Katharina Sieverding mit zwei Ausstellungen: 11. März bis 16. Juli 2017, Bundeskunsthalle Bonn, und 12. Juli bis 27. August 2017 Akademie der Künste Berlin mit Verleihung des Käthe-Kollwitz-Preises - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 26.04.2017

Katharina Sieverding - Kunst und Kapital
Lisa Baurmann, Sharon Adler

Retrospektive und Ausstellungen (Bundeskunsthalle Bonn, Akademie der Künste Berlin mit Verleihung des Käthe-Kollwitz-Preises) sowie der begleitende Bildband "Katharina Sieverding – Kunst und Kapital" zeigten Arbeiten der Künstlerin vom Anfang ihres Schaffens in den 1960er Jahren bis heute und verdeutlichen deren künstlerische wie gesellschaftliche Relevanz. Die ehemalige Beuys-Schülerin und Pionierin der Fotografiekunst lehrte von...



...1992 bis 2007 an der Universität der Künste Berlin, ihre Werke wurden international ausgestellt.

Seit nunmehr 50 Jahren ist sie maßgeblich daran beteiligt, die Grenzen des Mediums Fotografie immer wieder neu zu verschieben. Das betrifft zum einen die Gestaltungsmöglichkeiten, die sie erforscht und ausschöpft: Großformataufnahmen, überlebensgroße Prints und Projektionen, eine Vielzahl an Verfremdungen durch Schichtungen, Mehrfachbelichtungen, Überblendungen und Solarisation, Collagen und Montagen mit Zeitungsschlagzeilen, bis hin zum Experiment mit radioaktiver Strahlung als Belichtungsquelle. Zum andern betrifft das ihre Objekte, die so verfremdet nicht mehr nur abgebildet, sondern kontextualisiert und mit neuer Bedeutung versehen werden.

Frei von Vorlagen

Als Pionierin musste sie sich auch als eine der ersten Frauen in den 1960er und 70er Jahren in der männerdominierten bundesrepublikanischen Kunstszene durchsetzen. Dabei hat sie sich stets Förderern und Autoritäten entzogen. Ihr Vater wollte, dass sie ein Medizinstudium aufnimmt. Das tat sie auch zunächst, aber schrieb sich bald schon an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste ein. Dann wechselte sie an die Kunstakademie Düsseldorf und ging in die dortige Beuys-Klasse. Joseph Beuys war für sie kein Vorbild, dem es nachzueifern galt, sondern er regte sie mit seinem Erweiterten Kunstbegriff zu eigenem, unabhängigem Schaffen an. Von nun an arbeitete sie "frei von Vorlagen, die es nur zu interpretieren galt", wie sie 1996 gegenüber dem Spiegel in einem Interview sagte.

Selbstportrait im Kontext feministischer Kunst

Sieverding ließ sich ebensowenig von politischen Vorstellungen vereinnahmen wie von Vorbildern. Das heißt nicht, dass ihr Werk abstrakt und unpolitisch ist – im Gegenteil. Ihre zahlreichen Selbstportraitserien stehen im Kontext feministischer Kunst, die seit den 1960er Jahren die bildliche Auseinandersetzung mit dem – weiblichen – Selbst zum politischen Akt macht. Sie stellen Fragen nach Identität und Rollenbildern, wie etwa die Serie "Transformer" von 1972, in der Portraits von Sieverding und ihrem Lebens- und Arbeitspartner Klaus Mettig durch Überlagerung zu einem androgynen Gesicht verschmelzen.

Im Interview mit Deutschlandradio Kultur vom 10. März 2017 thematisiert sie ihren Anspruch als Künstlerin mit Blick auf die Rolle und den Status von Frauen in der Kunst:
"Das war ja auch ganz stark in der Zeit: Die Genderfrage oder all diese diskriminierenden Momente, wenn man denn als Frau ein Porträt oder ein Bild schafft. An dieser Ausstellung hier sieht man, dass eigentlich die Porträts, das war der Beginn, dass die natürlich eine wichtige Rolle spielen, aber in Bezug auf die Inhalte, die ich dann natürlich als Statement konstruiert habe."

