Kirsten Miller - Kiki Strike. Der gläserne Sarg - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Happy End AVIVA_gegen_AFD
Aviva-Berlin > Literatur
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Romane + Belletristik
   Biographien
   Jüdisches Leben
   Sachbuch
   Graphic Novels
   Art + Design
   Lesungen in Berlin
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 
  Hier suchen, oder zur Sucheseite!


AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
 


AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2017




Happy Birthday AVIVA




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in größerer Schrift!

TIPP: über den Zurück-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 04.06.2009

Kirsten Miller - Kiki Strike. Der gläserne Sarg
Claire Horst

Harry Potter bekommt Konkurrenz! Zwar können die sechs New Yorkerinnen um Kiki Strike nicht zaubern, dafür sind sie aber mindestens genauso abenteuerlustig wie Harry, Hermine und Ron. Im ersten...



.. Band der Reihe von Kirsten Miller hatten Kiki und ihre Freundinnen eine "Schattenstadt" entdeckt, deren Tunnel sich unterhalb von Manhattan befinden.

Im nun auf deutsch erschienenen zweiten Teil haben sie die Schattenstadt fast vollständig kartographiert und sind bereit für neue Abenteuer. Ananka Fishbein, die Erzählerin, ist vierzehn Jahre alt und hat Ärger mit ihren Eltern, weil sie viel zu oft in der Schule einschläft – kein Wunder, wenn man sich die halbe Nacht in unterirdischen Gängen herumtreibt und gegen riesige Ratten kämpft. Besonders mit ihrem Geschichtslehrer hat sie es sich verscherzt, denn sie weiß mehr als er – die Geschichte New Yorks ist ihre Leidenschaft. Ihre Freundinnen, mit denen sie den Club der "Ungebetenen" gegründet hat, sind ebenso ungewöhnliche Persönlichkeiten: Betty beispielsweise ist ein derartiges Verkleidungstalent, dass selbst ihre Freundinnen sie nicht immer erkennen. DeeDee ist eine passionierte Chemikerin, die von der Bombe bis zum "Glaubwürdigkeitstrank" eigentlich alles brauen kann, Oona kann jedes Schloss öffnen...

Das Abenteuer beginnt, als die Freundinnen von Oonas Geheimnis erfahren: Sie ist die Tochter von Lester Liu, dem Anführer einer chinesischen Schmugglerbande, der im ersten Band versucht hatte, Kiki umzubringen. Er hatte Oona als Kind verstoßen, weil sie ein Mädchen war. Nun möchte er sie wieder aufnehmen. Die Ungebetenen ahnen, dass da etwas nicht stimmt. Schon bald sind sie einem neuen Verbrechen auf der Spur, das auch ihre Freundschaft auf die Probe stellt.

Wer den ersten Band "Die Schattenstadt" nicht gelesen hat, braucht eine Weile, um sich in der Welt von Kiki Strike zurechtzufinden. Menschen- und KunstschmugglerInnen, TierbefreierInnen, überdimensionale Eichhörnchen, skrupellose JugendpsychologInnen, Geister und ein Medium, alle erdenklichen Figuren haben ihren Teil an der rasanten Handlung. Nebenbei erhält die Leserin am Ende der Kapitel Tipps zur eigenen Karriere als Detektivin oder Kunstfälscherin – ein Roman mit Praxisbezug!

Wie eine Mischung aus "Emil und die Detektive" und "Harry Potter" plus haufenweise Girl Power lesen sich die Abenteuer der Ungebetenen – spannend, klug und witzig. Ständig im Clinch mit den Erwartungen der Eltern und LehrerInnen, springen die Mädchen zwischen dem ganz gewöhnlichen Lernstress, dem Tratsch auf der Schultoilette und Klassenarbeiten und dem lebensgefährlichen Kampf gegen das organisierte Verbrechen hin und her. Dabei lassen sie sich von niemandem einschüchtern – dank ihrer besonderen Talente helfen sie sich gegenseitig aus jeder Patsche.

Der Einfallsreichtum der Autorin, die nach eigener Aussage ihre Zeit damit verbringt, Kaffee zu trinken, New York zu erkunden und zu schreiben, ist beeindruckend. Immer wieder verblüffen die überraschenden Wendungen, sodass die meisten LeserInnen den Roman sicher in einem Zug durchlesen werden. Vor allem aber ist "Der gläserne Sarg" eines: eine Hommage an New York. Anankas große Liebe gilt der Stadt, in der sie aufgewachsen ist: "In Manhattan kann man eine Touristin daran erkennen, in welchem Winkel sie ihren Kopf hält. [...] Wenn du dich aber nicht daran störst, für eine Touristin gehalten zu werden, und den Blick hebst, entdeckst du Wasserspeier, die zu dir hinuntersehen, Fassadenkletterer, die sich über Simse voranschieben, und an dünnen Metallseilen hängende Fensterputzer. Dazu nötig ist nur die Bereitschaft stehen zu bleiben und die Welt aus einem anderen Winkel zu betrachten."

AVIVA-Tipp: Die Kiki-Strike-Reihe hat das Zeug zu einem neuen Jugendbuch-Klassiker. Enthalten sind alle Elemente, die dazu nötig sind: fein gezeichnete Charaktere, Freundschaft, Familienkonflikte, eine Liebesgeschichte, Gangster... Außerdem, und das ist das Besondere, gibt es starke, coole Mädchen in den Hauptrollen. Irgendwie gelingt es Kirsten Miller, die zahlreichen Handlungsstränge zu verknüpfen, ohne den Faden zu verlieren – und das Ende des zweiten Bandes lässt den nächsten mit Spannung erwarten. Wer nicht so lange warten möchte, kann sich mit der großartigen Webseite www.kikistrike.com trösten – leider nur auf Englisch. Hier finden sich Anankas Tagebuch, Stadtpläne und viele weitere Hintergrundinformationen. Toll!
Der erste Band der Reihe wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem wurde das Buch 2006 von der "Washington Post" und dem San Francisco Chronicle zum "Best Book of the Year" ernannt.

Zur Autorin: Kirsten Miller wurde 1973 geboren und lebt in New York.

Kirsten Miller
Kiki Strike. Der gläserne Sarg

Jugendroman
Bloomsbury / Berlinverlage, erschienen am 11. März 2009
Deutsch von Werner Löcher-Lawrence
15,90 Euro
416 Seiten, gebunden
ab 12 Jahren
ISBN-13: 9783827053480

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

"Der Schneewittchen-Club" von Lily Archer

"Molly Moon" von Lady Georgia Byng



Literatur Beitrag vom 04.06.2009 Claire Horst 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken