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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 27.02.2014

Gender in Science and Technology. Interdisciplinary Approaches - herausgegeben von Waltraud Ernst und Ilona Horwath
Philippa Schindler

Geht es um Normen und Ideen rund um die Kategorie "Geschlecht", erweisen sich Forschungen oft als nicht neutral. Warum das so ist, erklären internationale WissenschaftlerInnen in diesem Essayband.



Welche Rolle spielt das Geschlecht bei wissenschaftlichen Forschungen und bei der Entwicklung neuer Technologien? Diese Frage stand im Zentrum der Vorlesungsreihe "For Future Innovations: Gender in Science and Technology", die Ende 2011 an der Johannes-Kepler-Universität in Linz stattfand. ExpertInnen der unterschiedlichsten Fachrichtungen – aus den Bereichen Medienwissenschaften, Informatik, Sozialwissenschaften, Philosophie, Mathematik, Geschichte und Biologie – illustrierten anhand ihrer Arbeiten, wie die Kategorie "Geschlecht" in naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen relevant wird: Angefangen bei dem Entwurf neuer Technologien bis hin zu den geschlechtlich strukturierten (Un)Gleichheitsbedingungen für TeilnehmerInnen der Wissenschaften. Die Forschungsergebnisse wurden 2014 in dem Buch "Gender in Science and Technolgy. Interdisciplinary Approaches" zusammengefasst.

Die Herausgeberinnen und Sozialwissenschaftlerinnen Dr. Waltraud Ernst und Dr. Ilona Horwath plädieren darin für eine unbedingte Reflektion der Kategorie "Geschlecht" in naturwissenschaftlichen und technischen Forschungszusammenhängen. Denn die spielt - trotz des Neutralitätsanspruches der Wissenschaften – in den meisten Forschungen eine Rolle. WissenschaftlerInnen sind sich oft nicht über die tradierten Vorstellungen bewusst, die ihre Interpretationen durchsetzen, der Einfluss auf die Ergebnisse bleibt dann unbemerkt. Eine weitere Problemstellung, so Ernst und Horwath, ist auch die soziokulturelle Assoziation von Naturwissenschaften und Technik mit Männlichkeit: Geschlechtshierarchien und Praxen der Ausschließung von Frauen sind die strukturellen Folgen innerhalb des Wissenschaftszweiges.

Mit "Gender in Science and Technolgy. Interdisciplinary Approaches" wollen die Herausgeberinnen zur Sensibilisierung für diese Themen beitragen. Denn nur so können normative Vorstellungen und Zuschreibungsmuster aufgebrochen werden. Die Beiträge der RednerInnen der Konferenz wurden hierfür in drei Themenblöcke eingebettet.

Mit der Frage, inwiefern das Geschlecht schon bei der Innovation neuer Technologien relevant wird, beschäftigt sich der erste Teil. Hier werden Modelle vorgestellt, die den Entwurfsprozess erklären - und innerhalb dessen all jene Momente, in denen Geschlechtlichkeit bedeutsam wird. Im Anschluss daran präsentiert Technikforscherin Corinna Bath Möglichkeiten des "De-Gendering" dieser Designmethoden.

Der darauffolgende zweite Teil des Buches geht den Dynamiken nach, die Geschlecht zu einem (naturwissenschaftlichen) Gegenstand machen, den es zu beforschen gilt. Einen wichtigen Beitrag leistet hierzu Wissenschaftsforscherin Barbara Orland. Sie zeigt anhand von Diskursen rund ums Stillen und Muttersein, dass die Verhandlung von Geschlecht immer dann präsent wird, wenn es darum geht, was für wen am besten ist.

Abschließend werden (un)gleiche Bedingungen für Teilnehmerinnen in naturwissenschaftlichen und technischen Bereichen offen gelegt und reflektiert. Noch immer gelten diese Disziplinen als stereotyp männliche Forschungsfelder, Frauen sind dort eher in der Unterzahl. Begründet wird diese Segregation meist schon in der Schulzeit, wenn Jungs in ihren naturwissenschaftlichen Kompetenzen bestärkt, Mädchen eher zum Lernen von Fremdsprachen ermutigt werden. Eine Gruppe von deutschen ForscherInnen hat sich diesem Problem in einem der Buchbeiträge gewidmet. Sie plädieren dafür das Fach "gendersensible Pädagogik" verpflichtend in die Ausbildung von MathematiklehrerInnen zu integrieren. Doch auch andere Vorschläge zur Auflösung struktureller Ungleichheiten in diesen spezifischen Wissenschaftsbereichen finden sich in "Gender in Science and Technology". Das Buch genügt sich somit nicht allein im Benennen von Problemfeldern, sondern bündelt auch konkrete Ansätze zur Lösung.

AVIVA-Tipp: "Gender in Science and Technology" bringt die Diskussion um Frauen in Naturwissenschaften und Technik auf den neuesten Stand. Theoretische Zugänge aus den unterschiedlichsten Wissenschaftsbereichen zeichnen ein umfangreiches Bild, das auch bislang unentdeckte Bereiche des Themas auszuleuchten vermag.

Gender in Science and Technology. Interdisciplinary Approaches
Herausgegeben von Waltraud Ernst, Ilona Horwath (eds.)

In englischer Sprache
transcript Verlag, erschienen Dezember 2013
Taschenbuch, 262 Seiten
32,99 Euro
ISBN 978 3 8376 2434 2
www.transcript-verlag.de

Diesen Titel können Sie online bestellen bei FEMBooks

Weitere Informationen finden Sie unter:

Frauen in Naturwissenschaft und Technik NUT e.V.

Mentorinnennetzwerk für Frauen in Naturwissenschaft und Technik

FiNuT, Tagung für Frauen in Naturwissenschaft und Technik 2014

Linkliste des "Kompetenzzentrum zu Frauen-Netzwerken in IT, Technik und Naturwissenschaften"

Homepage der Initiative MINT. Zukunft schaffen

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Interview mit Anna Frebel - Auf der Suche nach den ältesten Sternen




Literatur Beitrag vom 27.02.2014 Philippa Schindler 

   




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