Kunst versus Politik

Eine Vielzahl ihrer Fotografien können auch als Kommentar auf das Zeitgeschehen verstanden werden. Dieser spielt mit vielschichtigen Bedeutungsebenen und ordnet sich dabei keiner der möglichen Interpretationen eindeutig zu. So etwa ihr Portrait als Schaustellerin aus dem Jahre 1974, das ihr verschleiertes, von Messern umringtes Gesicht zeigt. 1992, nach der Wiedervereinigung und den rechtsradikalen Ausschreitungen in Rostock und Hoyerswerda, betitelte sie das Werk in großen Lettern mit "Deutschland wird deutscher". Plakatiert wurde es auf großformatigen Flächen im öffentlichen Raum.

Die Vielschichtigkeit im Werk von Katharina Sieverding stößt dabei mitunter auf Unverständnis. Manche Kritiker_innen können – oder wollen – keinen Zusammenhang zwischen Bild- und Textebene erkennen, verstehen die Selbstportraits als bloßen Narzissmus, die politische Komponente als nachträglich hinzugedichtet. So vermisst der Journalist Jürgen Hohmeyer in seinem Artikel "Die gehäutete Sphinx" im Spiegel anlässlich Sieverdings Beitrag zum deutschen Biennale-Pavillon in Venedig 1997 "Schlüssige Verbindungen" in ihren Werken mit politischen Bezügen und hält diese für "expressiv und leidlich plausibel". Dass es sich bei Sieverdings Arbeiten um Kunst und nicht etwa um Argumente handelt, die am Maßstab der Schlüssigkeit gemessen werden könnten, übersieht diese Kritik freilich.

Künstlerische und persönliche Auseinandersetzung mit dem NS

Im Verlauf ihrer künstlerischen Karriere hat sich Katharina Sieverding auch immer wieder intensiv mit dem Nationalsozialismus auseinandergesetzt:

"Die Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit, mit Fragen der Gerechtigkeit war schon immer ein Kennzeichen meiner Arbeit. Ich habe auf die Enge, die Gewalt und die Gräuel des Nationalsozialismus bereits 1969 mit dem ´Stauffenberg-Block´ geantwortet."

Ihre Serie "Stauffenberg-Block I-XVI, 1969/96" zeigt nicht etwa das Gesicht des Widerstandskämpfers von Stauffenberg, sondern das der Künstlerin selbst: "(…) weil ich darin etwas erkannt hatte, was mit meiner Elterngeneration zu tun hat, die sich mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzen musste.", wie sie gegenüber der Fotografin Herlinde Koelbl im Interview im Zeit Magazin 2016 erklärt.
Als Basis dienten ihr Bilder aus dem Passfotoautomaten, die Sieverding in der Dunkelkammer erneut belichtet und verschiedenen Verfremdungsverfahren unterzogen hat. Das Ergebnis ist eine Reihe 16 monumentaler Selbstportraits in intensivem Rot und Schwarz.

Eines ihrer bekanntesten Werke ist "Kontinentalkern VI", ein seit 1992 im Reichstagsgebäude ausgestelltes Fotogemälde, in dessen Zentrum Röntgenaufnahmen einer menschlichen Wirbelsäule stehen, umgeben von einem Krebsgeschwür der Bauchspeicheldrüse. Im Hintergrund lodert das Feuer einer Sonneneruption, die Assoziationen mit dem Reichstagsbrand weckt.
"Kontinentalkern VI" erinnert an die 96 Abgeordneten, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden und an die, die sich dem Terror der Nationalsozialisten nicht gebeugt haben und Widerstand leisteten.

"Ich bin ja während des Zweiten Weltkrieges geboren, und da war es sehr naheliegend, sich mit Antifaschismus zu befassen und der Frage, wer damals Widerstand geleistet hat."

