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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 30.10.2008

Helga Keller - Kunstpioniere in Eretz Israel
Alexandra Kasjan

Der Begleitband zu der Ausstellung "Jeckes. Die deutschsprachigen Juden in Israel" schildert das Leben der beiden KünstlerInnen Rudi Lehmann und Hedwig Grossmann. Anhand von autobiographischen...



... Zeugnissen, Briefen und Schriften werden deren bekannteste Kunstwerke im Kontext der Geschichte der deutschsprachigen Einwanderer in den ersten Jahrzehnten nach der Gründung des Staates Israel gezeigt. Der im Buch veröffentlichte Schriftwechsel zwischen den beiden KünstlerInnen ermöglicht den LeserInnen einen tiefen Einblick in deren Gedanken, Sehnsüchte und Hoffnungen.

Rudi Lehmann und Hedwig Grossmann waren zu Lebzeiten KünstlerInnen, die nicht unterschiedlicher hätten sein konnten. Sie, eine Jüdin und begeisterte Zionistin, eine intellektuelle und autoritäre Persönlichkeit aus einer gutbürgerlichen Familie. Er, ein Nichtjude, wurde als Jugendlicher adoptiert. Seine wahre Familienabstammung ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Lehmanns Charakter zeichnete sich durch Zurückhaltung aus. Er war ein Individualist, der sich gerne mit Astrologie, Esoterik und mit jüdischen religiösen Schriften beschäftigte. Grossmann dagegen war eine rationale Persönlichkeit, die gerne im Mittelpunkt stand. Trotz großer Wesensunterschiede hatten Rudi Lehmann und Hedwig Grossmann eine enge Bindung zueinander.

1925 lernten sich Hedwig Grossmann (1902-1998) und Rudi Lehmann (1903-1977) an der Berliner Kunstgewerbe- und Handwerkerschule kennen. Lehmann war damals ein verschüchterter Student. Die starke Persönlichkeit Hedwigs übte einen großen Einfluss auf Rudi aus. Er war ein gutaussehender Mann, der wegen seines Mangels an Bildung unter Minderwertigkeitskomplexen litt. Hedwig nahm sich seiner an, motiviert durch ihren Drang, pädagogisch tätig zu sein. Bereits in der Organisation Blau-Weiß organisierte sie als Jugendvertreterin der zionistischen Exekutive Veranstaltungen. 1933 entschlossen sich Grossmann und Lehmann aufgrund der Repressalien durch die Nationalsozialisten nach Palästina auszuwandern. Dort mussten sie nicht nur mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfen. Rudi galt aufgrund seiner deutschen Abstammung bei der britischen Militärpolizei als potenzieller Spion.

"Kunstpioniere in Eretz Israel" schildert die Stationen des Künstlerpaares in Jerusalem, in dem Künstlerdorf Ein Hod und in Givatayim. Hedwig stellte in Palästina Keramik her, organisierte Ausstellungen in verschiedenen Kunstinstitutionen und gab Kurse für AnfängerInnen und professionelle TöpferInnen. Lehmann unterrichtete Bildhauerei. Bekannt wurde er mit seinen kleinen Tierfiguren aus Holz. Typisch für seine Bildhauerei sind schlichte geometrische Formen.

Zur Autorin: Die Medienwissenschaftlerin Helga Keller wurde in Darmstadt geboren und emigrierte mit ihren Eltern 1939 nach England, wo sie bei großen Filmstudios arbeitete. Seit Ende der 1950er-Jahre lebt sie in Israel und unterrichtete Medienerziehung an der Universität Tel Aviv. Sie veröffentlichte zwei Bücher über Film und ihre deutsche Autobiographie "Farbig in Moll". Sie lebt heute in Herzliya.

AVIVA-Tipp: "Kunstpioniere in Eretz Israel" ist ein wichtiges, teils autobiographisches, teils kunstgeschichtliches Buch über zwei KünstlerInnen, die mit ihrem Ehrgeiz, ihrer Kreativität und der Leidenschaft für das Unterrichten die israelische Kunstwelt maßgeblich geprägt und beeinflusst haben.

Helga Keller
Kunstpioniere in Eretz Israel
Die Geschichte des Bildhauers Rudi Lehmann und der Keramikerin Hedwig Grossmann

verlag für berlin-brandenburg (vbb), erschienen September 2008
Gebunden, 232 Seiten mit 10 farbigen und 50 s/w Abbildungen
ISBN 978-3-86650-322-9
Preis: 22,95 Euro

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Die Ausstellung Jeckes. Die deutschsprachigen Juden in Israel im Centrum Judaicum widmete sich vom 14.09. bis zum 31.12. 2008 anlässlich des 60. Jahrestages des Staates Israel 2008 den deutschsprachigen ImmigrantInnen in Israel.

Literatur Beitrag vom 30.10.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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