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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 07.07.2008

Joann Sfar - Die Katze des Rabbiners, Band 5
Sharon Adler

Mit "Jerusalem in Afrika" liegt endlich auch der fünfte Band der vielfach preisgekrönten Serie vor. Der Autor und Zeichner Joann Sfar hat damit erneut ein kleines Meisterwerk geschaffen.



Ehekrach in Algerien und eine Leiche zwischen Haggadah und Talmud

Zlabya, die schöne Tochter des Rabbiners, ist unglücklich. Erst seit kurzem verheiratet, interessiert sich ihr Ehemann mehr für Talmudübersetzungen als für sie. Als ihm dann eines Tages auch noch eine große schwere Kiste voller alter religiöser Schriften zugesandt wird, verlässt sie wutentbrannt das Haus. Doch die Kiste, die der Schwiegersohn des Rabbiners von der kommunistischen Partei der Sowjetunion erworben hat, enthält mehr als nur staubiges Papier, denn in ihr liegt die Leiche eines jungen Russen.
Schon bald entbrennt eine hitzige Debatte zwischen zehn Rabbinern, einem Beschneider, einem Kabbalisten, einigen Schülern und diversen Neugierigen darüber, nach welchem Ritus man den jungen Toten begraben soll.
Dass niemand dem Kater zuhört, der seine Sprache verloren hat, ist unverzeihlich, denn der scheinbar Tote lebt!

Der leblose Körper stellt sich als ein sehr lebendiger russischer Maler heraus, der wegen der antisemitischen Pogrome in der Sowjetunion auf der Suche nach einer legendären, Jahrtausende alten israelitischen Stadt ist, irgendwo in Schwarzafrika. Ursprünglich wollte der junge Mann per Schiff als blinder Passagier nach Addis Abeba, doch dabei ist etwas schief gegangen. Dass er nur russisch und jiddisch spricht, stellt ein mittleres Problem dar, das aber schnell gelöst werden kann.
Mit Hilfe des extravaganten, französisch- und russischsprachigen Monsieur Vastenov ("Ich liebe den Alkohol, die Frauen, mein Auto, den Tabak und die Literatur.") kann die Kommunikation aufgenommen werden.

Liegt Jerusalem in Äthiopien?

Nach anfänglicher Skepsis ("Die Schwarzen haben die Sklaverei, die Juden haben die Pogrome, das ist schwer zu ertragen. Jetzt stell dir ein Volk vor, das unter beidem leidet, das ist einfach nicht möglich!"), erklärt sich der Rabbiner bereit, zusammen mit dem jungen russischen Künstler, dem Schwiegersohn und Monsieur Vastenov eine Forschungsexpedition quer durch den afrikanischen Kontinent auf die Beine zu stellen.

Ein großes Reiseabenteuer erwartet die ungleiche Truppe und in gewohnt scharfzüngiger Manier kommentiert der graue, dürre Kater das Geschehen. Im Verlauf der Reise sind zwei Tote zu beklagen. Wer das ist, soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

"Die Katze des Rabbiners" ist wieder komplett lieferbar

Auch der kurzfristig vergriffene 3. Band, "Exodus", erschienen im avant-verlag, ist ab sofort wieder lieferbar. Insgesamt liegen damit fünf Bände der vielfach preisgekrönten Serie vor. Da laut Auskunft von Joann Sfar dieses Jahr kein neuer Band erscheinen soll, bietet sich jetzt für die eine oder andere Leserin die Gelegenheit, ihre Sammlung zu komplettieren. In Vorbereitung ist "Die Katze des Rabbiners" Band 6, "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!".

Lesen Sie unsere Rezensionen zu den ersten drei Bänden:
"Die Bar-Mizwa"," Malka, der Herr der Löwen", "Exodus". Seine Publikationen widmet der geniale, französische Zeichner Joann Sfar einem Kater, "der gern ein guter Jude werden möchte".

Zum Autor/Zeichner: Joann Sfar wurde für "Die Katze des Rabbiners" mit dem Max und Moritz-Preis als bester internationaler Szenarist ausgezeichnet. Er wurde 1971 in Nizza geboren, studierte Philosophie und Malerei in seinem Geburtsort und Morphologie in Paris. Seine ersten Veröffentlichungen hatte er in dem von der französischen Künstlervereinigung "L´Association" herausgegebenen Magazin "Lapin". Heute arbeitet er zusammen mit Emmanuel Guibert, Tronchet und weiteren Comic-ZeichnerInnen in einem gemeinsam geführten Atelier.

Mehr zu Joann Sfar im Netz: www.pastis.org/joann

AVIVA-Tipp: Prachtvoll und einzigartig sind die Zeichnungen und Einfälle des Joann Sfar, der sich in dieser Geschichte einen kurzen Seitenhieb auf "Tim und Struppi" nicht verkneifen kann und nun auch explizit Stellung zum Rassismus nimmt. "Die Katze des Rabbiners" beleuchtet die großen Themen des Lebens, des Glaubens und der Liebe amüsant-provokant und absolut authentisch.

Joann Sfar
Die Katze des Rabbiners

Bd. 5 Jerusalem in Afrika
Herausgegeben von Johann Ulrich
Übersetzt von David Permantier
Mit einem Vorwort von Philippe Val
Kolorierung: Brigitte Findakly
avant-verlag
ISBN: 978-3-939080-21-3
Hardcover, 86 Seiten, 22 x 29,5 cm, vierfarbig
Euro 16,95

Literatur Beitrag vom 07.07.2008 Sharon Adler 

   




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