Katharina Grosse - EAT CHILD EAT! - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Happy End AVIVA_gegen_AFD
Aviva-Berlin > Literatur
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Romane + Belletristik
   Biographien
   Jüdisches Leben
   Sachbuch
   Graphic Novels
   Art + Design
   Lesungen in Berlin
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 
  Hier suchen, oder zur Sucheseite!


AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
 


AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2017




Happy Birthday AVIVA




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in größerer Schrift!

TIPP: über den Zurück-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 16.05.2012

Katharina Grosse - EAT CHILD EAT!
Ulrike Wagener

In ihrer Publikation im DISTANZ Verlag präsentiert die Malerin ihre Leinwandarbeiten aus den Jahren zwischen 2008-2010. Ein ungewöhnliches Medium für die Installationsartistin. Auch in der ...



...Zweidimensionalität gelingt es ihr, in und mit der Konfrontation von Masse und Farbe zu arbeiten.

Das Spiel mit Malerei und Volumen

Die gebürtige Freiburgerin gehört zu den international bedeutendsten Vertreterinnen der zeitgenössischen Malerei. Dabei ist die Art und Weise ihre Werke, wie in dem vorliegenden Band zu präsentieren, eher ungewöhnlich für Katharina Grosse. Meist arbeitet sie mit Spritzpistole und Kompressor und bedeckt mit intensiven Farben Fußböden, Wände, Decken und vorgefundene, bewusst arrangierte oder speziell gefertigte Gegenstände. Sie sieht sich jedoch nicht in Verwandtschaft zu Graffiti-KünstlerInnen, obwohl sie sich des gleichen Werkzeugs bedient. Sie begründet das damit, dass es ihr, im Gegensatz zu Graffitis, nicht darum gehe, bestimmte Areale zu markieren oder sich den öffentlichen Raum anzueignen.

Die Installationskünstlerin arbeitet stets mit verschiedenen Schichten, die ihren Arbeitsprozess dokumentieren. Sie verwendet ausschließlich intensive Farben und verleiht ihren Werken damit einen "überexpliziten" Charakter. Ein weiteres typisches Element ihrer Arbeiten im Raum ist das Spiel mit dem Unsichtbaren und dem Sichtbaren. Nicht nur die verschiedenen materialisierten Gegenstände, sondern auch das "Dazwischen" ist Teil ihrer Werke. Durch die räumliche Ausweitung von Katharina Grosses Malerei treten die BetrachterInnen auf eine besondere Weise mit dem Werk in Kontakt, indem sie den Prozess seiner Entstehung nachvollziehen.

Gegenüberstellung ihrer Leinwandarbeiten

Obwohl die Arbeit auf Leinwand einen ganz anderen Umgang mit Räumlichkeit erfordert, arbeitet die eigenwillige Malerin auch hier mit Farbfeldern und verzichtet auf figürliche Darstellungen. Die Schülerin von Gerhard Richter und Gotthard Graubner wehrt sich gegen konservative Vorstellungen in der Malerei. Sie ist sich der Schwierigkeiten weiblicher Künstlerinnen sich im kommerziellen Kunstbetrieb durchzusetzen bewusst und wendet sich mit ihrer Kunst dagegen. In einem Interview mit der kuratorischen Managerin der temporären Kunsthalle Berlin, Angela Rosenberg, beschreibt sie ihre Überlegung wie folgt: "Alle Elemente können sich mit allen Elementen zu einem Ereignis verzahnen, das immer weiter fortgeführt werden kann."

Die Arbeiten ihrer ersten klassischen Monographie entziehen sich jeglicher abstrakt-formaler Beschreibung oder metaphorischer Deutung. Mit Hilfe weicher Schablonen, Abdeckungen aus Erde oder anderen Materialien "schützt" sie gewisse Teile des Werkes, während sie anderen Teilen eine neue Schicht aufträgt. Sie nutzt die Eigenschaften dünnflüssiger Farbe, die sie kontrolliert unkontrolliert über ihre Arbeit laufen lässt oder bringt mit Schraffuren neue Formen ins Spiel. Wie in ihren dreidimensionalen Arbeiten verwendet Katharina Grosse auch hier die Wirkung von Zwischenräumen und "Freizonen", um Formvorstellungen auszudrücken.

Durch ihre Technik des Überlagerns von unterschiedlichen Flächen und Materialien vermittelt sie den BetrachterInnen auch in "EAT, CHILD, EAT!" ein Gefühl von Räumlichkeit. Die Künstlerin bietet uns etwas an, was weder durch intuitive noch durch interpretatorisch analytische Betrachtung so einfach zu erschließen ist.

AVIVA-Tipp: Katharina Grosse versteht ihre Arbeiten als Verlängerung ihrer Selbst. In ihrer Malerei sieht sie eine Möglichkeit für sich, zu sehen wie sie die Welt wahrnimmt und versteht sie daneben auch als einen Teil ihrer selbst. EAT CHILD EAT! kann als gelungene Dokumentation dieser Materialisierung verstanden werden.

Zur Künstlerin: Katharina Grosse wurde 1961 in Freiburg geboren, lebt und arbeitet heute in Berlin. Sie studierte an den Kunstakademien Münster und Düsseldorf bei Norbert Tadeusz und Gotthard Graubner. Seit Sommer 2010 hat sie eine Professur für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf inne. (Quelle: Verlagsinformationen)

Katharina Grosse
EAT CHILD EAT!

Herausgegeben von Ulrich Wilmes
Mit Texten von Ulrich Wilmes (deutsch/englisch)
DISTANZ Verlag, erschienen: 2011
Hardcover 112 Seiten, ca. 70 Farbabbildungen
ISBN: 978-3-942405-19-5
39,90 Euro

Weitere Infos unter

Katharina Grosse im Gespräch mit Angela Rosenberg

www.youtube.com


Videos mit Katharina Grosse

www.youtube.com

The Flowershow


Literatur Beitrag vom 16.05.2012 AVIVA-Redaktion 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken