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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 05.12.2008

Publikationen aus der Geschlechterforschung in 2008
Stefanie Denkert

Sowohl das Thema "Geschlecht und Widerstand", "Geschichte und Geschlechter" als auch der Blick auf "Die Neue Frauenbewegung in Deutschland" und deren "Marsch durch die Institutionen"...



...beschäftigen die Frauen- und Geschlechterforschung in 2008.

Geschlecht und Widerstand



Nachdem sich Judith Butler und andere Gender-ExpertInnen Anfang der 1990er fragten, wer denn mit ´Wir Frauen´ gemeint sei, wenn Gender lediglich ein soziokulturelles Konstrukt ist, stand es plötzlich nicht mehr so gut um die "politische Handlungsfähigkeit" von Feministinnen. Seither wird an den Universitäten nach einem ´theoretischen´ Ausweg aus dem ´Gender Trouble´ gesucht, während soziopolitisch aktive Gruppen ganz praktisch ihre eigenen Lösungen für das Problem umsetzen.
Melanie Groß, hat sich in ihrer Doktorinnenarbeit, die nun hiermit in Buchform vorliegt, mit post-, queer- und linksradikal feministischen Gruppen beschäftigt und untersucht, wie sich diese – z.B. durch das Einbeziehen von Transgenders in die Gruppe ´Frau´- konkret "positionieren, um handlungsfähig zu bleiben".

Zur Autorin: Melanie Groß, geb. 1975, studierte Pädagogik und Soziologie. 2007 Promotion in Soziologie an der Universität Bielefeld. Seit 1997 in der Jugend-, Erwachsenenweiterbildung und feministischen Mädchenarbeit tätig. Wissenschaftliche Mitarbeiterin (AG Arbeit-Gender-Technik) an der Technischen Universität Hamburg-Harburg, Mitgründerin des Feministischen Instituts Hamburg.(Verlagsinfo)

Melanie GroĂź
Geschlecht und Widerstand. post... / queer... / linksradikal...

Ulrike Helmer Verlag, erschienen Januar 2008
Broschiert, 249 S.
ISBN-10: 3897412500
ISBN-13: 978-3897412507
19,90 Euro

Der Marsch der Frauenbewegung durch die Institutionen - Die Vereinigten Staaten und die Bundesrepublik im Vergleich



Während Melanie Groß sich mit den noch politisch aktiven feministischen Gruppen jenseits des Mainstream beschäftigt, untersucht die Politologin Stefanie Ehmsen den Institutionalisierungsprozess von feministischen Zielen seit Anbeginn der Neuen Frauenbewegung und zeigt anhand eines Vergleichs von den USA mit Deutschland die Widersprüche, Möglichkeiten und Grenzen auf.
Bei der länderspezifischen Geschichte der Frauenbewegung beginnend, analysiert sie die daraus resultierten frauenpolitischen und -bewegten Entwicklungen von der Gleichstellungsgesetzgebung (´Frauenquote´ und Affirmative Action) "bis hin zur universitären Frauenförderung und -forschung".

Zur Autorin: Stefanie Ehmsen, geb. 1969, Dr. phil., Politikwissenschaftlerin, Dozentin in der politischen Bildungsarbeit und Lehrbeauftragte an der Freien Universität Berlin. (Verlagsinfo)

Ehmsen, Stefanie
Der Marsch der Frauenbewegung durch die Institutionen –
Die Vereinigten Staaten und die Bundesrepublik im Vergleich

Westfälisches Dampfboot Verlag, erschienen April 2008
Broschiert, 298 Seiten
ISBN-10: 3896917331
ISBN-13: 978-3896917331
29,90 Euro