Ob ihre eigenen Eltern Widerstand geleistet haben oder zu den Täter_innen zählten, ist nicht bekannt. Katharina Sieverding selbst hat sich dazu bisher öffentlich nicht geäußert.
Gestolpert ist die AVIVA-Redaktion jedoch zunächst über die biographischen Eckdaten, dann über die wenigen biographischen Details, die über ihr Leben vor Studium und Karriere bekannt sind. Bekannt ist, dass sie 1944 als zweite Tochter einer Goldschmiedin und eines deutschen Röntgenarztes geboren wurde – im von den Nazis besetzten Prag. Zu ihren ersten Lebensjahren wird – ohne weitere Erläuterung – angegeben, dass "ihre Kindheitserinnerungen in tschechische Internierungslager zurückreichen" (so Jürgen Hohmeyer im bereits zitierten Spiegel-Artikel).

Nicht wenige Radiologen haben sich im Nationalsozialismus nachweislich aktiv an Verbrechen beteiligt, unter anderem an der Zwangssterilisation von Menschen durch Röntgen- oder Radiumstrahlung. Die Deutsche Röntgengesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie haben die Geschichte der Radiologie in der Zeit des Nationalsozialismus in der Ausstellung "Radiologie im Nationalsozialismus" aufgearbeitet.

Rückbezug auf die eigene Vergangenheit

Einen Rückbezug auf die deutsche Besatzung Tschechiens und damit auf ihre ganz persönliche Biographie nimmt Sieverding mit ihrer Mitwirkung am Projekt "Pro Lidice". Das tschechische Dorf Lidice wurde 1942, in Reaktion auf das Attentat auf den SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich (der "Henker von Prag"), von den Deutschen, unter Mithilfe tschechischer Kollaborateure, vollkommen zerstört, seine Bewohner_innen erschossen oder deportiert. In Anlehnung an eine ähnliche Aktion von Künstler_innen aus der Gruppe um Joseph Beuys und Gerhard Richter im Jahr 1967 stifteten 1997 deutsche Künstler_innen ihre Werke für eine Ausstellung in Prag unter dem Motto "Pro Lidice" zum Zweck des Erhalts des Museums im wiederaufgebauten Lidice. An letzterer Aktion beteiligte sich auch Sieverding. Die Ausstellung zog von Prag weiter nach Kiel und war danach noch bis 1999 im Fridericianum Kassel zu sehen.

Kunst und Kapital – der Bildband zur Ausstellung

Der Bildband zur Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn ermöglicht die Auseinandersetzung mit Sieverdings Werken auch über die Ausstellung hinaus. Er ist die erste deutschsprachige Publikation, die, unter Mitwirkung der Künstlerin selbst, einen umfassenden Überblick zu ihrem Lebenswerk bietet. Er ist dabei sicher nicht so vollständig wie der (englischsprachige) Begleitband zur Ausstellung "Close Up" in New York und Berlin 2004-2005, verschafft aber einen ausgiebigen Überblick mit Auszügen aus 42 Serien in 300 Abbildungen. Die Fotografien werden dabei durch Installationsansichten aus früheren Ausstellungen und Projekten im öffentlichen Raum ergänzt, die die Werke in einen ästhetischen wie gesellschaftlichen Kontext rücken. Darüber hinaus enthält der Band auch die neuesten Arbeiten Sieverdings, darunter die beeindruckenden Projektionen der Sonne aus NASA-Daten und -Aufnahmen, "Die Sonne um Mitternacht schauen – (Red)" und "Die Sonne um Mitternacht schauen – (Blue)", die von 2010 bis 2015 entstanden sind.

Gleich zwei Ausstellungen boten 2017 die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von der politischen Relevanz des Werks der Künstlerin zu machen.

