Turning the Kaleidoscope - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Happy End AVIVA_gegen_AFD
Aviva-Berlin > Literatur
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Romane + Belletristik
   Biographien
   Jüdisches Leben
   Sachbuch
   Graphic Novels
   Art + Design
   Lesungen in Berlin
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 
  Hier suchen, oder zur Sucheseite!


AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
 


AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2017




Happy Birthday AVIVA




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in größerer Schrift!

TIPP: über den Zurück-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 21.03.2008

Turning the Kaleidoscope
Sarah Ross

In ihrem Buch "Turning the Kaleidoscope. Perspectives on European Jewry" stellen die HerausgeberInnen Sandra Lustig und Ian Leveson unterschiedliche Perspektiven auf das europäische Judentum vor.



Die HerausgeberInnen Sandra Lustig und Ian Leveson thematisieren in ihrem 2006 bei Berghahn Books erschienenen Buch "Turning the Kaleidoscope" ein, sowohl im öffentlichen wie auch wissenschaftlichen Diskurs, längst überfälliges Sujet: Das Europäische Judentum nach der Shoah. Im Vergleich zum Amerikanischen oder Israelischen Judentum, scheint die Entwicklung jüdischen Lebens in Europa nach dem Holocaust eine Art blinder Fleck auf der Landkarte zu sein. Ein Judentum, das sich neben der Diversität der europäischen Geschichte, seiner verschiedenen Kulturen und Sprachen, die das Leben der Juden in Europa maßgeblich beeinflusste, sich nicht selten auch mit Vorurteilen und Ignoranz von Seiten amerikanischer oder israelischer Juden auseinandersetzen musste.

Sandra Lustig und Ian Leveson, sowie die zahlreichen Co-AutorInnen dieses Bandes, brechen in ihren Beiträgen eine Lanze für das europäische Judentum – als die dritte Säule des Weltjudentum, neben Israel und Nordamerika. Dabei wird die oben genannte Vielfalt Europas mit ihren Vor- und Nachteilen, wie beispielsweise die besonderen Beziehungen zwischen Juden und Nicht-Juden und der Sonderfall Deutschland, nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance verstanden. In drei Teile eingeteilt – I. Overarching Questions, II. Inner-Jewish Concerns: Rebuilding and Continuity und III. The Jewish Space in Europe – beschäftigen sich die einzelnen Beiträge mit Fragen wie der Selbstwahrnehmung europäischer Juden im Unterschied zu Amerikanern und Israelis, die sowohl deren Unterschiedlichkeiten wie kollektive europäisch-jüdische Identität berücksichtigt. Aber auch nach der neuen Rolle der Juden in Europa nach der Shoah, nach Konzepten der Diaspora und Galut, sowie Modellen jüdischer Gemeindeorganisationen und vielem mehr wird gefragt. Während manche Artikel Erfahrungen von Juden in Großbritannien, Schweden, Deutschland oder Ungarn hervorheben, betrachten andere das europäische Judentum in seiner Gesamtheit.

AVIVA-Tipp:
Während derzeit Juden weltweit dem Auszug aus Ägypten und der Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei gedenken, kann durchaus die Frage gestellt werden, was dieses Buch von anderen Publikationen zum europäischen Judentum unterscheidet? Die Antwort ist simpel und besonders zugleich: Es beschäftigt sich mit jüdischem Leben im gegenwärtigen Europa! Keine/r der AutorInnen versteckt sich hinter der Geschichte, um die teilweise sehr schwierigen Fragen zum Leben der Juden in Europa nicht beantworten zu müssen. "Turning the Kaleidoscope. Perspectives on European Jewry" ist ein revolutionäres wie sehr lesenwertes Buch.

Zu den HerausgeberInnen:

Sandra Lustig ist als Tochter deutsch-jüdischer Flüchtlinge in den USA geboren und lebt in Berlin, wo sie als Consultant und Übersetzerin arbeitet. Sie ist Gesellschafterin und Mitgründerin von Ecologic. Über mehrere Jahre war sie Managing Partner bei Ecologic und u.a. für Personaleinwerbung und die Etablierung von Ecologics Transatlantic Internship und Fellowship Programme verantwortlich. Seit 2006 ist sie Senior Policy Advisor. Unter anderem ist sie Gründerin eines jüdischen Stammtisches und Organisatorin verschiedener jüdischer Konferenzen.

Ian Leveson ist schottischer Computerspezialist, sowie ein jüdischer Sozial- und Umweltaktivist. Er betrachtet Deutschland durch die Brille eines Briten und Juden, und Judentum aus europäischer Perspektive. Seine Forschungsinteressen umfassen folgende Bereiche: Jewry´s adjustment to European integration, economic liberalization, and Globalization. Ian Leveson war an verschiedenen Basisinitiativen zur Wiederbelebung einer "jüdischen Zivilgesellschaft" in Berlin beteiligt.

Sandra Lustig and Ian Leveson (Hrsg.)
Turning the Kaleidoscope: Perspectives on European Jewry

Berghahn Books, erschienen 2006
ISBN 978-1-84545-076-2
239 Seiten, gebundene Ausgabe
62,99 Euro

Literatur Beitrag vom 21.03.2008 Sarah Ross 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken