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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 05.05.2009

Berufsorientierung für Kulturwissenschaftler. Hrsg. von Bettina Beer, Sabine Klocke-Daffa und Christiana Lütkes
Kristina Tencic

Was genau macht ein/e KulturwissenschaftlerIn? Um sich in dem Wirrwarr der Möglichkeiten Orientierung zu verschaffen, haben die Herausgeberinnen verschiedene ExpertInnen zu Wort kommen lassen.



Was ist Kultur und womit beschäftigen sich die Kulturwissenschaften? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten und es gilt wohl oder übel der vage Ausspruch "Kultur ist überall aber nicht alles" . Nicht nur die Universitäten tun sich schwer damit, eine Fächerauswahl zu gewährleisten, welche zwar breit gestreut, aber dennoch nicht in die Unüberschaubarkeit ausartet. Auch die StudentInnen der Kulturwissenschaften stehen am Anfang bzw. am Ende ihres Studiums dem Problem gegenüber, dass es kein genau abgrenzbares Berufsfeld für die AbsolventInnen dieses Fachs gibt. Das Buch "Berufsorientierung für Kulturwissenschaftler" versucht dieser Ratlosigkeit entgegen zu wirken, indem es mögliche Berufszweige darstellt und Erfahrungsberichte derjenigen vereint, welche sich auch mit der Frage des "Und jetzt?" nach ihrem Studium auseinandersetzten mussten.

Über den Tourismus, die Personalberatung, das Museumswesen bis hin zu der Entwicklungszusammenarbeit und der Verlagsbranche gibt der Ratgeber einen recht umfassenden Ein- und Überblick zu möglichen Tätigkeiten. Nur leider schafft es auch dieses Schriftstück nicht, in der allgemeinen Verwirrung Klarheit zu schaffen. Sowohl die 21 AutorInnen als auch die drei Herausgeberinnen stellen die Kulturwissenschaften mit der Ethnologie gleich, wovon auch die Auswahl der ExpertInnen zeugt. Obgleich sie von Ethnologie sprechen, verwenden sie scheinbar beliebig und undefiniert durchgehend den Begriff der Kulturwissenschaften. Dies ist ein wenig differenzierter Ansatz, da zu den Kulturwissenschaften etwa auch die Kulturgeschichte, die Sozial-, Politik- und Literaturwissenschaften zählen. Vor allem der Zweig der politisch interessierten "Kuwis", die eine nicht zu unterschätzende Masse darstellen, kommt in diesem Orientierungshandbuch zu kurz.

Selbstverständlich muss man in jedem Buch einen Rahmen abstecken, doch hätte man es dann anders betiteln sollen, etwa mit "Berufsorientierung für alle GeisteswissenschaftlerInnen, die nichts mit sich anzufangen wissen", denn diesen Eindruck vermittelt das Buch leider. Gleich eingangs wird auf die Wichtigkeit der Praktika hingewiesen und bereits im zweiten Kapitel auf die "Betriebsame Arbeitslosigkeit" eingegangen. Allgemeinplätze werden im Folgenden herangezogen, welche denjenigen unter den StudentInnen, die nicht die Wichtigkeit der Berufserfahrungen erkennen, auch nicht konkret weiterhelfen können. Formulierungen wie "Meistens sind Praktika ebenfalls eine sehr gute Möglichkeit, Kontakte für die eigene berufliche Zukunft zu knüpfen und dabei von bestehenden Netzwerken zu profitieren" sind zwar für die ErstsemestlerInnen vielleicht noch mit einem Aha-Effekt behaftet, doch hier endet die Relevanz dann auch.

Nichtsdestotrotz geben einige Aufsätze interessante Einblicke, etwa in das Verlagswesen, beantworten Fragen nach Gehalt, Vereinbarkeit mit der etwaigen zukünftigen Familie und zeigen anhand persönlicher Erfahrungsberichte, wie man den Weg hin zu einer beruflichen Karriere einleitet. Auch Zukunftsausblicke für einzelne Branchen geben hilfreiche Tipps, welche Schwerpunkte man in seinem Studium setzten könnte.

AVIVA-Fazit: Wer sich nicht von dem schwarzmalerischen Anfang des Buches abschrecken lässt und sich als KulturwissenschaftlerIn mit ethnologischen Interessen versteht, kann aus diesem Buch viele wichtige Informationen vor allem zu Beginn seines/ihres Studiums ziehen. Für alle anderen ist ein Gespräch mit KommilitonInnen, die schon Praktika-Erfahrungen gesammelt haben, wohl die bessere Variante, zu einer Orientierung zu gelangen.

Über die Herausgeberinnen:
Dr. Bettina Beer
ist seit 2006 Professorin für Ethnologie an der Universität Heidelberg. Dr. Sabine Klocke-Daffa ist Professorin am Ethnologischen Institut der Universität Tübingen. Dr. Christiana Lütkes arbeitet als Projektleiterin bei der AGE - Agentur für gesellschaftliches Engagement in Hamm. 1988 machte sie ihren Magister in Ethnologie, Volkskunde und Soziologie an der Universität Münster.

Berufsorientierung für Kulturwissenschaftler
Erfahrungsberichte und Zukunftsperspektiven
Hrsg. Bettina Beer, Sabine Klocke-Daffa und Christiana Lütkes

Reimer Verlag, erschienen März 2009
Paperback, 305 Seiten
ISBN: 978-3-496-02814-7
19,90 Euro



Literatur Beitrag vom 05.05.2009 Kristina Tencic 

   




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