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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 23.07.2008

Ein Lied für meinen Vater – Ella Milch-Sheriff und Ingeborg Prior
Sabine Grunwald

Ella, eine Überlebende des Holocaust in zweiter Generation, setzt sich als Erwachsene musikalisch mit dem Vermächtnis ihres Vaters "Glaube nicht – Der Himmel ist leer" auseinander



Ella ist die jüngste Tochter eines polnisch-galizischen Ehepaares, das im Mai 1948, kurz nach der Gründung es Staates Israel, mit 800 anderen jüdischen AuswanderInnen in Haifa eintraf.

Die Erinnerungen an ihre Kindheit sind von negativen Gefühlen geprägt. Der strenge Vater züchtigt seine Töchter mit dem Ledergürtel, von der Mutter erfahren die Geschwister eher materielle denn emotionale Zuwendung. Das Kind verabscheut den gesüßten polnischen Salat genauso wie das Jiddisch, in dem sich die Eltern manchmal unterhalten.

Sie empfindet sich selbst als eine Sabra. So nennen sich die in Israel geborenen Juden und Jüdinnen, weil sie der Sabra-Kakteenfrucht gleichen, außen stachlig und innen saftig und süß...
Als Ella, noch als Kind, über ein Buch stolpert, in dem die Vergangenheit ihres Vaters entschlüsselt wird, ist sie entsetzt und verstört. Baruch Milch war bereits einmal verheiratet und hatte einen kleinen Sohn und eine Ehefrau, die beide den Holocaust nicht überlebten.

Ihre Zuflucht wird die Musik, und bereits mit zwölf Jahren fängt sie an zu komponieren.
Die Philosophie ihres Vaters: "Glaube nicht – Der Himmel ist leer" wird der kleinen Ella mit auf den Weg gegeben. Als sie Jahre später in der Lage ist, die Lieblosigkeit von Vater und Mutter mit den schrecklichen Erfahrungen in Einklang zu bringen, die das Leben ihrer Eltern bestimmte, setzt sie mit der Kammeroper "Ist der Himmel leer?" ihrem Vater ein musikalisches Denkmal.
Im November 2003 hatte "Ist der Himmel leer?" seine deutsche Premiere mit dem Berliner Sinfonieorchester. 2004 wurde es ein weiteres Mal in Deutschland sowie den USA aufgeführt

Zu den Autorinnen:

Ella Milch-Sheriff wurde 1954 in Haifa geboren. Sie studierte klassische Musik in Tel Aviv. Als erste israelische Komponistin setzt sie sich auch musikalisch mit dem Holocaust auseinander, ihre Werke wurden bereits vielfach in Israel und Deutschland aufgeführt. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Komponisten und Dirigenten Noam Sheriff, in Tel Aviv. 2005 erhielt sie den "Israeli Prime-Minister Prize" und den "Rosenblume Prize" für ihr Werk. Weitere Informationen und Kontakt unter:
www.ellasheriff.com/ein-lied-fur-meinen-vater.asp

Ingeborg Prior, geboren 1939, arbeitet als freiberufliche Journalistin. Veröffentlichungen: "Der Clown und die Zirkusreiterin – Eine verbotene Liebe in Nazi-Deutschland" (Malik und Piper, 1997), "Die geraubten Bilder – Die abenteuerliche Geschichte der Sophie Lissitzky-Küppers und ihrer Kunstsammlung" (Kiepenheuer und Witsch, 2001). Sie lebt in Köln. (Verlagsinformation).

AVIVA-Tipp: Ein großartiges Buch wider das Vergessen. Es zeigt, dass die Vergangenheit ihre Spuren bis in die Gegenwart trägt. Mit ihren Kindheitserinnerungen, die mit den minuziös aufgezeichneten Tagebucheintragungen ihres Vaters verbunden sind, zeigt diese Biographie, dass Verständnis nur durch Wissen erwachsen kann.


Ella Milch-Sheriff
Ingeborg Prior
Ein Lied für meinen Vater

Aufbau Verlag, erschienen Februar 2008
Gebunden mit Schutzumschlag
220 Seiten, mit Abbildungen
ISBN 978-3-351-02661-5
19,95 Euro

Literatur Beitrag vom 23.07.2008 Sabine Grunwald 

   




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