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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 03.03.2014

Pamela Pabst und Shirley Michaela Seul - Ich sehe das, was ihr nicht seht. Eine blinde Strafverteidigerin geht ihren Weg
Isabell Serauky

Sie hat einen Traum: Sie will Strafrichterin werden. Das Jura-Studium, Referendariat und die beiden Staatsexamina sind für die blinde junge Frau eine Herkulesaufgabe. Wie sich Pamela Pabst ihrem...



... Traum zäh, optimistisch und nicht ohne Selbstironie nähert, davon handelt ihre Biographie.

Im Alter von elf Jahren begegnete Pamela einem Anwalt, und ihr Lebenstraum war geboren. Die juristische Fachsprache und das Wort Mandantin faszinierte sie derart, dass sie unbedingt zu dieser Welt gehören wollte. Die Eltern, die sie immer gefordert und gefördert hatten, unterstützen sie auch in ihrem Wunsch, Jura zu studieren.

Pamela Pabst schildert, welche Tücken der Alltag, die Schulausbildung und ein Studium für einen blinden Menschen bereit halten und welche Hilfestellungen es gibt. Dabei nimmt sie ihr Handicap jederzeit an, ohne Selbstmitleid, dafür mit Selbstironie. Aber auch Ausgrenzung, Mobbing und Verzweiflung finden in diesem ehrlichen Plädoyer für ein selbstbestimmtes Leben ihren Raum.

Vor Nackenschlägen bleibt sie nicht verschont. So muss sie feststellen, dass es ihr als blindem Menschen unmöglich ist, Strafrichterin zu werden. Ihr Lebenstraum muss neu justiert werden: Dann eben Richterin in der Zivilgerichtsbarkeit. Doch dazu fehlen ihr beim Zweiten Staatsexamen einige wenige Zehntelpunkte, um ein Vollbefriedigend zu erhalten. Ohne einen vollbefriedigenden Abschluss ist der Traum einer RichterInnenlaufbahn im Öffentlichen Dienst geplatzt. Erneut muss Pamela Pabst sich umorientieren.

Sie wird letztlich Strafverteidigerin. Ihrer großen Leidenschaft für das Strafrecht kann sie als selbständige Rechtsanwältin in ihrer Kanzlei nachgehen. Zum eigenen Erstaunen sind ihre MandantInnen von ihrer Blindheit nicht irritiert. Es scheint vielmehr so, dass sie froh sind, dass sich Pamela Pabst ihr eigenes Bild von ihnen machen muss, ohne sie zu sehen.

Es ist bemerkenswert, mit welcher Leidenschaft und Hartnäckigkeit Pamela Pabst ihren Weg gegangen ist. Beim Lesen fragt man sich unwillkürlich, woher die Frau für all dies Kraft und Energie genommen hat? Es bleibt auch am Ende des Buches ihr Geheimnis. Sicher ist es ein großes Glück, schon in sehr jungen Jahren zu wissen, was man vom Leben will. Aber wie Pamela Pabst ihren Weg gegangen ist und weiter geht, ist außergewöhnlich und fesselnd.

Zur Autorin: Pamela Pabst 1978 geboren, wurde als erste von Geburt an blinde Strafverteidigerin in Deutschland bei Gericht zugelassen. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Zur Autorin: Shirley Michaela Seul 1962 geboren, ist Autorin von Romanen, Biographien und Sachbüchern, die zum Teil auch unter Pseudonym erschienen sind. Als Ghostwriterin hat sie bereits an mehreren Bestsellern mitgewirkt.

AVIVA-Tipp: So ist das Buch eine Inspiration für viele, dem eigenen Traum – wie unterschiedlich er auch immer sein mag – zu folgen, ihn trotz Hürden und Niederlagen nicht aus dem Blick zu verlieren und schließlich wahr werden zu lassen.

Pamela Pabst und Shirley Michaela Seul
Ich sehe das, was ihr nicht seht. Eine blinde Strafverteidigerin geht ihren Weg

Hanser Berlin, erschienen Februar 2014
Hardcover, 203 Seiten
ISBN 978-3-446-24505-1
17,90 Euro

Termine finden Sie unter: www.hanser-literaturverlage.de

Diesen Titel können Sie online bestellen bei FEMBooks



Literatur Beitrag vom 03.03.2014 AVIVA-Redaktion 

   




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