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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 23.03.2015

Birgit Schwarz - Auf Befehl des Führers. Hitler und der NS-Kunstraub
Julia Lorenz

Nicht erst seit dem Fall Gurlitt ist bekannt, dass Deutschland unter dem NS-Regime Schauplatz des größten Kunstraubs der Geschichte war. Wie tief Hitler jedoch wirklich in das schmutzige Geschäft...



...mit gestohlenen Kulturgütern verstrickt war, deckt Kunsthistorikerin Birgit Schwarz in ihrem neuen Sachbuch auf.

Die "Causa Kirchner", die sich um das Gemälde "Berliner Straßenszene" von Ernst Ludwig Kirchner im Brücke-Museum entspann, der Fall Gurlitt - und schließlich der Streit um den Welfenschatz im Berliner Kunstgewerbemuseum: Die Debatte um den NS-Kunstraub ebbt nicht ab. Birgit Schwarz, Professorin für Kunstgeschichte an der Universität Wien, befasst sich seit Jahren mit Hitlers Verbrechen an den - zumeist jüdischen - KunstsammlerInnen zur NS-Zeit. In ihrem aktuellen Werk "Auf Befehl des Führers. Hitler und der NS-Kunstraub" bricht sie nun mit der in der Wissenschaft populären These, Hitler sei eine Randfigur im Kunstraub gewesen, und präsentiert ihn als treibende Kraft hinter dem organisierten Diebstahl.

Mit dem sogenannten "Führervorbehalt", dem wichtigsten Dokument zum NS-Kunstraub, sicherte sich Hitler das Recht, persönlich über die Verwendung beschlagnahmter Gemälde zu entscheiden. Der große Diktator inszenierte sich als großer Kurator - auf Kosten der SammlerInnen: 50.000 Kunstwerke sollen es laut Schwarz gewesen sein, die Hitler und seine Schergen den EigentümerInnen gewaltsam abgerungen, zwangsverkauft oder versteigert haben. Viele Restitutionsforderungen sind bis heute nicht beglichen.

Während Schwarz in ihrem Werk die personalen Verwicklungen zur NS-Zeit rekonstruiert, thematisierte Kulturjournalist Stefan Koldehoff in seinem zum Standardwerk avancierten Sachbuch "Die Bilder sind unter uns. Das Geschäft mit der NS-Raubkunst und der Fall Gurlitt", wie die Kunstszene nach dem Zweiten Weltkrieg vom Raub an jüdischen KunstsammlerInnen profitierte.
Lesen Sie dazu die Rezension von Hilde Schramm auf AVIVA-Berlin.de.

AVIVA-Tipp: Der NS-Kunstraub als "Kulturpolitik" Hitlers - dieser Aspekt hat bisher wenig Beachtung gefunden. Mit ihrem Werk "Auf Befehl des Führers" beleuchtet Birgit Schwarz die Rolle des Diktators im NS-Kunstraub - und liefert nicht nur über Raubkunst, sondern auch über die Person Hitler überraschende Erkenntnisse.

Zur Autorin: Dr. Birgit Schwarz lehrt Kunstgeschichte an der Universität Wien. Von 1975 bis 1984 studierte sie Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Kirchengeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und promovierte 1984. Seit 1998 forscht sie zur Museumspolitik des Nationalsozialismus, veröffentlichte zahlreiche Publikationen wie "Geniewahn. Hitler und die Kunst" (2009). Birgit Schwarz lebt und arbeitet in Wien.

Zur Webseite der Autorin: www.kunstgeschichte.univie.ac.at

Birgit Schwarz
Auf Befehl des Führers. Hitler und der NS-Kunstraub

Theiss, Darmstadt, erschienen im November 2014
1. Auflage
320 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag
29,95 Euro
ISBN 978-3-8062-2958-5

Weitere Infos unter www.theiss.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Stefan Koldehoff - "Die Bilder sind unter uns. Das Geschäft mit der NS-Raubkunst und der Fall Gurlitt"

Melissa Müller und Monika Tatzkow – "Verlorene Bilder, verlorene Leben"

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Literatur Beitrag vom 23.03.2015 Julia Lorenz 

   




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