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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 04.10.2013

Andrea von Treuenfeld - In Deutschland eine Jüdin eine Jeckete in Israel
Judith Kessler

Als sie aus dem Deutschland der 1930er-Jahre fliehen mussten, waren sie kleine Mädchen oder junge Frauen. Ihnen wurde die Heimat genommen, die Familie und ihre Würde. Sie kamen – oft auf den...



... abenteuerlichsten Wegen – nach Palästina und wurden hier als "Jeckes" verspottet und abgelehnt.

Sie sprachen nicht nur die Sprache der MörderInnen: musste frau/man nicht an ihrer zionistischen Überzeugung zweifeln? Konnten diese oftmals so kultivierten Menschen eigentlich richtig zupacken, wenn es um den Aufbau des Landes ging? Und doch prägten die Jeckes dank ihrer Disziplin, ihrer Bildung und Tatkraft das Land wie keine andere Einwanderungsgruppe. Über ihre Verluste sprachen sie nie.

Jetzt, im Alter, kommen die Erinnerungen an Vergangenes und Verdrängtes zurück und durchbrechen die jahrzehntelange Sprachlosigkeit: Mit ihren sehr persönlichen Geschichten geben in diesem Buch sechzehn Jüdinnen, die – gerade noch rechtzeitig und oftmals nur mit Hilfe des Zufalls – dem Naziregime und ihrer Deportation entkamen, Auskunft über ihr Leben. Sie erzählen von einer fröhlichen Kindheit, die mit Demütigungen und Verboten, verhafteten Vätern und verschwundenen Familien abrupt endete. Sie berichten von ihrem Weg nach Palästina, legal mit "Kapitalisten-Zertifikat" reisend oder illegal in der Nacht an Land schwimmend. Nach ihrer Ankunft haben sie als Putzfrauen arbeiten müssen oder sind später Diplomatinnen geworden, haben Kibbuzim aufgebaut oder im orthodoxen Viertel in Jerusalem gelebt, unter dem Klima gelitten und in den Kriegs- und Intifada-Zeiten ihre Söhne und Enkel beerdigt.

Obwohl sie seit Jahrzehnten Israelinnen sind, fühlen sich diese Frauen der deutschen Kultur noch heute verbunden: In ihren Regalen stehen neben hebräischen und englischen auch deutsche Bücher, im Fernsehen sehen sie Günther Jauchs Sendung "Wer wird Millionär", und ihre Lebensgeschichten haben sie auf Deutsch erzählt, dem Deutsch der 1930er-Jahre...


Andrea von Treuenfeld
In Deutschland eine Jüdin eine Jeckete in Israel. Geflohene Frauen erzählen ihr Leben

Gütersloher Verlagshaus, 2013
240 Seiten
22,99 Euro
www.randomhouse.de





Literatur Beitrag vom 04.10.2013 AVIVA-Redaktion 

   




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