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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 22.05.2008

Räuberkinder
Tina Kosleck

"Räuberkinder" sind Tyrannen. Antje Damms Pappbilderbuch ist etwas für diejenigen, die gerne mal von wirklich bösen und gar nicht süßen Kindern lesen wollen.



"Nein, du bist doch nicht etwa auch ein Räuberkind?"

Fast sehen sie schon furchterregend aus, Antje Damms "Räuberkinder", zumindest ziemlich böse und gemein. Und so benehmen sie sich auch. Brav sein, gute Manieren? Fehlanzeige! Anstatt sich zu waschen, spielen sie mit Klopapier und Lippenstift, sie kümmern sich nur manchmal um die Haustiere und reden nicht mit anderen Leuten.

In dem robusten Pappbilderbuch "Räuberkinder", das sie auch selbst illustriert hat, nimmt Antje Damm das Klischee wohlerzogener Kinder, die sich zu benehmen wissen, gehörig auf die Schippe. (Klar, die gibt´s ja sowieso nicht!) Räuberkinder kümmern sich nicht um Regeln, sorglos, mit stolz geschwellter Brust und der typisch kindlichen Selbstbezogenheit ("Nie würden sie etwas miteinander teilen") ziehen sie durch ihre Welt. Am Ende des Buches gibt es vielleicht so etwas wie eine klitzekleine Moral, denn da stehen die beiden Räuberkinder zitternd auf einem Stuhl und fürchten sich gemeinsam vor einer kleinen Maus. Sie können also auch mal Angst haben, diese einschüchternden Räuberkinder, denen zuvor nichts und niemand etwas anhaben zu können schien.

Nun ist es durchaus nicht so, dass mir der Sinn in Kinderbüchern stets nach Moral steht, aber in "Räuberkinder" fehlt mir doch ein der liebevollere Blick auf die kleinen Räuber. Zumindest beim ersten Lesen und besonders durch die Zeichnungen (sowohl Junge als auch Mädchen werfen ganz schrecklich giftige Blicke in alle Richtungen) wirken die Kinder wirklich unsympathisch, echt böse eben. Immerhin geht das so weit, dass die Straßen menschenleer sind, wenn die Räuberkinder einkaufen gehen. Richtige Tyrannen sind sie! Und mal ehrlich – erstens: so schlimm sind sie doch auch wieder nicht, oder? Und zweitens: mögen kleine Kinder von bösen kleinen Kindern lesen? Das Augenzwinkern mit dem Antje Damm dieses Buch sicher verfasst hat, wird leider nicht so deutlich transportiert.

AVIVA-Tipp: Sicher ist "Räuberkinder" ein besonderes, weil anderes Bilderbuch, und es findet bestimmt auch seine Fans. Vor allem ist es ein Buch für LeserInnen, die gerne mal mit ironischem Blick ein Buch über "sehr, sehr böse" Kinder lesen möchten.

Zur Autorin: Antje Damm wurde in Wiesbaden geboren. Sie studierte Architektur in Darmstadt und Florenz und lebt mit ihrer Familie heute in einem kleinen Dorf in der Nähe von Gießen. Nach der Geburt ihrer zwei Töchter begann sie mit dem Schreiben und Zeichnen von Bilderbüchern und ist damit außerordentlich erfolgreich.
[Quelle: Gerstenberg Verlag]


Antje Damm
Räuberkinder

Gerstenberg Verlag, erschienen Februar 2008
ab 2 Jahren
ISBN 978-3-8369-5191-3
Pappbilderbuch, 26 Seiten, 15 x 15 cm
7,90 Euro

Literatur Beitrag vom 22.05.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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