Geschichte und Geschlechter - Revisionen der neueren deutschen Geschichte



Wie Stefanie Ehmsen scheuen auch die HistorikerInnen, die in diesem Band versammelt sind, nicht den Vergleich zwischen Deutschland und den USA. Nachdem die Frauenbewegung in die Institutionen vorgedrungen war, katapultierten Feministinnen die Kategorie "Geschlecht" auch in die Geschichtswissenschaften.
Die HistorikerInnen (u. a. Kathleen Canning, Belinda Davis, Atina Grossmann, Birthe Kundrus und Angelika Schaser) in "Geschichte und Geschlechter" untersuchen Themen der neueren deutschen Geschichte, wie z.B. Nation und Staat, Militär und Krieg, Kolonialismus, StaatsbürgerInnenschaft, Religion, jüdische Geschichte, Drittes Reich und Holocaust, Körper und Familie, aus Gender-Perspektive und wie diese eine Neuinterpretation beeinflusst hat.

Zu den Herausgeberinnen:
Karen Hagemann
ist Professorin fĂĽr Geschichte an der University of North Carolina in Chapel Hill.
Jean Quataert ist Professorin fĂĽr Geschichte an der Binghamton University, State University of New York. (Verlagsinfo)

Karen Hagemann(Hg.), Jean Quataert (Hg.)
Geschichte und Geschlechter
Revisionen der neueren deutschen Geschichte

Campus Verlag, erschienen Oktober 2008
Aus der Reihe: Geschichte und Geschlechter, Bd. 57
Broschiert, 370 Seiten
ISBN: 9783593383828
EAN 9783593383828
34,90 Euro

Die Neue Frauenbewegung in Deutschland. Abschied vom kleinen Unterschied. Eine Quellensammlung



Bei den ersten Flugblättern des Aktionsrats für die Befreiung der Frau, im Umfeld der StudentInnenbewegung, beginnend, versammelt Ilse Lenz bis zum Statement des Frauensicherheitsrats zur UN-Politik im Jahr 2003 auch Dokumente aus der DDR und der Männerbewegung, um einen bisher einmalig umfassenden Blick auf den "Emanzipationsprozess in Deutschland" zu werfen. Insgesamt auf über 1.000 Seiten werden die wichtigsten Quellen der Frauenbewegung ab 1968 sowie deren Vielfalt und auch die Veränderungen über die letzten vier Jahrzehnte dokumentiert.

Zur Autorin: Dr. Ilse Lenz ist Professorin für Geschlechter- und Sozialstrukturforschung an der Ruhr-Universität Bochum. (Verlagsinfo)

Ilse Lenz (Herausgeberin)
Die Neue Frauenbewegung in Deutschland: Abschied vom kleinen Unterschied. Eine Quellensammlung

Vs Verlag, 1196 Seiten
Gebundene Ausgabe, erschienen im Oktober 2008
ISBN-10: 3531147293
ISBN-13: 978-3531147291
49,90 Euro

Gender und Diversity


Gender Mainstreaming ist seit Ende der 1990er Jahre die neue Strategie in der Gleichstellungspolitik. Wie passt das mit der Unternehmensstrategie "Diversity Management" zusammen? Haben Frauen wegen ihrer großen Anzahl Vorrang vor anderen Minderheiten? Mittlerweile ist Managing Diversity in aller Munde, aber was bedeutet das konkret für die Universitäten und für die Wissenschaften? Wie funktioniert Managing Gender and Diversity?

Albtraum oder Traumpaar? So eindeutig ist die Frage nicht zu beantworten, wie der interdisziplinäre Dialog in Form von Beiträgen in diesem Buch zeigt. Der Sammelband basiert auf der gleichnamigen Tagung der FU Berlin im Jahr 2006, bei der die AutorInnen ihre Beiträge vortrugen.

Mit Beiträgen von Dieter Lenzen (seit 2003 Präsident der Freien Universität Berlin), der Biologin Sigrid Schmitz (siehe auch Schmitz´ Beitrag in "Das F-Wort – Feminismus ist sexy"), sowie von Christine Keitel, Sünne Andresen, Mechthild Koreuber, Tove Soiland, Claudia von Braunmühl, Barbara Riedmüller, Dagmar Vinz, Susanne Schröter, Michael Meuser, Günther Vedder, Gertraude Krell, Beate Rudolf, Debra E. Meyerson, Deborah M. Kolb, Susan Meriläinen, Keijo Räsänen, Saija Katila und Andrea Löther.