Bonn

Katharina Sieverding in der Bundeskunsthalle Bonn vom 11. März bis 16. Juli 2017 in einer umfangreichen Retrospektive, kuratiert von Susanne Kleine.
Mehr Informationen unter www.bundeskunsthalle.de

Berlin

Das Berliner Publikum kam vom 12. Juli bis 27. August 2017 in den Genuss einer Einzelausstellung mit ausgewählten Werken Katharina Sieverdings, die die Akademie der Künste Berlin anlässlich der Verleihung des Käthe-Kollwitz-Preises an die Künstlerin zeigte. Die Preisverleihung fand gleichzeitig mit der Ausstellungseröffnung am 11. Juli um 19 Uhr bei freiem Eintritt im Akademiegebäude im Hanseatenweg 10 statt. Mehr Informationen zur Preisverleihung sind auf der Webseite der AdK zu finden.

AVIVA-Tipp: Katharina Sieverding gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen in Deutschland. Der Bildband, der die Retrospektive in Bonn begleitet, sei allen empfohlen, die sich nicht nur einen Überblick über ihr Lebenswerk, sondern auch einen Einblick in deren künstlerische Auseinandersetzung mit Identität im Kontext von Politik und Gesellschaft gewinnen wollen.

Zur Künstlerin: Katharina Sieverding ist 1944 im von den Deutschen besetzten Prag geboren, ihre Kindheit verbrachte sie in tschechischen "Internierungslagern". Von 1963 bis 1964 studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, wechselte dann an die Kunstakademie Düsseldorf. Zunächst studierte sie Bühnenbild bei Teo Otto und arbeitete mit Regisseuren und Operndirigenten wie Fritz Kortner und Herbert von Karajan. Von 1967 bis 1972 studierte sie bei Joseph Beuys, bis 1974 Film bei Ole John Povlsen. Während ihrer Zeit an der Kunstakademie begann sie mit den ersten Fotoserien. Von 1976 bis 1977 studierte sie Kunst und Sozialwissenschaften in New York. Sie lehrte in den USA, Kanada und in Hamburg, bevor sie von 1992 bis 2010 die Professur für Visual Culture Studies an der Universität der Künste Berlin übernahm. Katharina Sieverding kann auf zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und international zurückblicken. Bereits dreimal, 1972, 1977 und 1982 nahm sie mit Film- und Fotoarbeiten an der documenta in Kassel teil. 1997 war sie mit der Serie "Steigbilder I-IX" im Pavillon der Bundesrepublik Deutschland auf der Biennale 1997 in Venedig vertreten. Zu ihren größten Auszeichnungen gehören der Deutsche Kritikerpreis 1994, der Lovis-Corinth-Preis 1996, der 2004 verliehene Kaiserring der Stadt Goslar und der diesjährige Käthe-Kollwitz-Preis der Berliner Akademie der Künste.
Mehrfach hat die Künstlerin bereits Exemplare ihrer Arbeiten für wohltätige Zwecke gestiftet, darunter für die Welthungerhilfe, die Obdachlosenhilfe Fiftyfifty und die Flüchtlingsinitiative Stay.
Katharina Sieverding lebt und arbeitet in Düsseldorf und Berlin.

Katharina Sieverding
Kunst und Kapital

Texte von Thomas Ebers, Hans-Jürgen Hafner, Susanne Kleine, Gerald Schröder, Rein Wolfs
Hrsg. Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
Hirmer Verlag, erschienen: März 2017
Gebunden, 256 Seiten, 300 Abbildungen
ISBN: 978-3-7774-2837-6
45,00 Euro
www.hirmerverlag.de

Mehr Infos zu Katharina Sieverding:

kuenstlerdatenbank.ifa.de

"Vieldeutige Bildmontagen aus 50 Jahren" – Interview mit Katharina Sieverding (Deutschlandradio Kultur, 10.03.2017): www.deutschlandradiokultur.de

Interview mit Herlinde Koelbl (Zeit Magazin, 2016): www.zeit.de

Interview mit Maria Anna Tappeiner (KUNSTFORUM, 2015): www.kunstforum.de

Der "Stauffenberg-Block" von Katharina Sieverding in einem Beitrag des WDR (2014): www.ardmediathek.de

