrieg aus, der bis 1972 andauerte.

Aleks Eltern lebten lange im Exil und kehrten, als endlich Frieden herrschte, in den Süden zurück. Sie ließen sich in dem 70.000 EinwohnerInnen zählenden Wau nieder, weil die Stadt als relativ kultiviert galt. Ihre Mutter hatte gegen den Willen ihrer Eltern geheiratet und beide Elternteile wollten ihre Kinder frei von den restriktiven Stammesgebräuchen wie Polygamie und Gesichtsvernarbung aufwachsen lassen.

Als Alek neun Jahre alt wird, änderte sich das Leben schlagartig. Militärfahrzeuge rollten durch die Straßen und gesetzlose Milizen richteten überall Verwüstungen an. Nach zehnjährigem Frieden war erneut der Krieg ausgebrochen.
Als die Lebensbedingungen immer schwieriger werden, entschließt sich die Familie zur Flucht. Sie kehrten zu den Verwandten aufs Land zurück, um das Kriegsende abzuwarten.

Hier erwartet das Mädchen eine völlig andere Welt, sie hat Schwierigkeiten sich in das traditionelle Leben im Dorf einzufügen. Nachdem sich die größten Unruhen gelegt hatten, kehrte die Familie in die zerstörte Stadt zurück. Der schwerkranke Vater musste nach Khartum in ein Krankenhaus transportiert werden. Auch der zwölfjährigen Alek gelang es, zu ihrem Vater nach Khartum zu fliegen und schließlich zu ihrer Schwester nach London zu fliehen. Die 14jährige kümmert sich um ihre Nichten und Neffen und freundet sich mit dem neuen Leben an.

1994 beginnt sie mit einem Kunststudium am London Institute und wird ein Jahr später als Model entdeckt. Ihre Agentin glaubt an Aleks Erfolg und schickt sie nach New York. Doch es sollte ein harter Weg werden, bis sie 1997 auf dem Titelbild der Elle zu sehen war und das gängige Schönheitsideal revolutionierte.

"Zu jener Zeit waren Supermodels mit schlanken, aber kurvigen Figuren und langem üppigem Haar gefragt. Und die meisten von ihnen hatten helle Haut und blonde Haare. Darauf waren die Kosmetik- und Modefirmen eingestellt. Die Werbefirmen trauten sich nicht, etwas anderes auszuprobieren, genauso wenig die Zeitschriften."

Seit 2003 lebt Alek in New York City, arbeitet als Topmodel und repräsentiert das "Gesicht Afrikas". Sie hat ein eigenes Taschenlabel unter dem Namen Wek1933 gegründet und engagiert sich für ihr Land in Hilfsorganisationen wie UNICEF, der Aids- und der Welthungerhilfe.

Weitere Infos zu Alek Wek W.E.K. / Working to Educate Kids unter: http://alek-wek.com

AVIVA-Tipp: Alek Wek´s Biografie beschränkt sich nicht nur auf ihre persönliche Geschichte, sondern schildert auch eindrucksvoll die politischen Verhältnisse in ihrem Land und die tragischen Auswirkungen der Bürgerkriege.

Lesen Sie auch unsere Rezension zu "Die Hälfte der Sonne" von Chimanda Ngozi Adichie.


Alek Wek
Nomadenkind

Originaltitel: Alek. From the dirt tracks of the Sudan to the catwalks of Paris and Milan
Übersetzt von Antoinette Gittinger
Krüger Verlag, erschienen September 2007
Gebunden, 237 Seiten, 40 Farbfotos.
19,90 Euro
ISBN 978-3-8105-2367-9

Literatur Beitrag vom 22.01.2008 Sabine Grunwald 

   




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