Zu den Herausgeberinnen:
Dr. SĂĽnne Andresen
, Soziologin, ist Leiterin des Familienbüros und Referentin der zentralen Frauenbeauftragten der Freien Universität Berlin.
Mechthild Koreuber, Mathematikerin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und zentrale Frauenbeauftragte der Freien Universität Berlin.
Dorothea Lüdke ist Kommunikationswissenschaftlerin und langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin der Freien Universität Berlin, u.a. als Koordinatorin des weiterbildenden postgradualen Zusatzstudiengangs Gender-Kompetenz.

SĂĽnne Andresen, Mechthild Koreuber, Dorothea LĂĽdke (Hrsg.)
Gender und Diversity: Albtraum oder Traumpaar?: Interdisziplinärer Dialog zur "Modernisierung" von Geschlechter- und Gleichstellungspolitik

Vs Verlag, erschienen Januar 2008
Broschiert, 260 Seiten
ISBN-10: 3531151355
ISBN-13: 978-3531151359
34,90 Euro



History / Herstory: Alternative Musikgeschichten



Die Herausgeberinnen Annette Kreutziger-Herr und Katrin Losleben hatten es satt, dass das Haus der Musikgeschichte in Europa von Männern bewohnt wird. Deshalb haben sie ein Bauvorhaben entwickelt: ein alternatives Musikhaus, das "den Chancen des 21. Jahrhunderts gewachsen ist und geöffnet sein kann für die ganze Vielfalt des musikalischen Lebens". Die Bauplanung ist ein umfassender Sammelband, der Beiträge von WissenschaftlerInnen wie Marcia Citron, Martin Geck, Stefan Horlacher, Eva Rieger, Susanne Rode-Breymann, Peter Schleuning und Margarete Zimmermann enthält.
Deren Artikel zeigen, "dass eine kulturwissenschaftlich orientierte Musikgeschichte im 21. Jahrhundert farbenreiche Geschichten von Männern und Frauen, von Fremdem und Eigenem, von Popmusik und Oper, von Neuem und Altem, von Komponistinnen und Komponisten und von Mäzeninnen bereit hält."
In dem englischen "history" steckt nicht nur die männliche Geschichtsschreibung wie "his" andeutet, sondern auch die Erzählung, sprich "Story". Der musikwissenschaftliche Sammelband "History / Herstory: Alternative Musikgeschichten" wirft mit seiner Neuinterpretation aus Genderperspektive ein frisches Bild auf die Geschichte.

Zu den Herausgeberinnen: Annette Kreutziger-Herr ist Mozartliebhaberin und lehrt Musik- und Kulturwissenschaft an der Hochschule für Musik Köln.
Katrin Losleben ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik Köln. (Verlagsinfos)

Annette Kreutziger-Herr und Katrin Losleben
History / Herstory: Alternative Musikgeschichten

Böhlau Verlag, erschienen im Oktober 2008
Broschiert: 360 Seiten
ISBN-10: 3412202436
ISBN-13: 978-3412202439
39,90 Euro

Weiterlesen auf AVIVA Berlin:
"Das F-Wort – Feminismus ist sexy", herausgegeben von Mirja Stöcker.

AVIVA-Tipp: Alle hier vorgestellten Publikationen können Frauen- und GeschlechterforscherInnen und daran Interessierten vorbehaltlos empfohlen werden, dennoch richten sie sich sehr wohl an verschiedene Zielgruppen aus verschiedenen akademischen Disziplinen. Ilse Lenz´ Quellensammlung "Die Neue Frauenbewegung in Deutschland" gehört jedoch in jede Bibliothek!

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Feministische Medien - Ă–ffentlichkeiten jenseits des Malestream

Andrea Brebeck - Wissen und Agieren in der feministischen Mädchenarbeit

Literatur Beitrag vom 05.12.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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