"Kontinentalkerin VI" von Katharina Sieverding im Deutschen Bundestag in einem Beitrag von Berlin-WoMan (2011): www.berlin-woman.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

VALIE EXPORT – Ikone und Rebellin. Ein Film von Claudia Müller. Ab April 2016 auf DVD
In der feministischen Aktionskunst gilt die Professorin, Medien- und Performancekünstlerin sowie Filmemacherin spätestens seit 1968 als mutige Pionierin, ihre Performances sind immer noch hochaktuell. Die Portraitfilmerin Claudia Müller rückt in ihrem filmischen Essay auch die Schriftstellerin Elfriede Jelinek, sowie die Künstlerinnen Marina Abramovic, Carolee Schneemann und Kiki Smith mit in den Blick. (2016)

Marina Abramović – Durch Mauern gehen. Autobiographie
Zu ihrem 70. Geburtstag am 30. November 2016 erzählt die Künstlerin, die in ihren Performances oft schweigt, nun selbst davon, wie sie zu der wurde, die sie ist. Der Untertitel der Originalausgabe "Walk Through Walls: Becoming Marina Abramović" impliziert, wie intensiv Abramović selbst den Mythos um ihre Person zementiert hat. (2016)

Gespiegeltes Ich – Fotografische Selbstbildnisse von Künstlerinnen und Fotografinnen in den 1920er Jahren. Herausgegeben von Gerda Breuer, Elina Knorpp
In Zeiten von Profilbildern als "Selfie" verunglimpft, war das fotografische Autoportrait in der modernen Avantgarde eine aussagekräftige Reflexion von Selbst- und Fremdzuschreibungen. Zugleich ist es bis heute ein wichtiges Mittel künstlerischer Auseinandersetzung mit der eigenen Identität. In diesem Sinne untersucht diese Aufsatzsammlung weibliche Selbstportraits vor ihrem soziohistorischen Hintergrund. (2013)

Adrienne Goehler – Verflüssigungen. Wege und Umwege vom Sozialstaat zur Kulturgesellschaft
Die Politikerin Adrienne Goehler zieht Bilanz über ihre Zeit als Kuratorin des Hauptstadtkulturfonds, aus dem 2005 eine Einzelausstellung von Katharina Sieverding gefördert wurde, und beschreibt die Kreative Klasse in einer sich verändernden, zukünftigen Kulturgesellschaft. (2010)

"Female Trouble" - Die Kamera als Spiegel und Bühne weiblicher Inszenierungen. Herausgegeben von Inka Graeve Ingelmann
"Female Trouble" evoziert der Katalog zur gleichnamigen Ausstellung mit provozierenden Fotografien von Künstlerinnen wie Grete Stern, Ellen Auerbach, Cindy Sherman, Nan Goldin und Diane Arbus uva. (2008)

Export/Weiblich – Arbeiten der Künstlerin Mona Jas
Kleider machen nicht nur Leute, sie regen auch zum Nachdenken über die eigene Identität an. Ausstellung der Sieverding-Schülerin vom 25.09.2006 - 28.10.2006 im Belleville am Rosa-Luxemburg Platz. (2006)

Ausgewählt aus 4 Jahrzehnten. Alt und Neu
Gemeinsam mit 8 KünstlerInnen, unter anderen Katharina Sieverding, und der Girls Art Club Lounge feiert das Haus am Lützowplatz sein 40jähriges Bestehen mit einer Ausstellung vom 30.11.2003 - 15.02.2004. (2003)


Quellen: Hirmer Verlag, Deutschlandradio Kultur, AVIVA-Berlin, KUNSTFORUM (Band 236, 2015, Titel: Wendezeiten – Deutschland in der Kunst, S. 74), Spiegel, Deutsches Ärzteblatt

Literatur Beitrag vom 26.04.2017 AVIVA-Redaktion 

   




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