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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 09.05.2009

Jo Ann Endicott - Warten auf Pina
Sabine Grunwald

1974 wurde die junge Tänzerin Jo Ann Endicott von Pina Bausch für das später weltberühmte "Wuppertaler Tanztheater" engagiert. Bis heute hält sie dem Team als Gasttänzerin, Probenleiterin und ...



... Assistentin die Treue.

Josephine Ann Endicott wurde 1950 in Australien geboren und als 23 jährige Tänzerin von Pina Bausch in London für das Wuppertaler Tanztheater engagiert. Von diesem Zeitpunkt an prägte die begabte und wandelbare Solotänzerin das Tanzensemble und drückte allen Stücken Pina Bauschs ihren Stempel auf.

Bis 1987 war sie in den weltberühmten Aufführungen "Le Sacre du Printemps" und "Die 7 Todsünden zu sehen". Dann legte sie eine längere Pause ein, um sich ihrer Familie zu widmen, und 1994 als Gasttänzerin, Probenleiterin und Assistentin von Pina Bausch ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Sie war Trainingsleiterin des erfolgreich tourenden "Kontakthof mit Damen und Herren ab 65" und studierte zusammen mit Benedicte Billiet über anderthalb Jahre den "Kontakthof mit Teenagern ab 14" ein.
Ende 2008, bei dem 2. Internationale Tanzfestival, tanzte Jo Ann Endicott in "Die sieben Todsünden / Fürchtet euch nicht" die viel umjubelte Anna II.

Jo Ann Endicott erzählt leichtfüßig und humorvoll von der Schwierigkeit, das anstrengende Leben einer Tänzerin mit dem Privaten zu verbinden. Sie lässt uns hinter die Kulissen einer freischaffenden Künstlerin blicken, die ihrem Körper allzu viel abverlangt und auch immer wieder von Existenzängsten geplagt ist.
Auch das schwierige Verhältnis zu der genialen Pina Bausch, die sich selbst Unmögliches abverlangt und ihr Leben dem Tanz verschrieben hat, wird nicht geschönt. Die beiden Frauen, einander tief verbunden, aber auch durch jahrelange Abhängigkeit, Kränkungen und Überbelastung zeitweise entfremdet, können nicht aufeinander verzichten.

Voller Empathie erzählt Jo Ann von der Arbeit, den Erfolgen und Konflikten mit den alten und jungen Tänzern und Tänzerinnen. Auch ihre eigenen Triumphe und Schwierigkeiten teilt sie aufrichtig mit der Leserin.

Zur Autorin: Jo Ann Endicott, geboren 1950 in Sydney/Australien, begann im Alter von 7 Jahren ihre Ballettausbildung. 1966 wurde sie für die renommierteste Ballettschule Australiens, die Australian Ballet School in Melbourne ausgewählt und zwei Jahre später in die Australian Ballet Company aufgenommen. Ab 1972 lebt sie in London, traf dort 1973 Pina Bausch und wurde von dieser als Solotänzerin für ihr Wuppertaler Tanztheater engagiert. 1987 verließ Jo Ann Endicott Pina Bausch, und widmete sich ihrer Familie. Seit 1994 gehört sie wieder als Gasttänzerin, Trainerin und Assistentin zum Ensemble. Sie lebt mit Mann und Kindern in Durmersheim und erhielt für ihre künstlerische Arbeit zahlreiche internationale Auszeichnungen.

AVIVA-Tipp: Wer ein Faible für den modernen Tanz hat, liebt auch das "Tanztheater Wuppertal" und kommt um die "Aufzeichnungen einer Tänzerin" nicht herum. Mit ihrem Debüt aus 1999, "Ich bin eine anständige Frau", schrieb Jo Ann Endicott sich in die Herzen ihrer Fans. Frau Endicott, wir warten auf die Fortsetzung ...

Jo Ann Endicott
Warten auf Pina

Aufzeichnungen einer Tänzerin
Henschel Verlag, erschienen 2009
ISBN 978-3-89487-631-9
Broschur, 128 Seiten, mit 60 s/w Fotos
Euro 16,90


Literatur Beitrag vom 09.05.2009 Sabine Grunwald 

   




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