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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 27.03.2008

Neu-alter Judenhass
Sarah Ross

Klaus Faber, Julius H. Schoeps und Sacha Stawski haben gemeinsam ein Buch herausgegeben, das sich mit dem Antisemitismus im islamischen und im christlich-westlichen Kulturkreis befasst.



Der Antisemitismus hat viele Gesichter. Mal versteckt und dann wieder sehr deutlich tritt er in unserem Alltag ans Tageslicht: So zum Beispiel in der Form des deutschen Schuldabwehr-Antisemitismus. Dahinter verbirgt sich der Vergleich der israelischen Politik gegenüber den PalästinenserInnen mit Hitlerdeutschlands Verbrechen an den Juden. Aber auch der islamische Antisemitismus und besonders die Berichterstattung in Verbindung mit dem arabisch-israelischen Konflikt stellt bereits seit längerer Zeit ein nicht mehr zu ignorierendes Problem dar. Gerade in den Medien werden TerroristInnen häufig nicht als das bezeichnet, was sie sind, und darüber hinaus wird zum Beispiel die Bedeutung der Worte des iranischen Präsidenten relativiert. Dabei sind der islamische Antisemitismus und der im christlich-westlichen Kulturkreis längst eine "unheilige Verbindungen" eingegangen – und zwar nicht erst seit der islamischen Einwanderung nach Europa und auch nicht nur dort: "Hitlerdeutschland hat im Bündnis mit größeren Teilen der damaligen arabischen Nationalbewegung zur Verbreitung seines antisemitischen Weltverständnisses im Islam einen wesentlichen Beitrag geleistet."

In dem von den Herausgebern Klaus Faber, Julius H. Schoeps und Sacha Stawski vorgelegten Buch "Neu-alter Judenhass" befassen sich 31 Autorinnen und Autoren mit unterschiedlichen Positionen mit einem Thema, das leider nie an Aktualität verliert. "Alte" antisemitische Haltungen und Vorurteile, die uns heute in "neuen" Formen und Gewändern begegnen, sind Gegenstand der einzelnen, gut recherchierten und interessanten Essays in diesem Buch.
Die AutorInnen nähern sich dabei der komplexen Problematik des neu-alten Judenhasses aus drei verschiedenen Perspektiven: Dem Umgang der deutschen Medien mit dem Nahostkonflikt und deren Grenzziehung zur antisemitischen Israelkritik (erster Teil des Buches), aus der Sicht des ungern wahrgenommenen Problems mit dem islamischen Antisemitismus in Nahost und Europa (zweiter Teil des Buches) und aus politische Perspektiven – sprich den Herausforderungen für die deutsche und europäische Politik (dritter Teil des Buches).

Obwohl die Autoren und Autorinnen in ihren Beiträgen häufig zu voneinander abweichenden Ergebnissen kommen, stimmen sie doch in einem Punkt miteinander überein: "Es besteht Anlass zum Handeln gegen den neu-alten Antisemitismus – in ganz Europa, vor allem in Deutschland, und auch in Nahost."
Sowohl die Idee als auch das Konzept zu diesem Buch gehen auf zwei Veranstaltungen zurĂĽck, die in den Jahren 2003 und 2004 in Berlin stattgefunden haben: Zum einen eine Veranstaltung im Bundestag zum Thema "Antisemitismus, deutsche Medien und der Nahostkonflikt" und zum anderen die im Centrum Judaicum zum Thema "islamischer Antisemitismus". Daher ist im Anhang dieses Sammelbandes auch ein Ăśberblick ĂĽber die Podiumsrunden und die Mitwirkenden abgedruckt.

AVIVA-Tipp: Das Besondere an dem Sammelband "Neu-alter Judenhass. Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik" ist vielleicht weniger die Thematik, als vielmehr die Tatsache, dass sich über dreißig AutorInnen – darunter jüdische und nichtjüdische Deutsche, Deutsche arabischer, iranischer und türkischer Abstammung, Israelis, US-Staatsbürger und Österreicher, Christen, Juden, Muslime und Menschen anderer oder ohne Glaubenszugehörigkeit, PolitikerInnen, ExpertInnen, WissenschaftlerInnen und RepräsentantInnen engagierter Institutionen und Vereinigungen – mit einem Problem befassen, das stets an Aktualität behält.

Zu den Herausgebern:
Klaus Faber ist Staatssekretär a. D., Rechtsanwalt und Publizist, Geschäftsführender Vorsitzender des Wissenschaftsforums der Sozialdemokratie in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Prof. Dr. Julius H. Schoeps ist Professor für Neuere Geschichte und Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam.
Sacha Stawski ist Immobilienkaufmann, GrĂĽnder und Chefredakteur der Initiative Honestly Concerned e.V., die sich gegen Antisemitismus einsetzt.

Klaus Faber, Julius H. Schoeps und Sacha Stawski (Hg.):
Neu-alter Judenhass.

Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik
Verlag fĂĽr Berlin-Brandenburg, 1. Auflage erschienen Juli 2006
ISBN: 3-86650-163-3
424 Seiten, Hardcover, Fadenheftung
Preis: 24,90 Euro

Literatur Beitrag vom 27.03.2008 Sarah Ross 

   




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