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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 19.11.2008

Hertie-Berlin-Studie 2009. Leben in Deutschlands Hauptstadt
Britta Leudolph

Berlin ist eine Stadt voller Gegensätze. Hier treffen Ost und West, Hartz IV und Big Business, Alteingesessene und Neuankömmlinge aus aller Welt aufeinander. Wie leben, denken und fühlen...



...die BewohnerInnen der Metropole?

"Kann Berlin die große Integrationsleistung erbringen, die erforderlich ist, um die zunehmende Heterogenität seiner Bevölkerung zu bündeln und ein Auseinanderfallen der Stadtgemeinschaft zu verhindern?"
, lautet die Leitfrage der Hertie-Berlin-Studie.

Die BerlinerInnen betrachten ihre Stadt kritisch und sind doch begeistert von ihr. Sie wissen um die Haushaltsmisere und deren Konsequenzen für Infrastruktur, Sozialausgaben und Beschäftigungsmisere. Auf der anderen Seite schätzen 66 Prozent ihre Wohn- und Lebensbedingungen als eher gut oder sogar sehr gut ein. Jeweils über 90 Prozent halten die Metropole für "international", "interessant" und "weltoffen". Fast drei Viertel der Befragten ist außerordentlich oder ziemlich zufrieden mit dem eigenen Leben.

19 Jahre nach der Wiedervereinigung ist die "Mauer in den Köpfen" noch nicht verschwunden. 46 Prozent der West- und 43 Prozent der Ost-BerlinerInnen sagen, sie hätten wenig miteinander zu tun, jeweils 16 Prozent geben an, sie gingen sich aus dem Weg. Demgegenüber unterscheiden sich die Wertorientierungen der beiden Gruppen nur minimal, am wichtigsten ist allen ein gutes Familienleben und eine vertrauensvolle Partnerschaft.

Die Ergebnisse zeigen, dass Berlin nicht die Hauptstadt der MigrantInnen ist. 23 Prozent der BerlinerInnen haben einen Migrationshintergrund, in anderen Großstädten wie Stuttgart, Nürnberg oder Frankfurt am Main ist der Anteil fast doppelt so hoch. Nur in den Stadtteilen Mitte, Neukölln und Kreuzberg-Friedrichhain haben rund 40 Prozent der EinwohnerInnen einen Migrationshintergrund. Positiv ist die Aussage von 80 Prozent der deutschen und 97 Prozent der nicht-deutschen BerlinerInnen, dass sie gute Kontakte zueinander haben.

Die Hertie-Berlin-Studie enthält weiterhin Informationen zu den unterschiedlichen Lebenswelten, in denen sich die BerlinerInnen selbst verorten, sie zeigt die zivilgesellschaftlichen Strukturen und sozialen Netzwerke dieser vielfältigen Stadt auf. Die Untersuchung erlaubt Rückschlüsse auf die Potenziale der Hauptstadt für die Zukunft. Das Buch enthält zahlreiche Grafiken und Tabellen.

Die Studie erfasst im Gegensatz zu bisherigen Untersuchungen mit speziellen Themenpunkten die gesamte Berliner Bevölkerung. Die Grundlage bildet eine repräsentativ zusammengesetzte Stichprobe von 2.000 BerlinerInnen ab 14 Jahren. Zudem enthält die Studie zehn Porträts von Berliner MigrantInnen, die in Tiefeninterviews befragt wurden. Unter der Leitung des Sozialwissenschaftlers Prof. Dr. Klaus Hurrelmann und des Politologen Prof. Dr. Michael Zürn wurde die Berliner Bevölkerung telefonisch zu ihrer Lebenslage und ihrem Lebensgefühl befragt. Die Datenerhebung und -auswertung erfolgte durch TNS Infratest Sozialforschung. Diese vertiefende Stadtstudie ist die erste dieser Art in Deutschland.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.hertie-berlin-studie.de

Zur Stiftung: Die Hertie-Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main ist mit einem Vermögen von über 800 Millionen Euro eine der größten privaten Stiftungen Deutschlands. Seit 1998 hat sie keine Unternehmensbindung mehr. Sie versteht sich als Reformstiftung, die auf den Feldern der Neurowissenschaften, der Europäischen Integration und der Erziehung zur Demokratie Modelle aufzeigen und Hilfe zur Selbsthilfe leisten will. Ihr bislang größtes Projekt in Berlin ist die Hertie School of Governance, die sie 2003 gegründet hat, um damit Forschung und Lehre im Bereich neuer Formen von Staatlichkeit und Governance zu institutionalisieren.

AVIVA-Tipp: Die Hertie-Berlin-Studie gibt einen umfassenden Einblick in die Lebenswelten und das Lebensgefühl der BerlinerInnen. Großangelegte Untersuchungen wie diese sind sehr kostspielig und deshalb selten, allein aus diesem Grund ist die Befragung ein Gewinn für die Stadt. Einige Ergebnisse sind nicht sonderlich überraschend, andere umso mehr. Alles in allem ist die Bedeutung dieser Studie nicht zu unterschätzen, sie zeigt, wie die BerlinerInnen denken, was sie sich wünschen und wo sie die größten Probleme sehen. Die besondere Stärke der Repräsentativerhebung liegt in der vergleichsweise hohen Anzahl der Befragten und der breiten Abdeckung unterschiedlicher Themenfelder.

Hertie-Berlin-Studie 2009. Leben in Deutschlands Hauptstadt
Hoffmann und Campe, November 2008
Kartoniert, 320 Seiten
ISBN 3-455-50110-9
16,95 Euro

Literatur Beitrag vom 19.11.2008 Britta Leudolph 

   




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