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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 29.12.2015

Elina Brotherus - CARPE FUCKING DIEM. Ausstellungen in Finnland, Österreich und Frankreich in 2016
Sharon Adler

Die Serie "Annonciation" bildet den Kern der sechsten Monografie der finnischen Fotografin. Sie bildet ein noch immer stark tabuisiertes Thema ab: ungewollte Kinderlosigkeit. Damit kehrt sie zur...



... autobiographischen Dokumentation zurück, für die sie Ende der 1990er-Jahre bekannt wurde.

Die Fotografien zu "Annonciation" werden jeweils von einem Prolog eingeleitet und mit einem Epilog abgeschlossen, der zeigt, dass das Leben weitergeht und selbst eine hoffnungslose Geschichte mit einem unglücklichen Ende nicht das Ende ist. Die sorgfältig komponierten, gemäldeartigen Selbstporträts sind zwischen 2008 und 2013 in Finnland, den USA, Kambodscha und in Frankreich entstanden, als sie - vergeblich - versuchte, schwanger zu werden.
Wir begleiten sie durch Phasen, in denen sich Hoffnung und Enttäuschung abwechseln. Dass wieder ein weiteres – kinderloses - Jahr vergangen ist, belegen die Kalenderseiten mit integrierten Zyklusdaten.

Die Fotografin arbeitet ohne Erklärungen oder Kommentare und konzentriert sich gänzlich auf das visuelle Erzählen und ihre Beobachtung von Ritualen, die nur einen Zweck haben: Schwanger zu werden.
Stille Zeugen ihrer Versuche sind die Aufnahmen von Medikamentenbergen, oder vom Blut in der Toilettenschüssel, das die Menstruation, nicht aber die ersehnte Schwangerschaft anzeigt.
Ihre Rebellion gegen das jahrelange Martyrium schließlich wird in einem anderen Motiv deutlich: Untertitelt mit "My Dog Is Cuter Than Your Ugly Baby" zeigt die Fotografin der Kamera den Mittelfinger.

Elina Brotherus nimmt die Betrachter_innen mit auf eine visuelle und emotionale Reise in ihre Seele und lenkt den Blick auf den unfreiwillig kinderlosen Körper, der gezeichnet ist von Einstichen der Injektionen, die ihre Eierstöcke stimulieren sollen. Das anspruchsvoll von Grafiker Teun van der Heijden gestaltete Buch macht den quälenden Prozess der Fotografin Elina Brotherus gerade durch die ästhetische Kunstsprache eindrücklich erfahrbar.

AVIVA-Tipp: Besonders durch die Schnörkellosigkeit und Direktheit der Aufnahmen wirken die einzelnen Motive noch lange nach. Elina Brotherus holt in ihrer Monographie das Thema "Ungewollte Kinderlosigkeit" sowohl in künstlerisch komponierten als auch dokumentarisch und scheinbar beiläufigen Fotografien aus der Tabuzone.

Zur Fotografin: Elina Brotherus wurde 1972 in Helsinki geboren und ist eine der bedeutendsten zeitgenössischen Fotografinnen und Videokünstlerinnen Finnlands. Seit 1998 hatte sie zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit. Carpe Fucking Diem ist ihre sechste Monografie. Derzeit lebt und arbeitet Elina Brotherus in Helsinki und Paris.
Mehr Infos unter: www.elinabrotherus.com

Zum Grafiker: Teun van der Heijden ist Grafiker und Mitinhaber von Heijdens Karwei, einer Designagentur in Amsterdam, die für die Gestaltung preisgekrönter Fotobücher bekannt wurde, darunter "Rape of a Nation" von Marcus Bleasedale, "Black Passport" von Stanley Greene, "Interrogations" von Donald Weber, "War Porn" von Christoph Bangert, und "Inshallah" von Dima Gavrysh.

Ausstellungen

Carpe fucking diem, gb agency, Paris
12. November 2015 – 9. Januar 2016

Elina Brotherus, A Retrospective, Le Pavillon populaire, Montpellier, France, Juni – August 2016

Fotohof, Salzburg, Herbst 2016

Turku Art Museum, Finland, February 2017

Howl, Gallery Heino, Helsinki, Finland, mit Victoria Schultz, Mai – Juni 2016

Elina Brotherus - CARPE FUCKING DIEM
Gestaltet von Teun van der Heijden
Festeinband, 20,3 x 27 cm, 156 Seiten, 104 Farbabb.
Englisch
ISBN 978-3-86828-626-7
Euro 49,90
Kehrer Verlag, erschienen Herbst 2015
www.artbooksheidelberg.de


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

"Die Uhr, die nicht tickt. Kinderlos glücklich. Eine Streitschrift" von Sarah Diehl

Anya Steiner - Mutter, Spender, Kind Privater Spender, anonyme Samenbank oder Adoption? Die Berliner Autorin und Betreuerin des Internetforums für Singlefrauen mit Kinderwunsch porträtiert sechzehn Frauen, die eine Familie gründen.


Quelle: Kehrer Verlag


Literatur Beitrag vom 29.12.2015 Sharon Adler 

   




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