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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 02.10.2013

Lara Dämmig, Museum Pankow (Hg.) - Jüdisches in Pankow
Judith Kessler

Ob Synagogenverein Weißensee, Mutterhospiz Pankow oder Kredit-Warenhaus Jonaß (später unter anderem Sitz des Instituts für Marxismus-Leninismus) am Prenzlauer Berg – es gibt viel zu entdecken auf...



... einem derart geführten Rundgang durch die drei Bezirke.

Prenzlauer Berg, Pankow und Weißensee waren Dörfer mit Ackerland vor den Toren Berlins, bevor der Bauboom der Gründerzeit sie erfasste und zum Ort wichtiger jüdischer Einrichtungen machte. Schon zuvor waren hier der alte und neue jüdische Friedhof (Schönhauser Allee und Weißensee) angesiedelt worden, die den Jüdinnen und Juden Berlins als Ruhestätte ihrer Toten dienten. Auch viele jüdische BerlinerInnen zogen nun in die drei Bezirke, so dass in den 1920er-Jahren, als sie eingemeindet wurden, bereits über 20.000 Jüdinnen und Juden, das entsprach sechs Prozent der lokalen Bevölkerung, hier lebten. Mit den Menschen kamen Institutionen wie die Israelitische Taubstummenanstalt, die Garbáty Cigaretten Fabrik oder die Jüdische ArbeiterInnenkolonie. Unter anderem über diese Orte (insgesamt sind es 62 Objekte) wie über etliche Wohnadressen später bekannt gewordener BerlinerInnen – wie Heinz Galinski, Paula Dehmel oder Erst Lubitsch – hat Lara Dämmig, deren Großeltern schon hier lebten und die selbst seit langem hier wohnt, ein mit zahlreichen Fotos versehenes Büchlein verfasst.

Lara Dämmig, Museum Pankow (Hg.)
Jüdisches in Pankow. Rundgänge durch Prenzlauer Berg, Pankow und Weißensee

Hentrich & Hentrich, 2013
152 Seiten
14,90 Euro
www.hentrichhentrich.de




Literatur Beitrag vom 02.10.2013 AVIVA-Redaktion 

   




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